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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | teltarif.de | 17.03.2010 |
Der Vorsitzende der Piratenpartei Deutschland, Dirk Hillbrecht, hat die
Wirksamkeit der in dem neuen Zugangserschwerungsgesetz
verankerten Internet-Sperren infrage gestellt. In der
Phoenix-Sendung "Unter den
Linden" sagte er: "Was nutzt das Stopp, wenn ich um das Stoppschild einfach
drumherum kucken kann? Das ist ja genau der Punkt bei der
Zugangserschwernisgesetzgebung: Diese technische Umgehung ist ja ganz einfach
möglich." Wenn man hingegen Inhalte aus dem Netz entferne, dann könne man auch
nicht mehr darauf zugreifen, so Hillbrecht. "Das Problem ist, dass mit dieser
Stoppschild-Diskussion und mit diesen so genannten Netzsperren eine Infrastruktur
und Mechanismen im Internet etabliert werden, die es nachher erlauben, beliebige
Inhalte zu sperren", so der Vorsitzende der Piratenpartei.
Ebenfalls in der Sendung verteidigte der Staatsrechtler Rupert Scholz (CDU) die neue Gesetzgebung: Die Unterscheidung beim Internet zwischen demjenigen, der die Texte eingebe und dem, der sie abrufe, sei ein wichtiger Punkt. "Das Internet ist international und es ist total anonym (...). Und diese internationale Anonymität führt dazu, dass man Kriminalität nicht auf der Ebene derer, die sie produzieren, wirksam bekämpfen kann." Deshalb müsse und könne eine nationale Rechtsordnung gar nicht anders reagieren, als dass sie bei bei den Bürgern ansetze, "die unserem Strafrecht direkt unterstehen". Mit Blick auf Hillbrechts vorangegangenen Äußerungen sagte Scholz: "Mit Ihrer These, zu sagen: Es muss bei den Produzenten oder denen, die das da einspielen, angesetzt werden - damit machen Sie die Tür auf für eine Kriminalität internationaler Art, die wir überhaupt nicht mehr packen können." Weitere Meldungen zum Thema Internet-Sperren
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