Bei
Breitband-Internetanschlüssen denken viele
sofort an
DSL. Andere breitbandige Technologien
wie
UMTS/
HSDPA/
LTE,
Internet via Satellit
und eben auch das
Fernsehkabel
stehen im Schatten der auf Kupferkabeln basierenden
DSL-Technik. Während zum Beispiel das vergleichsweise teure
Breitband via Satellit als Notlösung für DSL-lose ländliche
Regionen gilt, wollen die Kabelnetzbetreiber den
DSL-Anbietern erhebliche Marktanteile abringen und investieren Milliarden von Euro
in den Ausbau ihrer Netze.
Internet über Kabel: Technik und Dienste
Über das Kupfer-Koaxialkabel können nicht nur Rundfunk- und Fernsehinhalte transportiert, sondern
auch Telefon- und Internet-Dienste
genutzt werden. Da dann aber nicht nur Daten empfangen, sondern auch versendet
werden, muss das Netz für Telekommunikationsdienste erst rückkanalfähig ausgebaut
werden. Gleichzeitig wird vielerorts die Übertragungsbandbreite der Leitungen von
470 MHz auf 862 MHz erhöht, um sie leistungsfähiger zu machen.
Wie der nebenstehenden Tabelle zu entnehmen ist, bieten die Kabel-Provider sehr hohe Maximal-Bandbreiten.
Garantieren können sie die versprochenen Datenübertragungsraten jedoch nicht - trotz teilweise anders lautender
Werbeaussagen. Das TV-Kabelnetz ist ein so genanntes Shared Medium,
so dass die wirkliche Geschwindigkeit auch vom Surfverhalten der anderen Nutzer abhängig ist.
Trotzdem: Wer sich einen 100-MBit/s-Kabel-Anschluss bucht,
wird sehr schnell im Internet unterwegs sein - wenn auch nicht mit 100 MBit/s.
Gemessen an der möglichen Datenübertragungsrate besitzt das Kabel-Internet gute
technische Voraussetzungen als multimediafähiges Allzweck-Kabel, wobei in Tests
noch weitaus höhere Datenraten erreicht werden.
Somit funktionieren auch anspruchsvolle Anwendungen wie hochauflösendes Fernsehen (HDTV) und Internetfernsehen (IPTV)
sowie größere Downloads problemlos - oder auch
mehrere dieser Dienste parallel. Ein beliebtes Schlagwort ist
Triple Play:
Telefon, Internet und Fernsehen gebündelt über eine Leitung. Der Vorteil
der Kabelnetzbetreiber gegenüber den DSL- oder
Vollanschluss-Anbietern: Sie müssen keine
TV-Inhalte mehr einkaufen.
Für das Telefonieren reservieren die Anbieter in der Regel Leitungskapazitäten,
so dass die Gesprächsqualität immer gewährleistet sein sollte - zumindest
in der Theorie ist dies technisch möglich, natürlich kann es Probleme bei der technischen Umsetzung durch den Anbieter geben.
Darüber hinaus bietet der Kabel-Telefon-Anschluss bekannte Leistungsmerkmale wie
Rufnummernübermittlung, Dreierkonferenz, Anklopfen, Rückfragen, Makeln und einen
netzbasierten Anrufbeantworter.
Per Kabel immer mit dem Internet verbunden
Da das Internet über Kabel als Standleitung funktioniert, bleibt
der Nutzer nach dem Einschalten der Hardware ohne Zwangstrennung ständig online -
was mit der entsprechenden Router-Einstellung allerdings auch bei DSL möglich ist.
Ein weiterer Vorteil des Breitband-Internets über das TV-Kabel gegenüber DSL
sind in der Regel kürzere Ping-Zeiten.
Auf der folgenden Seite erfahren Sie, wie es um die Verfügbarkeit von Breitband via Kabel bestellt ist.