Internetradio

Fritz! WLAN-Repeater im Test: Internet-Radio auf UKW übertragen

Das Lieblingsprogramm aus dem Netz im herkömmlichen Radio
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Mit dem Fritz! WLAN Repeaters N/G ist es möglich, Internetradio-Streams auf einer frei wählbaren UKW-Frequenz in Haus oder Wohnung zu übertragen, ohne dass hierfür ein WLAN-Internetradio angeschafft oder der PC eingeschaltet sein muss. Voraussetzung hierfür ist, dass mindestens Firmware-Version 68.04.83 im Router installiert ist, erhältlich ist diese bei AVM bzw. über die Update-Funktion im Repeater. Doch wie gut funktioniert die Übertragung und wo liegen die Schwachstellen? teltarif.de hat sich den Repeater in punkto Übertragung von Internetradios in den letzten Wochen genauer angesehen.

Zunächst: Primär wurde der Repeater N/G vom Berliner Hersteller AVM entwickelt, um WLAN-Signale zu verstärken. Die Möglichkeit Tonsignale und damit auch Internetradio über einen eingebauten UKW-Mini-Sender zu verbreiten stellt lediglich eine Zusatzfunktion dar.

Software übernimmt Installation

Der Fritz-WLAN-Repeater bietet einen eingebauten UKW-SenderFritz-WLAN-Repeater Der Repeater kann entweder automatisch per WPS eingerichtet werden oder manuell mit Hilfe spezieller Software, die auf der AVM-Website heruntergeladen werden kann. Freilich ist der Besitz eines WLAN-Routers Grundvoraussetzung, dieser muss aber nicht WDS-fähig sein, denn der Repeater kann auch als normaler WLAN-Client angemeldet werden und so trotzdem als Repeater fungieren. Für die Verbindung zum Repeater muss der WLAN-Router mindestens den Verschlüsselungsstandard WPA unterstützen, der WLAN-Access-Point und -Client auf automatische IP-Adressvergabe (DHCP) sowie der Netzwerkname (SSID) des WLAN-Access Points auf sichtbar eingestellt sein.

Ist der Repeater im Netzwerk eingerichtet, steht ab sofort ein Zugang zum Portal fritz.repeater zur Verfügung, das über den Browser erreichbar ist. Unter dem Punkt "Audio" und dem Unterpunkt "Audioausgabe" kann der User den UKW-Sender einschalten. Per Suchlauf, der vom Computer aus gesteuert werden kann, sollte der Repeater eigentlich nach freien UKW-Frequenzen forschen. Diese Funktion ist jedoch nicht unbedingt empfehlenswert, denn in unserem Test hat das Gerät auch Frequenzen vorgeschlagen, die bereits von mittelstark einfallenden Sendern belegt waren. Sinnvoller ist es, mit einem UKW-Radio Ausschau nach einer tatsächlich freien UKW-Frequenz zu halten und diese in der Software manuell einzustellen. Anschließend kann mittels der Software eine Radio Daten (RDS)-Anzeige programmiert werden, etwa mit dem Namen des zu übertragenden Senders.

Streamadresse muss manuell eingegeben werden

Nach abgeschlossener UKW-Konfiguration ist festzustellen, dass die AVM-Software im Unterpunkt "Internetradio" leider nur eine sehr begrenzte Vorauswahl von vier Internetstreams anbietet. Die Lieblingsstationen müssen somit noch selbst hinzugefügt werden. Dies ist etwas aufwändig, denn die AVM-Software verlangt die Eingabe der vollständigen Stream-Adresse. Viele Radiostationen streamen auf ihren Internetseiten über integrierte Player, so dass es nicht einfach ist, die zugehörige Stream-Adresse heraus zu finden. Häufig hilft ein Blick in den Quelltext der Internet-Website. Es gibt aber auch Webseiten im Internet, in denen die kompletten Streaming-Adressen gelistet sind. Sehr umfangreich ist hier etwa das Portal vtuner.com. Leider unterstützt die aktuelle Firmware des Fritz-Repatears nur Streams im MP3-Verfahren, die ebenfalls weit verbreiteten Windows Media- oder Real Audio-Streams lassen sich über das Gerät nicht wieder geben. Nach Eingabe der Streaming-Adresse ordnet die AVM-Software die Station in einer eigenen Tabelle ein. Hier kann nun der Stream gestartet werden.

Wie gut der Empfang der Internetradios ist, die durch den Repeater per UKW gesendet werden und ob dieser mit WLAN-Radios mithalten kann, lesen Sie auf der zweiten Seite.

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