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iPhone 4 und iPad 1: Neue Software iOS 4.3 im ersten Test

Schnellerer Safari-Browser und iPhone 4 als WLAN-Hotspot
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iOS 4.3. auf dem iPadiOS 4.3. auf dem iPad Wie berichtet gibt Apple am kommenden Freitag, 11. März, parallel zur Markteinführung des iPad 2 in den USA das neue Betriebssystem iOS 4.3 frei. Die Golden-Master-Version dieser Firmware, die in der Regel der Software entspricht, die schlussendlich an die Endkunden ausgegeben wird, ist für Entwickler bereits gestern Abend freigegeben worden.

Wir haben die Gelegenheit genutzt, iOS 4.3 auf dem iPhone 4 und auf dem iPad 1 zu installieren. Voraussetzung ist neben den Installationsdateien iTunes 10.2 auf dem PC oder Mac. Mit einer älteren Version der Medienverwaltungssoftware von Apple schlägt der Versuch, die neue Firmware zu installieren, fehl.

Installation innerhalb von 15 Minuten

Ist iTunes 10.2 auf dem Rechner installiert, so geht die Installation des aktualisierten Betriebssystems schnell von der Hand. Auf dem iPhone 4 nahm der gesamte Vorgang keine 15 Minuten in Anspruch. Auf dem iPad dauerte es deutlich länger. Grund: Bei der ersten Medien-Synchronisierung nach dem Update werden alle auf dem Tablet vorhandenen Fotos neu optimiert. Auf unserem iPad sind rund 2 400 Bilder gespeichert, so dass die Bearbeitung rund 30 Minuten in Anspruch nahm.

Alle Einstellungen blieben auf iPhone und iPad erhalten. Zudem läuft das Betriebssystem auf beiden Geräten "gefühlt" etwas schneller als zuvor. Gelegentliche Abstürze der E-Mail-Anwendung, die wir zuvor vor allem auf dem iPad beobachteten, waren nach dem Update auf die Golden-Master-Version von iOS 4.3 nicht mehr zu beobachten.

Ebenfalls auf dem iPad wurde ein Fehler behoben, der sich seit Einführung von iOS 4.2.1 bei der iPod-Applikation eingeschlichen hat. So wurden die Podcast-Folgen immer doppelt abgespielt. Jetzt springt der iPod im iPad wieder korrekterweise zur jeweils nächsten Folge des Podcasts weiter.

Personal Hotspot auf dem iPhone mit Sicherheitslücken

iPhone 4 als Personal HotspotiPhone 4 als Personal Hotspot Spannende Neuerung auf dem iPhone 4 ist die Einführung des Personal Hotspots. Damit lässt sich das Apple-Handy - wie auch viele andere aktuelle Smartphones - jetzt auch als WLAN-Hotspot für bis zu fünf andere Smartphones, Tablets oder Laptops verwenden. Wer beispielsweise ein iPad besitzt, das nur über ein WLAN-Modul, nicht aber über eine Mobilfunk-Schnittstelle verfügt, kann dieses nun mobil über das iPhone 4 als Hotspot online bringen.

Negativ fällt bei dieser Funktion auf, dass sich der Name iPhone 4 für das WLAN-Netzwerk nicht ändern lässt. Zudem wird das (änderbare) WLAN-Kennwort im iPhone-Menü im Klartext dargestellt, so dass dies von Unbefugten aufgeschnappt werden könnte, wenn der iPhone-Besitzer den Hotspot ein- oder ausschaltet.

Ansonsten hinterlässt iOS 4.3 sowohl auf dem iPhone 4, als auch auf dem iPad einen guten Eindruck. Die Software läuft sehr stabil und kleinere Performance-Probleme, die nach Einführung von iOS 4.2.1 auftraten, gehören der Vergangenheit an und auch bisherige Fehler wurden behoben. Ob sich dafür neue Bugs eingeschlichen haben, lässt sich derzeit noch nicht sagen.

Vorsicht vor der Beta-Firmware

Die Installationsdateien der Golden-Master-Version von iOS 4.3 sind frei im Internet verfügbar. Dennoch empfiehlt es sich, auf die von Apple freigegebenen Versionen zu warten, die am kommenden Freitag verfügbar sind. Die jetzigen Vorab-Varianten, die neben der GSM-Version des iPhone 4 und dem iPad auch für das iPhone 3G S und für die iPod-touch-Versionen der dritten und vierten Generation zur Verfügung stehen, sind von Apple nicht freigegeben. Wer diese installiert, riskiert demnach den Verlust der Hersteller-Garantie.

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