Digital Radio

Kenwood stellt neue DABplus-Autoradios mit USB vor

Preisgünstige Modelle für den DIN-Schacht - Vorsicht bei Werksradios
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Auch wenn es immer noch keine offi­zi­ellen Ver­kaufs­zahlen gibt, animiert das im August 2011 in Deutsch­land ge­starte­te terrest­rische Digital­radio in den Modi DAB und DAB+ Geräte­her­steller immer stärker in das Geschäft ein­zu­steigen. So hat der Auto­radio­her­steller Kenwood für Frühjahr 2013 zahl­reiche weitere Modelle an­ge­kündigt, die Digital­radio an Bord haben.

Bereits vorab vorgestellt hat das Unternehmen die Modelle KDC-DAB43U und KDC-DAB4557U. Beide passen in jeden herkömmlichen DIN-Autoradioschacht. Wie alle anderen Digitalradio-Modelle können auch die beiden neuen Radios alle jeweils verfügbaren Digitalradio-Sender automatisch suchen, in einer Liste abspeichern und diese vom Autofahrer direkt anwählen lassen. Beide neuen Kenwood-Modelle sind auch für den Empfang analoger UKW-, Mittelwelle- und Langwelle-Sender ausgestattet. Verlässt der Autofahrer das Sendegebiet eines DAB- oder DAB+-Senders, wählt das Radio automatisch das gleiche oder ein anderes Programm auf UKW.

Anschlüsse für externe Geräte

Kennwood KDC-DAB4557UKennwood KDC-DAB4557U Für den Anschluss externer Audio-Quellen sind die DAB+-Radios laut Kenwood-Angaben vorbereitet. Der USB-Port an der Frontseite nimmt nicht nur die Musikdaten von USB-Sticks entgegen. Hier kann der Autofahrer auch iPhone, iPod oder ein Android-Smartphone ankoppeln und die Musikwiedergabe jeweils über die Tastatur des Autoradios steuern. Alternativ steht ein analoger Klinkeneingang zur Verfügung, an den sich MP3-Player oder andere mobile Peripheriegeräte anschließen lassen.

Ferner verfügen die neuen Radiomodelle über einen CD-Player, der auch komprimierte MP3-, AAC- und WMA-Musikdateien abspielen kann. Die gewünschten Klangeinstellungen kann der Benutzer über drei Klangregler sowie einen Equalizer für feinere Klangjustierung vornehmen. Beide Radios verfügen jeweils über eine 4 mal 50 Watt-Endstufe. Über den Vorverstärkerausgang lässt sich zudem noch ein Aktivsubwoofer ansteuern.

Einziger Unterschied der beiden neuen Radiomodelle: Während die Anschlussbuchsen und Tasten des KDC-DAB4557U in Rot beleuchtet sind, besitzt der User des KDC-DAB43U die Möglichkeit, die Farbe von Bedienelementen, Zifferntastatur und Frontanschlüssen individuell einzustellen. Außerdem wird bei diesem Modell serienmäßig eine Scheibenantenne mitgeliefert. Das KDC-DAB4557U soll für rund 140 Euro in den Handel kommen, das KDC-DAB43U soll rund 160 Euro kosten.

Austausch von Werksradio problematisch

Kennwood KDC-DAB43UKennwood KDC-DAB43U Zu erwähnen ist noch, dass sich Autoradios heute nur noch selten ohne große Probleme in PKWs anschließen lassen, da diese - bis auf wenige Ausnahmen - nicht mehr über einen DIN-Schacht verfügen. Für einige Autohersteller wie Ford oder VW gibt es Blenden als Sonderzubehör, mit denen der Austausch des bestehenden Werksradios durch ein DIN-Autoradio dennoch möglich ist. Allerdings funktionieren dann möglicherweise einige Features nicht mehr wie die Anzeige der Klimaelektronik oder die Steuerung des Autoradios vom Lenkrad aus.

Eine weitere Tücke lauert bei den Anschlüssen, da nicht alle Hersteller die gleiche Belegung wie bei den Standardsteckern haben. Außerdem ist die Elektronik der Fahrzeuge heute sehr komplex und reagiert nicht selten allergisch auf Fehler beim Radioeinbau. Wir empfehlen daher nur Fahrern von älteren Fahrzeugen oder aktuellen Modellen, die noch einen DIN-Schacht besitzen beziehungsweise technisch versierten Nutzern den Einbau eines DIN-Autoradios. Wer nur ein Werksradio besitzt, kann dieses mit entsprechenden Adaptern oder Blackboxen für DAB und DAB+ aufrüsten.

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