Kabel Deutschland will auch nach Hessen und NRW
11.11.2012 12:03
Kabelanbieter will nach Tele-Columbus-Übernahme investieren
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 Bei einer Genehmigung der Tele-Columbus-Übernahme will Kabel Deutschland die Netzinseln miteinander verbinden.
Wenn das Bundeskartellamt die Übernahme von Tele Columbus
durch Kabel Deutschland
positiv bescheidet, will Kabel Deutschland in Hessen und Nordrhein-Westfalen in Wettbewerb
zu dem dortigen Platzhirschen Unitymedia treten.
Kabel-Deutschland-Chef Adrian
von Hammerstein kündigte einen entsprechenden Schritt in einem heute erschienenen
Interview mit der Welt am Sonntag
an. Demnach will der Netzbetreiber mit Sitz in
Unterföhring bei München die derzeitigen Netzinseln von Tele Columbus miteinander
mit Glasfaser verbinden und dann das komplette eigene Angebotsspektrum dort
vermarkten.
Ein Verkauf der Netz-Inseln kommt für von Hammerstein nicht in Frage. Nach seiner Darstellung
begrüße die Wohnungswirtschaft diese Planungen. Er deutete zudem an, dass es in der
Folge nicht nur bei einer Versorgung der derzeitigen Tele-Columbus-Netze bleiben
könnte. Die Vernetzung mit Glasfaser sei "eine hervorrangende Grundlage für Angebote an die dortige
Wohnungswirtschaft auch über die Tele-Columbus-Bestände hinaus".
Kabel Deutschland war bisher in in Nordrhein-Westfalen und Hessen nicht zu finden.
Hier gilt unitymedia als Platzhirsch, dem nur durch einige lokale Netze Konkurrenz gemacht
wird. Durch die im Mai angekündigte Übernahme von Tele Columbus
könnte sich das nun ändern und Kabel Deutschland könnte erstmals
auch über die bisher schon versorgten 13 Bundesländer hinaus tätig werden.
Viel Potenzial für den Kabelmarkt
Für die Entwicklung seiner Firma sieht er vor allem auf dem Breitbandmarkt noch viel
Potenzial. Die Kabelnetzbetreiber hätten derzeit einen Marktanteil von etwa 15 Prozent
in diesem Marktsegment. In anderen europäischen Märkten läge der Anteil mit
30 bis 60 Prozent deutlich höher. Zudem biete Kabel Deutschland schon heute in mehr
als zehn Millionen Haushalten Internet mit bis zu 100 MBit/s an, was kein anderer Netzbetreiber
aktuell könne. Konkurrenz durch reine Glasfasernetze sieht er nicht. Das Kabelnetz sei
ein hybrides Netz, bei dem die Glasfaser Schritt für Schritt immer näher an die
Kunden herangeführt wird. Rein technisch lassen sich auch über den verwendeten
Übertragungsstandard DOCSIS 3.0 auch heute schon bis zu 400 MBit/s anbieten.
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