Zwischenbilanz

iPhone 5: Der erste Monat mit dem neuen Apple-Smartphone

Lange Akku-Laufzeiten, keine Kratzer, Probleme mit Datenverbindungen
AAA

Am 21. September ging das iPhone 5 von Apple in Deutschland in den Verkauf. Wir haben das sechste iPhone-Modell von Apple seit diesem Termin im täglichen Einsatz und wollen nach dem ersten Monat der Nutzung ein kurzes Zwischen-Fazit ziehen, nachdem wir ja bereits kurz nach der Markteinführung einen Test-Bericht zum aktuellen Smartphone mit dem iOS-Betriebssystem von Apple veröffentlicht haben.

Datenblätter

Was uns im täglichen Vergleich mit anderen aktuellen Smartphones wie dem HTC One XL oder dem Nokia Lumia 800 immer wieder auffällt: Das iPhone 5 hat einen sehr lauten und gut klingenden internen Lautsprecher. Natürlich kommt bei den kleinen Lautsprechern eines Smartphones kein echter Musik-Genuss auf. Für die musikalische Begleitung auf dem Nachttisch im Hotelzimmer oder zum Hören von Podcasts reicht es aber in jedem Fall. Hier schnitten die Vergleichs-Geräte etwas schlechter ab, während ein Blackberry Bold 9790 einen ähnlich guten Sound wie das iPhone bietet.

Gute Sprachqualität und guter Mobilfunkempfang

Ein Monat iPhone 5Ein Monat iPhone 5 Auch die Sprachqualität bei Telefonaten ist sehr gut. Nur hin und wieder klingt die Stimme des Gesprächspartners ein bisschen elektronisch. Dieser Effekt war beim iPhone 4S nicht zu beobachten. Während das HTC One XL ebenfalls eine gute Sprachqualität bei Telefongesprächen bietet, klingt das Nokia Lumia 800 deutlich schlechter.

Der Mobilfunkempfang des iPhone 5 ist überdurchschnittlich gut. Wir haben den Test im Süden von Fuerteventura in einer Gegend mit schwacher Netzabdeckung gemacht. In Cofete, einem weit abseits der Zivilisation liegenden Ort, zeigten das HTC One XL und der Blackberry Bold 9790, der eigentlich ebenfalls einen guten Mobilfunk-Empfänger besitzt, nur "Netzsuche" an. Das iPhone 5 buchte sich mit zwei Balken auf dem S-Meter des Telefons ins UMTS-Netz von Vodafone Espana ein und wir konnten E-Mails verschicken und empfangen.

Dennoch weist die Mobilfunk-Schnittstelle des iPhone 5 einen Fehler auf, der sich möglicherweise durch ein Software-Update für das Baseband beheben lässt: Immer wieder kommt es vor, dass trotz ausreichendem Netzempfang keine Datenverbindung hergestellt wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Handy im GSM- oder UMTS-Netz eingebucht ist. Im LTE-Netz der Deutschen Telekom trat der Effekt nicht auf.

Teilweise reichte es aus, einfach ein paar Minuten zu warten, bis der Datenträger (o für GPRS, E für EDGE oder 3G für UMTS/HSPA) wieder verfügbar war. In anderen Fällen mussten wir das iPhone 5 kurz in den Flugzeugmodus versetzen und anschließend die Netzverbindung neu herstellen, um den Online-Zugang wieder zu ermöglichen.

Manueller Verzicht auf UMTS mit Telekom-SIM nicht möglich

Als störend empfanden wir im Test mit einer Nano-SIM-Karte der Deutschen Telekom die fehlende Möglichkeit, manuell auf die Nutzung des UMTS-Netzes zu verzichten. Gerade auf Reisen im Auto oder im Zug wird die Akku-Kapazität unnötig belastet, wenn die automatische Umschaltung zwischen GSM und UMTS aktiv bleibt und das Handy immer wieder zwischen diesen Netzstandards wechselt.

Es kommt dazu, dass das iPhone 5 "gerne" im UMTS-Netz verbleibt, auch wenn dieses nur schwach zu empfangen ist, anstatt ins GSM-Netz zu wechseln, das deutlich bessere Netzversorgung bieten würde. Dadurch ist zwar in solchen Momenten eine bestmögliche Datenübertragung gegeben. Dafür muss man Abstriche bei der telefonischen Erreichbarkeit machen.

Auf Seite 2 lesen Sie mehr zu unseren Erfahrungen mit dem LTE-basierten Internet-Zugang, zur Akku-Leistung des iPhone 5 und zur Zubehör-Verfügbarkeit für den neuen Lightning-Anschluss.

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