Der Apple AppStore für das iPhone bekommt Konkurrenz
10.03.2009 11:28
Auch auf der Jailbreak-Plattform Cydia jetzt kostenpflichtige Programme erhältlich
Vor rund einem Jahr wurde das Software Development Kit (SDK) für das
Apple iPhone und das iPhone 3G
veröffentlicht. Seit Juli 2008 können die Besitzer der
Multimedia-Handys offiziell von Apple autorisierte
Zusatz-Programme nutzen. Dabei gibt es neben kostenlosen
Applikationen auch zahlreiche kostenpflichtige Tools.
Bei Cydia gibt es jetzt auch kostenpflichtige Software
iPhone-Fans, die ihr Handy mittels Jailbreak für die Nutzung mit
Fremd-Software, die nicht von Apple freigegeben wurde, aktiviert haben, können solche Programme
über zwei Plattformen bekommen: War früher der Installer das wichtigste Tool, so sind die
meisten nicht offiziellen Applikationen inzwischen bei Cydia zu finden.
Bislang gab es auf diesem Weg vor allem kostenlose Programme. Lediglich einige Programmierer
verlangten für ihre Software Geld. Direkt in Cydia gab es kein Bezahl-System, so dass die Entwickler
über eigene Vertriebswege Lizenzen verkaufen mussten, die man beispielsweise über die Eingabe
einer Seriennummer aktivieren konnte.
Ein Cydia-Update bringt nun auch direkt auf der Jailbreak-Plattform erste kostenpflichtige
Applikationen mit sich. Schätzungen zufolge ist Cydia derzeit auf 1,7 Millionen
Exemplaren des iPhone installiert. Angesichts einer inzwischen deutlich fünfstelligen Anzahl
offizieller Zusatz-Programme, die über den Apple AppStore zu bekommen sind, ist der Jailbreak
allerdings nicht mehr so attraktiv wie für iPhone-Besitzer der ersten Stunde, für die der Hack
des Telefons die einzige Möglichkeit war, überhaupt zusätzliche Programme installieren zu
können.
Slowakische Firma Sygic plant Navigations-Software für das iPhone
Die slowakische Firma Sygic hat unterdessen
auf der CeBIT in Hannover eine Navigations-Software
für das iPhone 3G angekündigt. Details zu den Features und zur Verfügbarkeit sind noch nicht
bekannt. Bislang gibt es im AppStore von Apple nur Navigations-Software für Nordamerika.
Für jeweils 15,99 Euro sind Versionen von G-Map, so der Name
der Software, für den Westen und Osten der USA zu bekommen. Für das erste Halbjahr 2009 hat
der Anbieter Xroad auch Programm-Versionen für weitere Regionen - so auch für
Europa - angekündigt.