iPhone-Ortung

Personen überwachen mit iPhone und iCloud - ein Test

"Big Brother" mit Hausmitteln - was taugt das Apple-System?
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Wo hält sich der Sohn oder die Tochter mit dem iPhone gerade auf? Mit Hilfe der iCloud und einem entsprechend konfigurierten iPhone lässt sich das in Sekundenschnelle feststellen. Das iPhone kann über den Cloud-Dienst angefunkt und sogar gelöscht oder gesperrt werden. Wie sinnvoll dieser Dienst wirklich ist, klärt der teltarif.de-Test.

Ähnlich wie andere Smartphone-Hersteller hat Apple diese Funktion ursprünglich aus rein praktischen Gründen in sein System implementiert. Die Funktion "Mein iPhone suchen" ist prinzipiell erst einmal ein Service, mit dem man ein gestohlenes iPhone wiederfinden kann. Doch auch eine Kommunikation mit dem hinterlegten iPhone ist möglich.

Big Brother starten: iCloud und iPhone einrichten

Die iCloud-StartseiteDie iCloud-Startseite Um die Überwachungsfunktion nutzen zu können, ist ein Konto bei Apple notwendig. Dieses kann man sich direkt auf dem iPhone unter "Einstellungen - iCloud" einrichten. Alternativ geht dies auch unter appleid.apple.com. Registrieren kann man sich mit seiner existierenden Mailadresse. Zwingend erforderlich ist allerdings, dass auf dem Telefon iOS 5 installiert ist. Falls die Aktualisierung auf das neueste System noch nicht erfolgt sein sollte, kann man dies unter "Einstellungen - Allgemein - Softwareaktualisierung" nachholen.

iCloud-Einstellungen unter iOS 5iCloud-Einstellungen unter iOS 5 Anschließend beginnt die Konfiguration des iPhones, die Apple selbst auf der Seite iCloud einrichten beschreibt. Unter "Einstellungen - iCloud" kann man sich entscheiden, ob man Mails, Kontakte, den Kalender, Lesezeichen, Notizen, Fotos oder andere Dokumente mit dem Cloud-Dienst synchronisieren möchte. Für die Ortung des Geräts unerlässlich ist allerdings die Funktion "iPhone suchen". Eine Grundvoraussetzung ist, natürlich, dass unter "Einstellungen" die Ortungsdienste aktiviert sind. Unter "Einstellungen - Store" sollte man darüber hinaus die Funktion "Mobile Daten verwenden" einschalten.

iPhone suchen: Eingabe der iCloud-BenutzerdateniPhone suchen: Eingabe der iCloud-Benutzerdaten Anschließend loggt man sich unter www.icloud.com ein. Im Test begegnete uns hier ein interessantes Detail: Als wir versuchten, das iPhone von einem Samsung Galaxy Note aus aufzuspüren, verweigerte die iCloud-Seite die Zusammenarbeit mit dem Android-Browser. Apple hat also anscheinend kein Interesse, den mobilen Browser des Konkurrenten Google zu unterstützen.

iPhone finden leicht gemacht - falls das Telefon eingeschaltet ist

iPhone-Ortung über iCloudiPhone-Ortung über iCloud Nach dem Einloggen auf icloud.com erscheint das wie ein Radarschirm aussehende Symbol "Mein iPhone suchen". Klickt man darauf, beginnt die Ortung. Auf dem nächsten Bildschirm eine Karte von Google Maps, auf dem der aktuelle Standort des iPhones mit einem grünen Punkt angezeigt wird, falls es zu diesem Zeitpunkt eingeschaltet ist. Unserer Auffassung nach ist diese Ortung mit einer Toleranz von nur wenigen Metern sehr genau.

Eine dauerhafte Aktualisierung der Ansicht, wie man sie beispielsweise von einem Navigationsgerät im Auto kennt, findet in der iCloud nicht statt. Um den aktuellen Standort immer wieder zu ermitteln, muss man auf den halbrunden Pfeil neben "Meine Geräte" klicken. Die iCloud speichert auch kein komplettes Bewegungsprofil des Telefons ab, sondern ermittelt immer nur den aktuellen Standort. Hat man sich beispielsweise aus der iCloud ausgeloggt und ruft einige Zeit später wieder den aktuellen Standort des Telefons ab, fliegt zwar der grüne Markierungspunkt vom alten zum neuen Standort. Allerdings tut er dies nicht auf dem Weg, den das Telefon zwischenzeitlich zurückgelegt hat, sondern auf dem direkten Weg - sozusagen über "Luftlinie".

Auf der zweiten Seite verraten wir Ihnen, wie man an das aufgespürte iPhone Nachrichten senden und dieses mit verschiedenen Methoden dauerhaft unbenutzbar machen kann.

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