teltarif.de MOBIL · DIENSTE · TOUR
Größtes deutschsprachiges Telekommunikations-Magazin *
Newsletter für: 
Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 09.02.2012 

Viren, Würmer und Trojanische Pferde

Malware ist ein ernstes Problem für Netzgemeinde, Wirtschaft und Nutzer


Gefährlicher als Spionageprogramme oder belästigende Werbemails sind Schädlinge wie Viren, Würmer oder Trojanische Pferde. Sie können auf befallenen PC-Systemen zu einem unwiederbringlichen Verlust von Daten und zu Softwareschäden führen. Viren verstecken sich häufig in E-Mail-Anhängen, in infizierten Anwendungen oder Dateien, die aus dem Internet heruntergeladen werden; sie können aber auch über externe Datenträger wie USB-Sticks oder CD-ROM sowie über besuchte Websites verbreitet werden. Wird die Anwendung gestartet oder das Dokument geöffnet, aktiviert sich der Virus und beginnt sein zerstörerisches Wirken auf dem Rechner. Das kann vom Verändern von Bildschirminhalten oder Anzeigen von Mitteilungen bis zum Manipulieren, Zerstören oder Löschen von Daten reichen.

Virus, Wurm, Trojanisches Pferd: Was ist das eigentlich?

Gelegentlich wird "Virus" als Oberbegriff für alle drei Formen von Schädlingen verwendet, doch genau genommen ist das nicht korrekt, da es zwischen ihnen Unterschiede gibt:

  • Ein Virus ist ein kleines Programm, das sich bei der Ausführung selbst repliziert und verbreitet. Ein Virus kann schwere Schäden anrichten, kann sowohl Daten löschen als auch Programme funktionsunfähig machen - je nachdem, wozu er programmiert wurde. Der Virus funktioniert allerdings nicht völlig selbstständig: Um zu starten, muss er sich entweder in die Startroutinen der Software eines Rechners einklinken oder den Nutzer dazu bringen, ihn direkt manuell zu starten.
  • Ein Trojanisches Pferd ist ein Programm, das vorgibt, eine nützliche Funktion zu erfüllen - und dies möglicherweise auch tut -, um zugleich auf eine andere Weise aktiv zu werden, die vor dem Nutzer verborgen bleibt. Ein Beispiel wäre eine Datei, die sich als Windows-Systemdatei tarnt, aber in Wirklichkeit dazu dient, eine Internetverbindung mit demjenigen aufzubauen, der das Trojanische Pferd eingeschleust hat und auf diese Weise Zugriff auf den Rechner bekommt. Diesen kann er nun nutzen, um z.B. Software darauf zu installieren oder Informationen auszuspähen. Anders als ein Virus repliziert und verbreitet ein Trojaner sich nicht von selbst.

    Bekannt wurden auch Fälle, bei denen Hacker über eingeschleuste Software Zugriff auf Webcams erlangten und damit besonders unangenehm in die Privatsphäre vordrangen, zum Beispiel um Kinder im Kinderzimmer zu beobachten - hier hilft es, die Webcam bei Nicht-Nutzung abzuklemmen oder, wenn sie fest eingebaut ist, zu überkleben.

  • Ein Wurm ist ebenfalls ein sich selbst replizierender Schädling, der es jedoch im Unterschied zum Virus nicht dem Zufall überlässt, wann und wie er vom einen zum anderen Rechner gelangt, sondern aktiv versucht, auf andere Systeme überzugreifen. Er benötigt kein "Wirtsprogramm" wie der Virus. Bei den berüchtigten "Viren", die sich selbst als E-Mail-Anhänge an die Kontakte verschicken, die im Adressbuch des infizierten Systems gespeichert sind, handelt es sich streng genommen um Würmer.

Aktuelle Software und Virenschutz

Viren, Würmer und Trojanische Pferde
Ist der PC erst infiziert, sind viele Nutzer überfordert.
Rechner, die fürs Internetsurfen benutzt werden, sollten grundsätzlich mit aktueller Software betrieben werden, was neben dem Betriebssystem vor allem für Programme gilt, die Internetverbindungen nutzen, z.B. Browser, E-Mail-Software, Instant Messenger usw. Meist wird man von der Software automatisch darüber informiert, wenn es Updates gibt. Man sollte diese dann baldestmöglich herunterladen und installieren, denn oft werden damit Sicherheitslücken gestopft, die bereits bekannt sind und daher von Angreifern relativ einfach ausgenutzt werden können.

Desweiteren sollten Internetrechner mit einer Anti-Viren-Software ausgestattet sein, die durch regelmäßiges Updaten auf dem neuesten Stand gehalten wird. Eine solche bekommt man als Privatanwender auch kostenlos, etwa die Avira Personal Edition oder AVG Anti-Virus. Auch der Einsatz einer Personal Firewall ist ratsam, da diese Zugriffsversuche von außen auf bestimmte Ports erkennen und gegebenenfalls blockieren kann. Am wichtigsten ist es aber, im Internet entsprechend aufmerksam zu agieren, damit man sich Viren, Würmer oder Trojaner möglichst gar nicht erst einfängt.
Kostenlose AV-Programme
Vor allem sollte man keine Software aus zweifelhaften Quellen herunterladen und keine E-Mail-Anhänge von unbekannten Absendern öffnen - letzteres ist ein klassischer Verbreitungsweg von Schädlingen. Die Anhänge tarnen sich als Textdokumente, Fotos, Rechnungen etc., sind in Wirklichkeit aber ausführbare Dateien, die den Schädling aktivieren, wenn man sie öffnet. Öffnen Sie niemals einen E-Mail-Anhang, wenn Sie nicht genau wissen, worum es sich handelt, oder dem Absender vollkommen vertrauen.

Der Browser als Einfallstor

Schädlinge, die von besuchten Webseiten her übertragen werden, nutzen dazu Skriptsprachen, die dazu gedacht sind, dynamische und interaktive Inhalte zu ermöglichen - vor allem JavaScript und ActiveX. Moderne Browser geben inzwischen meist Warnhinweise aus, bevor solche Skripte gestartet werden können, und man sollte die Ausführung nur erlauben, wenn man der Webseite vertraut. Natürlich kommt es auch hier darauf an, zwielichtige Websites im Zweifelsfall gar nicht erst zu besuchen.
Das könnte Sie auch interessieren:
Dies ist jedoch nicht immer leicht einzuschätzen. Wer hier die Sicherheit erhöhen will, kann dazu die Unterstützung der jeweiligen Skriptsprachen im Browser abschalten. Bei Bedarf lassen sie sich dann für die Dauer einer Sitzung oder auch für bestimmte vertrauenswürdige Websites wieder aktivieren. Firefox-Nutzer können hierfür auf die Erweiterung NoScript zurückgreifen, Opera bietet von Haus aus ähnliche Funktionen. Im Internet Explorer kann man die relevanten Browserfunktionen unter "Extras", "Sicherheit", "Stufe anpassen" ein- und abschalten; der einfachere Weg ist es aber, den Regler für die Sicherheitsstufe auf "hoch" zu setzen. Ein spontanes Lockern der Sicherheitseinstellungen für eine vertrauenswürdige Website ist im Internet Explorer leider nicht möglich.

PDF und Flash: häufiges Ziel von Attacken

Während früher häufig empfohlen wurde, PDF- statt Office-Dateien zum Austausch von Texten zu nutzen, gelten PDF-Dokumente bzw. PDF-Reader schon seit einiger Zeit als Sicherheitsrisiko. Insbesondere Sicherheitslücken des Adobe Readers wurden für Attacken ausgenutzt, so dass selbst das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) dazu riet, auf andere PDF-Reader auszuweichen oder beim Adobe Reader JavaScript zu deaktivieren - dies wird vor allem bei der Eingabe von Daten in Formulare benötigt. Möchte der Nutzer ein Dokument nur betrachten, so entsteht aus der Deaktivierung kein Nachteil.

Auch ein zweites Adobe-Produkt entpuppte sich zunehmend als Sicherheitsrisiko: der Flash Player. Nutzer sollten auch bei diese Produkten auf regelmäßige Updates achten.

Weitere Hinweise finden Sie unseren 10 Tipps für mehr Sicherheit im Internet

Meldungen zu Viren RSS

  • Türsteher überprüft Android Market auf Schadsoftware
    App-Überprüfung - 03.02.12
    Security: Google verbannt schädliche Android-Apps
    Ein neues System überprüft zukünftig Android-Apps auf dem Android Market. Schädliche Anwendungen sollen gelöscht und ihre Rückkehr unter anderem Namen verhindert werden. mehr...
  • Russische Kriminelle haben jahrelang Facebook-Nutzer angegriffen
    Facebook-Wurm - 17.01.12
    Russische Kriminelle greifen Facebook-Nutzer über Wurm an
    Mit Hilfe des Facebook-Wurms "Koobface" haben Kriminelle aus St. Petersburg über Jahre ein Millionenvermögen ergaunert. Die Bande stand schon seit einiger Zeit unter Beobachtung internationaler Ermittlungsbehörden, doch die entscheidenden Hinweise zur Aufklärung lieferte ein deutscher Internetnutzer. mehr...
  • Rückblick: 2011 gab es so viele politisch motivierte Hackerangriffe wie noch nie
    Hackerjahr 2011 - 13.12.11
    Hacktivismus: Hacker-Angriffe sind immer öfter politisch motiviert
    Nie zuvor sind Hacker so sehr in den Blick der breiten Öffentlichkeit geraten wie in diesem Jahr. Die Aktivitäten sind so schillernd wie der Begriff. Nur eines scheint sicher: Die Attacken gehen 2012 weiter. mehr...
  • Antiviren-Hersteller stellen insbesondere Phishing beim mobilen Banking als große Gefahr dar
    Security - 16.11.11
    Smartphone-Viren sind oft nur heiße Luft
    Die Hersteller von Antivirensoftware sähen ihre Produkte gerne auf Smartphones. Darum reden sie vom Untergrundgeschäft mit mobiler Schadsoftware, von mangelndem Bewusstsein bei der Absicherung mobiler Geräte oder von einem großen Gefahrenpotenzial für mobile Geräte und deren Anwender. mehr...
  • Meldepflicht für Firmen und Banken nach Cyber-Attacken gefordert
    Meldepflicht - 14.11.11
    Meldepflicht für Firmen und Banken nach Cyber-Attacken gefordert
    Politiker fordern eine Meldepflicht für Firmen und Banken nach Cyber-Attacken. Viele Unternehmen zögern einen Angriff zu melden, aus Angst, ihr Ansehen zu verlieren. mehr...
RSS netvibes google
1 2 3 vor
© Pixel / fotolia.de Viren, Phishing, Spyware: Gefahren und Abwehrstrategien
Angebote unserer Partner

Unitymedia: Mach’s 3play: Jetzt die Kombiangebote mit DigitalTV entdecken. Jetzt zugreifen!
Anzeige:

Zwei Surf-Flatrates in einem. Jetzt bei o2 sichern
Hier klicken!
Nur 27,90€/Monat: Mobil-, Festnetz- und Internet-Flat
Werbung

hier klicken!


Hier klicken!


 
Alle Texte und Tabellen © 1997 - 2012 teltarif.de Onlineverlag GmbH
[Homepage] · [Unternehmen] · [Impressum/AGB/Ihre Daten] · [Feedback] · [Mediadaten] · [Partnerprogramm] · [Presse] · [Jobs]
*) teltarif.de registrierte zuletzt 1 200 000 Unique User pro durchschnittl. Monat
Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre