Schüler-Tablet

Apple: Kommt das iPad Mini im Oktober?

Vier Millionen iPad Mini sollen pro Monat produziert werden
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Kingerechte Halterungen für das iPad Mini sind jedenfalls schon vorhanden.Kingerechte Halterungen für das iPad Mini sind jedenfalls schon vorhanden. Keine Frage, mit der Strategie konsequenter Nicht-Ankündigungen hat Apple die ideale Masche gefunden, um immer im Gespräch zu bleiben: Zahlreiche Appleflüsterer sammeln fleißig Indizien, um daraus immer neue Gerüchte zu extrahieren, von denen sich das eine oder andere hinterher als wahr erweisen könnte. Noch immer ist das Apple-Event am 12. September nicht offiziell bestätigt, einschlägige Kreise sind sich mittlerweile aber sicher, dass es sich bei diesem Datum um den Ankündigungs-Termin des iPhone 5 handeln wird - oder wie immer der Nachfolger des iPhone 4S auch sonst heißen soll.

Dafür spricht aus deutscher Sicht auch die Tatsache, dass die Telekom, Vodafone und o2 vor einigen Tagen die üblichen Vorregistrierungs-Aktionen aufgelegt hatten, bei denen sich interessierte Kunden entweder ein "Premierenticket" (bei der Telekom) für das neue iPhone-Modell sichern oder sich unverbindlich per E-Mail informieren lassen können, wann das begehrte neue Modell tatsächlich zu bestellen sein wird. Mittlerweile wurden die Aktionsseiten aber wieder abgeschaltet - was natürlich auch den simplen Hintergrund haben kann, dass es bereits jetzt so viele Interessenten gibt, dass die Wartezeiten schon wieder unerträglich lang zu werden drohen.

Wie auch immer, inzwischen wird sogar über einen zweiten Vorstellungstermin in absehbarer Zeit spekuliert, an dem dann ein weiteres Apple-Gerät vorgestellt werden soll, von dem ebenfalls noch nicht offiziell bestätigt wurde, dass es überhaupt kommen wird: Das iPad Mini. Die Gerüchte über ein kleineres Tablet aus dem Hause Apple sind zwar schon so alt wie das iPad selbst - bislang wurde allerdings genauso lange kolportiert, dass Apple selbst überhaupt kein Interesse daran habe, eine Art Zwitter aus iPhone und iPad auf den Markt zu bringen.

Ein kleines, günstiges Tablet für Schüler

Vor einigen Wochen preschte bereits der Branchendienst Bloomberg vor und behauptete, dass Apple ein 7-Zoll-Tablet auf den Markt bringen werde, und zwar für Apple verhältnismäßig günstige 250 Dollar. Bislang hieß es allerdings immer, dass Steve Jobs selbst ein kleineres Tablet aus dem Hause Apple als "Totgeburt" bezeichnet haben soll. Neuerdings ist aber zu lesen, dass Jobs das Mini eigentlich gut fand. Durch den Patentprozess, mit dem sich Apple und Samsung gegenseitig überziehen, sind einige Interna bekannt geworden - so auch entsprechender E-Mail-Verkehr zwischen dem Apple-Chef und verschiedenen Verantwortlichen bei Apple. Vor wenigen Tagen erst berichtete die taiwanesische Nachrichtenagentur DigiTimes, dass der bewährte Technologie-Partner Foxconn das iPad Mini produzieren soll - und dass die Produktion hochgefahren werde, angeblich sollen vier Millionen der Minis pro Monat vom Band laufen. Das ist selbst für Apple eine gewaltige Menge.

Wer soll also die ganzen Mini-iPads kaufen? Denn es gibt bereits interessante Geräte in diesem Format, etwa das Nexus 7, die 7-Zoll-Modelle aus Samsungs Galaxy-Tab-Reihe oder das Kindle Fire. Möglich, dass Apple auf eine Zielgruppe setzt, die sich garantiert für ein kleineres, leichteres und vor allem deutlich günstigeres iPad begeistern wird, wenn man ihr nur eins in die Hände geben würde: Schulkinder.

Apple wirbt bereits seit einiger Zeit für den Einsatz des iPad im Klassenzimmer und stellt selbstverständlich auch entsprechende Apps bereit. Mit iPad in der Schule existiert auch längst eine Plattform, auf der Projekte für den Einsatz des Apple-Tablets in der Schule vorgestellt und diskutiert werden können. Wenn Apple hier den Fuß in die Tür des durchaus lukrativen Bildungsmarktes bekommen kann, ist ein Millionen-Absatz des kleinen iPads fast schon garantiert.

Wir sind jedenfalls gespannt, was Apple uns in den kommenden Wochen und Monaten präsentieren wird. Wenn das iPad Mini im Oktober tatsächlich vorgestellt wird und somit rechtzeitig in die Läden kommt, um als Weihnachtsgeschenk unterm Baum liegen zu können, kann gut sein, dass die Produktionskapazitäten tatsächlich gebraucht werden. Sofern der Preis stimmt.

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