EU-Kommission kämpft gegen Sex und Gewalt auf dem Handy
20.04.2009 17:32
Mobilfunk-Branche soll Kinder besser schützen
Die Hälfte aller Eltern in der Europäischen Union befürchtet einer Umfrage
zufolge, dass ihre Kinder auf dem Handy Sex- und
Gewaltfilme sehen oder Opfer von Mobbing werden
könnten. Die EU-Kommission will deshalb die Mobilfunkbetreiber stärker in die Pflicht nehmen.
"Jugendschutz ist kein Luxus, sondern eine
Notwendigkeit", sagte EU-Medienkommissarin Viviane Reding heute in Brüssel.
Schwarze Schafe seien Luxemburg, Finnland, Estland und Zypern, wo es keinen
nationalen Verhaltenskodex für die Handy-Branche gebe. Auch Belgien müsse
seine Regeln nachbessern.
Insgesamt 26 europäische Mobilfunkbetreiber haben sich 2007 freiwillig verpflichtet, Kinder besser zu
schützen. Diese Vereinbarung muss in den Mitgliedstaaten aber umgesetzt werden.
Dabei geht es zum Beispiel um Aufklärungskampagnen, Zugangskontrollen oder die Meldung illegaler Inhalte.
80 Prozent der Unterzeichner sind seither aktiv geworden, wie sich aus
einem Bericht des Branchenverbandes GSM Association ergibt. Den Kommissionsangaben zufolge nutzt
bereits jeder zweite Zehnjährige in der EU ein Handy. Unter den 16-Jährigen
sind es 95 Prozent.
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