Sicherheit

Lücke in iOS 6.1 ermöglicht Vollzugriff auf iPhone-Telefon-App

Apple verspricht außerdem Abhilfe für Probleme mit Exchange
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Passwort-Sperre beim Apple iPhonePasswort-Sperre beim Apple iPhone Das iOS-Betriebssystem von Apple weist in der aktuellen Version 6.1 eine Sicherheitslücke auf, die langjährige iPhone-Nutzer bereits von iOS 4.1 kennen. So ist einem Bericht des Onlinemagazins Bei The Verge zufolge der Vollzugriff auf die Telefon-Anwendung eines iPhone möglich, auch wenn der Besitzer des Multimedia-Smartphones sein Gerät mit einer Code-Sperre geschützt hat.

Dem Bericht zufolge lassen sich so nicht nur beliebige Anrufe führen. Ferner können das Adressbuch und die Fotogalerie des iPhone-Besitzers abgerufen werden. Zudem ist der Zugriff auf die Mailbox inklusive aller dort gespeicherten Nachrichten möglich. Andere auf dem iPhone installierte Anwendungen können dagegen nicht geöffnet werden.

The Verge beschreibt die Lücke, die wir auf einem iPhone 5 jedoch nicht reproduzieren konnten, recht genau. So muss zunächst das Menü für den Notruf ausgewählt werden. Danach wird der Aus-Schalter des iPhone betätigt. Das Abschalten wird jedoch abgebrochen. Nun wird der Notruf 112 angewählt. Der Verbindungsaufbau wird jedoch sofort wieder abgebrochen.

Schließlich muss das Display über den Ein/Ausschalter kurz aus- und wieder eingeschaltet werden. Wird danach erneut das Notruf-Menü gewählt, statt den Code für das Entsperren des iPhone einzugeben, so soll die Telefon-Anwendung in vollem Umfang zur Verfügung stehen. In unserem Test blieb der Touchscreen beim Versuch, das Szenario nachzubilden, einfach schwarz.

Apple verspricht Abhilfe für Probleme mit Microsoft-Exchange-Konten

Probleme verursacht iOS 6.1 auch bei Verwendung von Microsoft-Exchange-Konten. So erfolgt offenbar eine permanente Datenabfrage vom Handheld aus, was zu einem hohen Protokollierungsaufwand führt. Die Folge kann sein, dass der betroffene E-Mail-Server Performance-Probleme bekommt, von denen dann nicht nur die Besitzer des iPhone, iPad oder iPod touch, sondern alle Nutzer des Servers betroffen sind.

Als Sofortmaßnahmen empfiehlt Microsoft, am Handheld vorerst keine Kalender-Einträge mehr zu bearbeiten oder zumindest im Anschluss einen Neustart des Smartphones, Tablets oder Multimedia-Players durchzuführen. Ein Lösungsansatz sei auch, Handheld und Server neu miteinander zu verknüpfen oder den Server-Zugang für das Gerät, das die Probleme verursacht, zu beschränken bzw. vorübergehend ganz abzuschalten.

Unterdessen hat Apple Abhilfe angekündigt. So soll der Fehler, der sich in die aktuelle Version des iOS-Betriebssystems eingeschlichen wird, mit dem nächsten Software-Update behoben werden. Wann mit dieser Aktualisierung zu rechnen ist, ließ der Hersteller jedoch offen.

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