Ratgeber

Digicam oder Smartphone-Knipse: Welche Kamera kann mehr?

Kompaktkamera hat kein Internet, Smartphone-Fotos oft unnatürlich
AAA

Smartphone-Hersteller werben für ihre neuesten Geräte gerne mit einer hohen Kamera-Megapixel-Anzahl oder einer tollen Bild­quali­tät. Was die Vor- und Nachteile von digitalen Kom­pakt­kameras gegenüber ihren in Smartphones verbauten Ge­schwis­tern sind, beleuchten wir in diesem Ratgeber.

Der größte Vorteil einer Smartphone-Kamera besteht darin, dass sie ins Mobiltelefon integriert ist und nicht wie eine klassische Kamera als separates Gerät mitgeschleppt werden muss. Als Teil des Smartphones verfügt die Kamera in der Regel über einen Internet-Zugang, wenn der Nutzer sich in Reichweite eines WLANs aufhält oder einen Datentarif gebucht hat. Der Hobbyfotograf kann also die von ihm aufgenommenen Fotos direkt vom Smartphone ins Internet hochladen, beispielsweise auf soziale Netzwerke, in Online-Bilderdienste oder in einen Cloud-Service.

Ein Nachteil klassischer Kompaktkameras ist der fehlende Internet-Zugang

Digicam oder Smartphone-Knipse: Welche Kamera kann mehr?Digicam oder Smartphone-Knipse: Welche Kamera kann mehr? Mit einer Smartphone-Kamera kann man Freunden und Verwandten also viel schneller die eigenen Fotos zeigen als mit einer herkömmlichen Digitalkamera. Von dieser müssen die Fotos nämlich zuerst auf den Computer kopiert und von dort ins Internet hochgeladen werden.

Höherwertige Smartphones verfügen darüber hinaus heute über einfache Möglichkeiten der Bildbearbeitung, mit denen sich bei den Fotos vor dem Hochladen Helligkeit, Kontrast, Ausschnitt und Farbgebung anpassen lassen. Auch das hinzufügen lustiger Fotoeffekte beherrschen viele Smartphones. Für diese Tätigkeiten entfällt also ebenfalls der bisherige Umweg über den Computer.

Nachteile der Handy-Kamera: Kein optischer Zoom und Linienverzerrungen

Verzerrte oder stürzende Linien, hier am Beispiel eines mit dem iPad 3 aufgenommenen FotosVerzerrte oder stürzende Linien, hier am Beispiel eines mit dem iPad 3 aufgenommenen Fotos Smartphone-Kameras haben aber auch handfeste Nachteile, beispielsweise die beengten Platzverhältnisse im Inneren des Mobiltelefons. Viele Smartphone-Kameras haben zwar mittlerweile eine ebenso hohe Auflösung wie Mittelklasse-Digitalkameras oder sogar digitale Spiegelreflexkameras; 8 bis 12 Megapixel sind heute bei Smartphone-Kameras keine Seltenheit mehr. Diskussionen ausgelöst hat das Nokia 808 PureView mit einer nominellen Auflösung von 41 Megapixel.

Aufgrund des beengten Platzes ist es für die Hersteller praktisch nicht möglich, hochwertige Objektive mit einem umfangreichen optischen Zoom-Bereich in Smartphones einzubauen. Obwohl viele Smartphone-Fotos bei der Auflösung und der Farbtreue mittlerweile mit denen klassischer Digitalkameras mithalten können, leiden viele Smartphone-Bilder an tonnen- oder kissenförmigen Verzeichnungen.

Der Digital-Zoom erlaubt zwar eine Anpassung des Bildausschnitts vor dem Knipsen, aber bei einer zu starken Digitalvergrößerung wirken die Fotos anschließend pixelig. Mittlerweile gibt es zwar Smartphones, die ein größeres Objektiv mit optischem Zoom eingebaut haben, die Smartphones werden dadurch aber recht schwer. Ein neuer Ansatz sind Digitalkameras mit Internet-Zugang und Smartphone-Betriebssystem, Beispiele dafür sind die Samsung Galaxy Camera und die Nikon Coolpix S800c.

Auf der folgenden Seite widmen wir uns weiteren Auswahlkriterien wie dem eingebauten Blitz, der nicht immer notwendigen HD-Videoauflösung sowie der Erweiterbarkeit durch eine Speicherkarte, und erörtern, was an Zubehör sinnvoll sein könnte.

1 2 vorletzte

Mehr zum Thema Kamera

Weitere Artikel aus dem Special "Hardware"