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iPhone 7 mit "Intel inside": LTE-Internet mit bis zu 450 MBit/s

Apple will beim iPhone 7 LTE-Modems von Intel und Qualcomm einsetzen. Der mobile Internet-Zugang soll mit höherer Geschwindigkeit als mit den bisherigen iPhone-Generationen möglich sein.
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iPhone 7 mit LTE-Modem von InteliPhone 7 mit LTE-Modem von Intel Bereits vor einem Jahr gab es erste Hinweise darauf, dass das iPhone 7 mit Technik von Intel ausgestattet sein könnte. War dieser Generation des Apple-Smartphones seinerzeit noch ziemlich weit weg, so dürfte die Produktion der Geräte bereits demnächst beginnen, um zum voraussichtlichen Marktstart im September bereits ein gewisses Kontingent vorrätig zu haben, sodass Interessenten möglichst kurze Wartezeiten auf ihr Wunschmodell in Kauf nehmen müssen.

Nun gibt es erneut Hinweise darauf, dass Apple anders als in der Vergangenheit nicht mehr ausschließlich Technik von Qualcomm für den mobilen Internet-Zugang einsetzt, sondern zusätzlich entsprechende Hardware von Intel zukauft. Im vergangenen Herbst kursierten Branchengerüchte, nach denen der Chip-Produzent mehr als 1000 Mitarbeiter abgestellt habe, um ein für die Smartphones von Apple passendes LTE-Modem zu produzieren.

Wie das indische Onlinemagazin Gadgets 360 unter Berufung auf Analysten berichtet, die sich wiederum auf Zulieferkreise berufen, sollen etwa 30 bis 40 Prozent der Modems für die kommende iPhone-Generation von Intel kommen. Die restlichen Chips werden demnach weiterhin von Qualcomm geliefert, wobei die Leistungsdaten der Komponenten vergleichbar sein sollten, zumal sich Käufer kaum zwischen einem Qualcomm- und einem Intel-Chip entscheiden können.

LTE Cat. 10 bei der nächsten iPhone-Generation

Von Intel soll der XMM 7360 als Modem für iPhone 7 und iPhone 7 Plus dienen. Dieser beherrscht LTE der Kategorie 10. Das bedeutet, dass der mobile Internet-Zugang mit bis zu 450 MBit/s im Downstream und 100 MBit/s im Upstream möglich sein wird. iPhone 6S und iPhone 6S Plus beherrschen LTE der Kategorie 6. Damit ist die Performance auf 300 MBit/s im Downstream bzw. 50 MBit/s im Upstream begrenzt.

Sollten sich die Hinweise auf das LTE-Modem von Intel bestätigen, dass würde Apple seiner bisherigen Maxime treu bleiben, nicht die allerneueste Hardware für die Herstellung des Internet-Zugangs beim iPhone einzusetzen. Theoretisch gibt es nämlich auch schon die Möglichkeit, Chips einzusetzen, die sogar Downloads mit bis zu 600 MBit/s sowie Uploads mit maximal 150 MBit/s ermöglichen.

Aktuell sind allerdings zumindest in Deutschland die Mobilfunknetze noch gar nicht für derart hohe Übertragungsgeschwindigkeiten ausgelegt. Einzig die Deutsche Telekom unterstützt punktuell theoretisch bis zu 300 MBit/s im Downstream. Bei Vodafone beträgt die maximale Geschwindigkeit 225 MBit/s, während Telefónica Carrier Aggregation bislang nur testet, aber nicht vermarktet. So sind die Tarife des Unternehmens aktuell auf 50 MBit/s begrenzt.

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