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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 24.05.2013 |
DOCSIS 3.0: Internet mit mehr als 100 MBit/s im KabelnetzWir zeigen, wie Kabelnetz-Anbieter mit DOCSIS die Geschwindigkeit hochschrauben
Internet-Zugänge werden immer schneller. Noch schneller als VDSL- und DSL-Technologie sind aktuell Kabel-Internet-Zugänge mit möglichen Datenraten von mehr als 100 MBit/s im Downstream. Möglich macht dies im Kabelnetz der Datenübertragungsstandard DOCSIS 3.0 (Data Over Cable Service Interface Specification). Mit der europäischen Variante EuroDOCSIS 3.0 sind sogar theoretisch Übertragungen mit bis zu 400 MBit/s denkbar. Wir zeigen Ihnen die Technik hinter dem Standard.
Schrittweise Anpassung des Standards an sich ändernde Gegebenheiten
Der an die TV-Normen der Kabelnetze in Europa angepasste EuroDOCSIS-Standard bietet eine um 2 MHz auf 8 MHz ausgebaute Frequenz-Bandbreite pro Kanal für den Downstream sowie eine Frequenz-Bandbreite von 5 bis 65 MHz pro Kanal für den Upstream, erklärt Kabel Deutschland. Bei einer Modulation mit QAM-256 und bei einer Symbolrate von 6,952 MSym/s (MSym/s steht für Megasymbole pro Sekunde) ergibt sich dann für einen Kanal ein Datendurchsatz von brutto 55,616 MBit/s bzw. - unter Abzug der Vorwärts-Fehlerkorrektur - ein Datendurchsatz von netto 51,254 MBit/s. Demgegenüber steht auf der Upstream-Seite ein Durchsatz von brutto 30,72 MBit/s bei einer Modulation mit QAM-64 sowie einer Symbolrate von 5,12 MSym/s. Größere Reichweite als klassisches DSL sowie VDSLEin Pluspunkt im Vergleich zur DSL- oder VDSL-Technologie, den die Kabelnetz-Betreiber immer wieder hervorheben, ist die höhere Reichweite ihrer Infrastruktur. Die Distanz zwischen dem sogenannten Cable Modem Termination System (CMTS) und dem Kabel-Modem kann sich nach Informationen von Kabel Deutschland auf bis zu 160 Kilometer belaufen. Möglich wird diese Reichweite über das Zusammenspiel von Glasfaser- und Koaxialkabeln: Die Glasfaser übermittelt dabei Signale an zentrale Netzstellen oder auch tiefer in die Netzinfrastruktur, das Koaxialkabel indes verteilt die Signale weiter. Hierbei kann das Signal aktiv verstärkt werden. Auch bei Kabel keine garantierten Bandbreiten
Weil das Kabelnetz ein so genanntes "Shared Medium" ist, ist es auch den Kabel-Internet-Anbietern nicht möglich, die tatsächlich verfügbaren Bandbreiten zu garantieren - es verhält sich also wie bei DSL-Anbietern. Zum einen teilen sich möglicherweise mehrere Nutzer die Bandbreite an einem Kabel-Modem pro Haushalt. Zum anderen teilen sich die Anwender auch die verfügbare Bandbreite auf den Backbones. Sind Backbone oder die Backbone-Übergänge - auch Peering-Points genannt - unterschiedlicher beteiligter Anbieter überlastet, wird die für den Anwender verfügbare Datenrate reduziert. Die Anbindung des Servers, über den der Anwender gerade Downloads durchführt, kann die Datenübertragung ebenfalls bremsen. Damit sich durch eine höhere Auslastung der Kanäle durch mehrere parallel im Netz surfende Anwender nicht die Datenübertragungsraten spürbar abfallen, regelt das CMTS eine möglichst ausgewogene Lastverteilung. Wenn sich die Kapazität eines Kanals oder einer Kanalgruppe einem definierten Schwellenwert nähert, wechselt das Kabel-Modem auf einen anderen, weniger ausgelasteten Kanal. Für größere Datenraten könnte auch eine Ausweitung des Frequenzbereichs im TV-Kabelnetz von 862 MHz auf 1 GHz sorgen. Bei der internationalen DOCSIS-3.0-Variante ist diese Ausweiterung bereits vollzogen, bei EuroDOCSIS 3.0 indes unterblieb sie bisher. Auf Grund der gegebenen Bandbreite ergibt sich für das TV-Kabel eine Datenrate von maximal 6 GBit/s. Bei VDSL2 indes sind es dagegen 30 MHz Bandbreite und nur 0,1 GBit/s. Meldungen zu DOCSIS 3.0
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