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Test: Mobiles Internet mit iPhone 6 und iPhone 6 Plus im o2-Netz

Wir haben den Internet-Zugang mit iPhone 6 und iPhone 6 Plus im Mobilfunknetz von o2 einem Test unterzogen und berichten über Einrichtung, Performance und ein Problem, das speziell im Netz des Münchner Betreibers auftritt.
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In den vergangenen Wochen haben wir uns die mobile Internet-Nutzung mit iPhone 6 und iPhone 6 Plus in den Mobilfunknetzen der Deutschen Telekom und von Vodafone einem Test unterzogen. In dieser Woche waren wir mit den beiden aktuellen Smartphones von Apple im Mobilfunknetz von o2 unterwegs, um hier ebenfalls die Qualität des Internet-Zugangs zu testen.

Auch den Test im o2-Netz haben wir im Rhein-Main-Gebiet durchgeführt, so dass es vergleichbare Bedingungen wie bei den Versuchen in den beiden älteren deutschen Mobilfunknetzen gab. Für die Messungen im o2-Netz hatten wir MultiCards zur Verfügung, die wir parallel im iPhone 6 und im iPhone 6 Plus eingesetzt haben.

o2 mit rührigem LTE-Ausbau

Mobiles Internet mit iPhone 6 im o2-Netz getestetMobiles Internet mit iPhone 6 im o2-Netz getestet o2 ist in unserem diesjährigen Netztest negativ aufgefallen, da der UMTS-Ausbau in ländlichen Regionen deutlich hinter dem der Mitbewerber zurückbleibt. Dadurch standen oft nur EDGE oder GPRS zur Verfügung, so dass die Surfgeschwindigkeit zu wünschen übrig ließ. Allerdings verzeichnen wir mittlerweile einen immer umfangreicheren LTE-Ausbau, der über die ursprünglichen Highspeed Areas hinaus auch in die Fläche geht.

Der Münchner Netzbetreiber hat seinen LTE-Ausbau allerdings deutlich später als Vodafone und Telekom gestartet. Demnach wird noch nicht der Versorgungsgrad der Mitbewerber erreicht. Auch die Performance, die die beiden D-Netze anbieten und die die aktuelle iPhone-Generation unterstützt (LTE Cat. 4 mit bis zu 150 MBit/s), ist bei o2 nicht einmal ansatzweise möglich.

Maximal 50 MBit/s im Downstream

Internet-Zugang im o2-Netz wird automatisch konfiguriertInternet-Zugang im o2-Netz wird automatisch konfiguriert o2 hat sich beim LTE-Ausbau zunächst auf seinen 10-MHz-Frequenzblock im Bereich von 800 MHz konzentriert und nur punktuell auch den 2 600-MHz-Bereich eingesetzt. Wie Vodafone verfügt auch o2 derzeit über keine LTE-Frequenzen auf 1 800 MHz, während sich 2 600 MHz aufgrund der Ausbreitungsbedingungen nicht für eine Flächenversorgung eignet.

Demnach ist es nachvollziehbar, dass der Münchner Telekommunikationsdienstleister zunächst auf 800 MHz setzt. Nachteil: Hier reicht die Kapazität nur für rund 73 MBit/s. In der Praxis vermarktet o2 derzeit Tarife, die für maximal 50 MBit/s freigegeben sind. Einen solchen Tarif, den Blue All-in XL Professional, hatten wir für den Test zur Verfügung.

Auf Seite 2 berichten wir darüber, wie schnell der Internet-Zugang mit iPhone 6 und iPhone 6 Plus während des Tests im o2-Netz wirklich war und welches Problem das Surf-Vergnügen deutlich getrübt hat.

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