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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Neues Gesetz gegen Kinderpornoseiten geplant18.02.2010
17:09 Unterzeichnetes Sperr-Gesetz soll nicht angewandt werden
Aus für Internetsperren: Zwar hat Bundespräsident
Horst Köhler am Mittwoch das Gesetz zur Bekämpfung von Kinderpornografie im Internet unterzeichnet, das die umstrittene
Sperrung einschlägiger Seiten im Netz ermöglicht. Nach den Worten von
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) ist
sich die schwarz-gelbe Bundesregierung jedoch einig, die Sperren
nicht anzuwenden. "Jetzt wird schnell eine neue Regelung auf den Weg
gebracht, die dem Grundsatz Löschen statt Sperren entspricht", sagte
sie. Das nun unterzeichnete Gesetz war noch von der schwarz-roten
Vorgängerregierung auf den Weg gebracht worden.
Neues Gesetz soll Löschung von Kinderporno-Seiten regelnDas CDU-geführte Bundesinnenministerium teilte mit, die Regierung plane ein neues Gesetz zur Löschung der Seiten. Bis dahin wolle sich die Regierung - auf der Grundlage des nun unterzeichneten Gesetzes - ausschließlich für die Löschung einsetzen. "Die damit gemachten Erfahrungen werden in die Gesetzesinitiative einfließen", erklärte ein Ministeriumssprecher in Berlin. Aus Reihen der Union waren aber auch skeptische Stimmen zur Löschung der Seiten laut geworden. So hatte Fraktionsgeschäftsführer Peter Altmaier (CDU) erklärt, es könne Probleme geben, da die Server auch in Ländern stünden, mit denen Deutschland keine Rechtshilfeabkommen habe. Die damalige Familienminister Ursula von der Leyen (CDU) setzte sich im vergangenen Jahr vehement für das Gesetz ein. Kritiker aus der Internetgemeinde verpassten ihr daraufhin den Namen Zensursula. Sie monierten zudem, dass die Sperren leicht zu umgehen seien. Auch drohe die Gefahr, dass die Behörden in einem undurchsichtigen System auch andere Inhalte als Kinderpornografie ausradierten - das beschneide das Grundrecht der Meinungsfreiheit. Nach dem Regierungswechsel vereinbarte Schwarz-Gelb im Koalitionsvertrag, dass Union und FDP ein Löschen der Seiten bevorzugen. Kritik: Löschen auch nicht wirkungsvollerJedoch stößt auch dies auf Kritik: So erklärte der Bund Deutscher Kriminalbeamter vor wenigen Tagen, Löschen sei nicht wirkungsvoller als Sperren. Auch die Piratenpartei, in der sich viele Netzaktivisten engagieren, bezeichnete ein Lösch-Gesetz als überflüssig. Köhler hatte vor der Unterzeichnung ergänzende Informationen von der Koalition verlangt. Nach Angaben von Leutheusser-Schnarrenberger erklärte die Bundesregierung in ihrer Stellungnahme, sich auf das endgültige Aus für Netzsperren verständigt zu haben. Nach einer Mitteilung des Bundespräsidialamtes gab es letztlich "keine durchgreifenden verfassungsrechtlichen Bedenken", die den Bundespräsidenten daran gehindert hätten, das Gesetz auszufertigen. Weitere Meldungen zum Thema Internet-Sperren
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| Betreff | Autor | Datum | ![]() |
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| RE: Löschen oder nicht löschen | mattes007 | 06.04.11 15:07 | |||||||
| RE: "Kinderporno-Industrie" | Kai Petzke | 24.08.10 12:03 | |||||||
| RE: "Kinderporno-Industrie" (war: ... | Hohes Nivea. | 28.05.10 17:00 | |||||||
| "Kinderporno-Industrie" (war: ... | jos | 24.04.10 17:44 | |||||||
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