
Joyn funktioniert nicht in allen Netzen
Noch in diesem Jahr planen drei der vier deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber, mit
Joyn einen neuen Messaging-Dienst zu etablieren. In den
vergangenen Wochen sorgte das Angebot für Schlagzeilen, nachdem die
von der Telekom geplanten Nutzungsgebühren für den
WhatsApp-Konkurrenten durchgesickert waren.
Dem Onlineportal Mobiflip wurden nun zwei Installationsdateien zugespielt,
mit denen sich Joyn auf Android-Smartphones
testen lässt. Dabei handelt es sich einmal um eine Netzbetreiber-neutrale Version
und einmal um die für Vodafone angepasste Beta-Variante der Joyn-Software. Wir
haben mit beiden Installationsdateien versucht, Joyn einem ersten Test zu
untersuchen.
Installation unter Android problemlos möglich
Die Installation beider Versionen war in unserem Test auf dem
Motorola Milestone 2 und auf dem
Samsung Galaxy Note problemlos möglich.
Somit lässt sich Joyn gleichermaßen unter Android 2.3 (Gingerbread) und
unter Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) nutzen und auch Interessenten, die
nicht das aktuellste Handy verwenden, bleiben nicht außen vor. Die
Netzbetreiber-neutrale Joyn-Version ist allerdings in der Praxis nicht nutzbar.
Unabhängig von der eingelegten SIM-Karte ist lediglich der Hinweis zu lesen,
der eigene Netzbetreiber unterstütze Joyn nicht.
Netzbetreiber muss Joyn unterstützen

Aktivierung nicht über WLAN möglich
Anders sieht es aus, wenn die Vodafone-Datei in
Verbindung mit einer SIM-Karte des Düsseldorfer Mobilfunk-Netzbetreibers genutzt
wird. Hier klappt die Anmeldung am Dienst problemlos. Für die Erstinbetriebnahme
wird eine GPRS-, UMTS- oder LTE-Datenverbindung
benötigt. Nach der Ersteinrichung lässt sich Joyn auch über WLAN
nutzen.
Während der Erstinbetriebnahme ist auch der Hinweis zu lesen, dass der
Netzbetreiber für die Nutzung von Joyn Service-Entgelte erheben kann. Darüber
werde der Anbieter rechtzeitig informieren. Soweit nicht anders mitgeteilt,
werde das im Rahmen des Dienstes Joyn übertragene Datenvolumen lediglich auf das
Inklusivvolumen des verwendeten Datentarifs
angerechnet bzw. zu den Bedingungen des verwendeten Tarifs abgerechnet. Das
gelte auch für Internet- und Videotelefonie.
Anschließend gibt es einen Hinweis zu den Möglichkeiten, die der neue
Messaging-Service bietet. So könne man mit einzelnen Freunden oder auch
innerhalb einer Gruppe chatten, Daten austauschen und Videotelefonate führen.
Auf Wunsch besteht im Anschluss die Möglichkeit, sich ein Einführungsvideo
anzusehen, das in einem externen Player abgespielt wird.
Auf Seite 2 erfahren Sie, wie unsere Erfahrungen mit Joyn in der Praxis
aussehen und welchen Eindruck der Dienst derzeit hinterlässt.