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Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 10.02.2012 

Internet, Telefon und Triple-Play über TV-Kabel

Das TV-Kabel ist eine Alternative zum Breitband-Internet mit DSL


Breitband-Internet mit Datenraten bis zu 100 MBit/s, Telefonie auf Basis von Voice over Cable und Triple-Play-Angebote mit Internet, Telefon und TV - die Kabelnetz-Betreiber haben schon vor einiger Zeit konkurrenzfähige Angebote gegen das in Deutschland in Sachen Breitband dominante DSL auf die Beine gestellt. Das sollte nicht verwundern, denn das Fernsehkabel bietet mit seinen hohen Datenraten - die 100-MBit/s-Marke im regulären Verkauf wurde bereits genommen - ideale technische Voraussetzungen zum multimediafähigen Allzweck-Kabel. So schlummern seit Jahren weitreichende Konzepte in den Schubladen der Planer, die vor allem auf eine Verschmelzung des Internet-PC mit dem Fernseher zu einem multimedialen und interaktiven Informations- und Unterhaltungspool zielen: Von Video-on-Demand über interaktives Fernsehen, Pay-TV und Servicekanäle bis hin zur Bildtelefonie ist alles möglich.

Doch die Kabelbetreiber haben es nicht leicht. Anders als in anderen europäischen Ländern oder in den USA, wo traditionell ein ausgeprägter Infrastruktur-Wettbewerb zwischen den Kabel- und Telefon-Netzbetreibern herrscht, spielte hierzulande das Internet über Kabel lange nur eine marginale Rolle.

Internet über TV-Kabel Doppel-Flatrate-Rechner
Hintergrund
So gehts: Internet über Kabel
Hintergrund: Netzebene 3 & 4
Das Kabel-Internet: Eine echte DSL-Alternative?
TV, Telefon, Internet aus einer Hand: Triple Play
Kabel-Internet im Vergleich
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Das TV-Kabel war urspünglich nur für die unidirektionale Verbreitung von TV und Hörfunk ausgelegt: Die angeschlossenen Haushalte konnten empfangen, aber nicht senden. So mussten die Kabelbetreiber zunächst einmal die milliardenschwere Aufrüstung ihrer Netze auf Rückkanalfähigkeit stemmen. Darüber hinaus will erst einmal die Akzeptanz der Kunden gewonnen werden, die vielfach gar nicht wissen, dass das Kabel mehr kann als TV und Radio in die Wohnstuben zu liefern.

Noch ist die Zahl der Abonnenten von Internet und Telefon über das TV-Kabel im Vergleich zu DSL gering, die Kabelnetz-Betreiber können jedoch mit guten Zuwachsraten im Neukundengeschäft aufwarten, während das Wachstum des DSL-Marktes sich verlangsamt.

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Breitband-Internet-Anschlüsse
  • DSL: 84 Prozent
  • Kabel: 9 Prozent
  • Glasfaser/Satellit: 1 Prozent
  • sonstige: 6 Prozent
Hält man sich vor Augen, dass die technische Infrastruktur mehr als 22 Millionen Haushalte mit Breitband-Internet und Telefon über das Kabel versorgen kann, wird klar, welches enorme Wachstumspotential hier noch ausgereizt werden kann.

Das Kabel-Internet hat sich zur ernst zu nehmenden Alternative zu DSL gemausert. Doch die Kabelnetz-Betreiber sind in gewisser Weise immer noch Neulinge, die sich von ihrem angestammten Bereich des Vertriebs von TV-Inhalten auf den Telekommunikationsmarkt vorwagen. Somit sind die Startschwierigkeiten sowohl auf Vermarktungsebene, wo die Akzeptanz der Kunden für Internet und Telefon über das Kabel gewonnen werden muss, als auch auf technischer Ebene - zum Beispiel lässt die Verlässlichkeit der Kabel-Telefonanschlüsse oftmals noch zu wünschen übrig.

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Die Telekommunikations-Anbieter auf der anderen Seite, die ihre Produktpalette per IPTV um TV-Inhalte bereichern wollen, treffen ihrerseits interessanterweise auf vergleichbare Probleme eines Branchenneulings: Die Angebote gelten derzeit als technisch noch nicht ausgereift, die Anbieter haben Probleme, ein für die Kunden interessantes Programm-Bouquet auf die Beine zu stellen, und Marktstudien haben die hochfliegenden Pläne der Telekommunikations-Anbieter hinsichtlich der zu erwartenden Kundenzahlen beim Fernsehen über das Internet zunächst zurechtgestutzt.

Wenn auch mit VDSL bereits Datenraten von bis zu 50 MBit/s im Downstream erreicht werden können, verfügen momentan nur die wenigsten Kunden über solche schnellen Anschlüsse. Um Spitzengeschwindigkeiten zu erreichen, muss der Kunde im richtigen Anschlussgebiet und nicht zu weit entfernt von der so genannten Vermittlungsstelle wohnen: Je größer die zu überbrückende Entfernung, desto mehr nimmt die Bandbreite ab. Die Standard-DSL-Anschlussklassen weisen zurzeit zwischen 1 MBit/s und 16 MBit/s im Downstream auf. Für das Abfragen von E-Mails, das normale Surfen, für die Internet-Telefonie (VoIP), das Herunterladen von Dateien und für Videostreams genügen zwar bereits Geschwindigkeiten im unteren einstelligen MBit/s-Bereich. Will man aber hochauflösendes Fernsehen über eine DSL-Verbindung empfangen, die gleichzeitig für Internetzugriffe und Telefonie zur Verfügung stehen soll, sind eher Geschwindigkeiten von 16 MBit/s und aufwärts nötig.

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Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
RE: Internet über Fernsehkabel ohne ... garfield 05.02.12 15:42
RE: Internet über Fernsehkabel ohne ... einefrage 03.02.12 18:00
RE: Internet über Fernsehkabel ohne ... garfield 27.01.12 00:11
Internet über Fernsehkabel ohne ... einefrage 24.01.12 14:25
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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre