Gerüchte

Bieterkampf um Kabel Deutschland bahnt sich an

Deutsche Kabelanbieter gilt als attraktiver Übernahmekandidat
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Um den größten deutschen Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland bahnt sich einem Pressebericht zufolge ein milliardenschwerer Bieterkampf an. Wie die Financial Times (FT) heute berichtete, bemühen sich sowohl die Finanzinvestoren CVC Capital Partners und Carlyle als auch die Investoren BC Partners und Advent International um die Finanzierung der Übernahme im Volumen von rund 5 Milliarden Euro.

Banken könnten zwischen 3,5 und 4 Milliarden Euro an Krediten für die Übernahme des Unternehmens mit rund neun Millionen Kabelanschluss-Kunden und rund 2 800 Beschäftigten bereitstellen. Dies wäre die größte fremdfinanzierte Übernahme seit Beginn der Kreditkrise. Ein Sprecher von Kabel Deutschland wollte sich nicht dazu äußern. "Wir beteiligen uns nicht an Marktgerüchten."

Deutsche Kabelanbieter gelten als besonders attrakiv

Kabel Deutschland gehört mehrheitlich der Beteiligungsgesellschaft Providence Equity Partners. Diese bereite derzeit einen Börsengang des Unternehmens vor, hieß es in dem Bericht. Die Finanzinvestoren könnten diesen Plan mit einer Übernahme aber durchkreuzen. Europäische Kabelbetreiber stünden bei Fusionen und Übernahmen im Mediensektor derzeit an erster Stelle, zitiert die Zeitung einen Banker. Dabei gelte der deutsche Kabelmarkt als besonders attraktiv.

Vergangene Woche mutmaßten Analysten von Sal. Oppenheim, Kabel Deutschland könnte auch durch KPN bzw. E-Plus übernommen werden, um die Stellung des Anbieters im Festnetz deutlich zu verbessern. Zudem ist nach Angaben der Analysten eine Übernahme durch Vodafone möglich.