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Kabel Deutschland: Verfügbarkeitskarte KDGMAP untersagt

19.09.2012
14:45

Offener Brief des Entwicklers & Statement von KDG zum Vorgang

Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland
Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland
Wer sich einen Breitband-Anschluss zulegen möchte, muss zunächst herausfinden, ob dieser auch an seinem Wohnort verfügbar ist. Dies kann über eine kostenlose Verfügbarkeitsabfrage oder visuell über eine virtuelle Karte geschehen. Eine detaillierte und dynamische Verfügbarkeitskarte zu den Kabel-Anschlüssen von Kabel Deutschland gibt es beim Unternehmen nicht - dafür aber eine Abfrage. Allerdings hat der Entwickler Florian Strankowski eine solche Karte erschaffen, welche auf die Daten der Kabel-Deutschland-Homepage zugreift. Das Projekt trägt die Bezeichnung KDGMAP.de. Doch Kabel Deutschland hat Strankowski die Nutzung der Daten untersagt, wie das Online-Portal netzpolitk.org berichtet. Der Entwickler hat sich nun mit einem offenen Brief an den Kabelnetzbetreiber gewandt und versucht, Kabel Deutschland damit umzustimmen.

Im Brief appelliert Florian Strankowski an Kabel Deutschland, das Projekt wieder freizugeben, da viel Zeit und auch ein gewisser Geld-Betrag investiert wurden. Außerdem gebe es viele Interessenten und deshalb sollte das Projekt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

In einem Auszug aus diesem offen Brief heißt es:

"Ich denke, dass ich Kabel Deutschland hiermit in keinster Weise einen Bärendienst erweise. Vielmehr versuche ich mit diesem Projekt potentiellen Neukunden wie auch Bestandskunden die Möglichkeit zu offerieren durch meine Arbeit an visualisierte Informationen zu gelangen, welche die Recherche nach einem möglichen (Neu)-Anschluss erleichert und die Informationen welche von Seiten Kabel Deutschlands zur Verfügung gestellt werden in einer weitaus nutzerfreundlicheren Art und Weise zur Verfügung zu stellen und zu präsentieren. Der Mehrwert meines Dienstes wurde bereits durch zahlreiche Besucher im inoffiziellen Kabel Deutschland Forum bestätigt."

Statement von Kabel Deutschland

Wir haben bei Kabel Deutschland nachgefragt, welche Beweggründe es für die Untersagung des KDGMAP-Projektes gibt und warum der Entwickler die Verfügbarkeitkarte offline nehmen musste. Die Stellungsnahme erhalten Sie im Folgenden:

"Unsere Kunden nutzen die Verfügbarkeitsabfrage, um schnell und einfach herauszufinden, ob die TV- und Telekommunikationsprodukte von Kabel Deutschland an einer gewünschten bzw. der eigenen Adresse verfügbar und bestellbar sind. Eine detaillierte Visualisierung der Verfügbarkeitsabfrage für die ganze Straße oder komplette Gemeinden bietet für den einzelnen Kunden bzw. Interessenten erfahrungsgemäß keinen informativen Mehrwert. Um die gewohnt hohe Servicequalität bei der Verfügbarkeitsabfrage gewährleisten zu können, muss das Procedere der Verfügbarkeitsabfrage - wie bei allen anderen Providern im Markt auch - komplett im Verantwortungsbereich und unter der Kontrolle von Kabel Deutschland verbleiben. Wenn die Daten von Dritten auf fremden Webseiten dargestellt werden, kann Kabel Deutschland nicht garantieren, dass sie korrekt und vor allem aktuell sind.

Des Weiteren gibt es datenschutzrechtliche Bedenken, wenn Dritte die Verfügbarkeitsdaten massenhaft abrufen und auf fremden Seiten anbieten. Generell freuen wir uns, wenn sich unsere Kunden mit unseren Themen beschäftigen und uns hilfreiche Anregungen geben. Diese nehmen wir auch gerne auf. Eine Visualisierung der vertraulichen Verfügbarkeitsdaten auf fremden Webseiten können wir jedoch nicht gestatten. Da wir für Kabel Deutschland-interne Zwecke die Verfügbarkeitsdaten ohnehin schon visualisieren, prüfen wir gerne, inwieweit die von KDGMAP.de entworfene Visualisierung intern genutzt werden könnte."

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2013-02 Erwachsene ab 14 Jahre