
Internet, Telefon und Triple-Play über TV-Kabel
Breitband-Internet mit Datenraten bis zu
100 MBit/s und mehr, Telefonie auf Basis von Voice over Cable und
Triple-Play-Angebote mit Internet, Telefon und TV - die
Kabelnetz-Betreiber haben schon vor einiger Zeit konkurrenzfähige Angebote gegen das in
Deutschland in Sachen Breitband immer noch dominante
DSL auf
die Beine gestellt. Das sollte nicht verwundern, denn das Fernsehkabel bietet
mit seinen hohen Datenraten - die 100-MBit/s-Marke im regulären Verkauf wurde bereits genommen - ideale technische Voraussetzungen zum
multimediafähigen Allzweck-Kabel. Die
Kabel-Anbieter setzen vor allem auf eine Verschmelzung
des Internet-PC mit dem Fernseher zu einem multimedialen und
interaktiven Informations- und Unterhaltungspool: Von Video-on-Demand über
interaktives Fernsehen, Pay-TV und Servicekanäle bis hin zur
Bildtelefonie ist alles möglich.
Anders als in anderen europäischen Ländern oder in den USA, wo traditionell ein ausgeprägter Infrastruktur-Wettbewerb zwischen den Kabel- und Telefon-Netzbetreibern herrscht, spielte hierzulande das Internet über Kabel lange nur eine marginale Rolle. Seit einigen Jahren nimmt die Anzahl der Kabel-Internet-Anschlüsse jedoch stetig zu.
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Hintergrund
Kabel-Internet im Vergleich
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Das TV-Kabel war urspünglich nur für die unidirektionale Verbreitung von TV und
Hörfunk ausgelegt: Die angeschlossenen Haushalte konnten empfangen, aber nicht
senden. So mussten die Kabelbetreiber zunächst einmal die milliardenschwere
Aufrüstung ihrer Netze auf Rückkanalfähigkeit stemmen. Darüber hinaus will erst
einmal die Akzeptanz der Kunden gewonnen werden, die vielfach gar nicht wussten,
dass das Kabel mehr kann als TV und Radio in die Wohnstuben zu liefern.
Meldungen zu Angeboten via TV-Kabel 
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Breitband-Internet-Anschlüsse |
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- DSL: 84 Prozent
- Kabel: 11 Prozent
- sonstige: 5 Prozent
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Hält man sich vor Augen, dass die
technische Infrastruktur mehr als
22 Millionen Haushalte mit Breitband-Internet und Telefon über das Kabel
versorgen kann, wird klar, welches enorme Wachstumspotential hier noch
ausgereizt werden kann.
Das Kabel-Internet hat sich zur ernst zu nehmenden Alternative zu DSL
gemausert. Doch die Kabelnetz-Betreiber sind in gewisser Weise immer noch
Neulinge, die sich von ihrem angestammten Bereich des Vertriebs von TV-Inhalten
auf den Telekommunikationsmarkt vorwagen. Somit sind die Startschwierigkeiten
sowohl auf Vermarktungsebene, wo die Akzeptanz der Kunden für Internet und Telefon
über das Kabel gewonnen werden muss, als auch auf technischer Ebene - zum Beispiel
lässt die Verlässlichkeit der Kabel-Telefonanschlüsse manchmal noch zu wünschen
übrig.
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Die Telekommunikations-Anbieter auf der anderen Seite, die ihre Produktpalette
per IPTV um TV-Inhalte bereichern wollen, treffen
ihrerseits interessanterweise auf vergleichbare Probleme eines
Branchenneulings: Die Anbieter haben mitunter Probleme, ein für die Kunden interessantes
Programm-Bouquet auf die Beine zu stellen, und Marktstudien haben die hochfliegenden
Pläne der Telekommunikations-Anbieter hinsichtlich der zu erwartenden Kundenzahlen
beim Fernsehen über das Internet zunächst zurechtgestutzt.
Wenn auch mit VDSL bereits Datenraten von
bis zu 50 MBit/s im Downstream erreicht werden können, verfügen momentan nur
die wenigsten Kunden über solche schnellen Anschlüsse. Um Spitzengeschwindigkeiten
zu erreichen, muss der Kunde im richtigen Anschlussgebiet und nicht zu weit
entfernt von der so genannten Vermittlungsstelle wohnen: Je größer die zu
überbrückende Entfernung, desto mehr nimmt die Bandbreite ab. Die
Standard-DSL-Anschlussklassen weisen zurzeit zwischen 1 MBit/s und 16 MBit/s
im Downstream auf. Für das Abfragen von E-Mails, das normale Surfen, für die
Internet-Telefonie (VoIP), das Herunterladen von Dateien und für
Videostreams genügen zwar bereits Geschwindigkeiten im unteren einstelligen
MBit/s-Bereich. Will man aber hochauflösendes Fernsehen über eine DSL-Verbindung
empfangen, die gleichzeitig für Internetzugriffe und Telefonie zur Verfügung stehen
soll, sind eher Geschwindigkeiten von 16 MBit/s und aufwärts nötig.
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