So schützen Sie sich vor Telefon- und Online-Betrug
Wer die gängigen Tricks kennt, fällt nicht auf sie herein
Vertrags- und Abofallen, Missbrauch von Sonderrufnummern und Premium-SMS,
Phishing und Betrügereien beim
Online-Shopping: Die
neuen Kommunikationsformen eröffnen auch zahlreiche Möglichkeiten, sich durch
zweifelhafte oder schlicht kriminelle Praktiken zu bereichern. Die
0190-Dialer, die den über Analog-
oder ISDN-Modem surfenden
Internetnutzern der ersten Stunde das Geld aus der Tasche zogen, sind in Zeiten
von DSL aus der Mode; Andere Tricks, unbedarften
Kunden mit Betrügereien per Telefon oder im Internet das Geld aus der Tasche zu ziehen, boomen aber mehr denn je.
Um sich gegen diese Risiken zu wappnen, ist es das Beste, sich ihrer
bewusst zu sein, so dass man eine gewisse Vorsicht walten lässt und entsprechende
Warnzeichen erkennt. Damit schützt man nicht nur sich selbst, denn
Bauernfängereien sowie Telefon- und Online-Betrug sind umso weniger profitabel,
je weniger Nutzer darauf hereinfallen.
Im Zusammenhang mit Online-Shopping und
Online-Banking wird
im Netz viel Geld verschoben. Dies weckt Begehrlichkeiten. Solange keine
Technologie zum elektronischen Identitätsnachweis
eingeführt ist, schützen nur relativ kurze Zeichenfolgen (Nutzernamen,
Passwörter, PINs) ein Konto vor fremdem Zugriff. Dementsprechend richten sich
einige Bemühungen von Kriminellen darauf, an diese Daten heranzukommen. Dies
geschieht etwa durch Phishing, also durch den Versand von E-Mails, die
vorgeben, von einer Bank oder einem anderen Finanzdienstleister zu stammen,
und den Empfänger zur Eingabe von Benutzernamen und Passwort auf einer -
ebenfalls gefälschten - Website auffordern. Eine andere Variante ist das
Ausspähen von Daten durch Hacker-Methoden. Auch
sogenannte Trojanische Pferde
kommen dabei zum Einsatz. Vor dem Zuwachs von Identitäts- und Datenklauf und
die damit verbundene Gefahr warnte im Frühjahr
2008 auch das Bundeskriminalamt.
Vertrags- und Abofallen
Web-Formulare sind oft eine nützliche Sache. Man kann mit ihnen eine Reiseroute
planen, Währungen umrechnen, Verkehrsverbindungen abfragen und vieles mehr.
Doch je nach dem, welche Daten man im Zuge einer Abfrage eingibt, bergen sie
auch das Risiko, dass mit diesen Daten Missbrauch getrieben wird. So geschieht
es etwa bei Vertrags- und Abofallen. Zur Nutzung unproblematisch wirkender
Dienste wie einer Hausaufgabenhilfe oder einem
Online-Adventskalender wird eine Registrierung
auf den entsprechenden Web-Portalen verlangt. Dass dafür horrende Beträge in
Rechnung gestellt werden oder dabei ein Abo abgeschlossen wird, erfährt der
Nutzer nur im Kleingedruckten - ähnlich wie bei den berühmt-berüchtigten
Klingelton-Anbietern. Immer wieder kommt es vor,
dass die Opfer von Vertragsfallen anschließend mit Zahlungsforderungen massiv
unter Druck gesetzt werden, so dass manche zahlen,
obwohl sie die Forderung nicht für berechtigt halten. Auch hier gilt es,
wachsam zu sein, wenn man seine persönlichen Daten übermittelt, und im Fall
von fragwürdigen Rechnungen und Mahnungen Beratung in Anspruch zu nehmen.
Internetseiten und -foren von Betroffenen sowie Verbraucherzentralen sind
hierbei gute Anlaufstellen.
Die Sonderrufnummern 0137 und
0900 (ehemals 0190) sowie
Premium-SMS-Dienste eröffnen die Möglichkeit,
kleinere Beträge einfach per Anruf oder SMS zu
bezahlen. Dies ist an sich nichts Schlechtes; wenn einem ein neuer Klingelton
fürs Handy zwei Euro wert ist oder die Teilnahme an einer TV-Abstimmung
per 0137-Televoting 50 Cent, ist dagegen nichts einzuwenden, zumal die
Bezahlung solcher Leistungen per Banküberweisung umständlicher wäre. Doch
leider tummeln sich in diesem Bereich unseriöse Anbieter. Ein Beispiel dafür
sind jene Dating-Chat-Dienste, bei denen Nutzer
1,99 Euro pro SMS zahlen, die sie an
vermeintliche andere Kontaktsuchende verschicken. Letztere sind in Wahrheit
jedoch Chat-Animateure, die dafür bezahlt werden, die Genarrten möglichst
lange und mit allen Tricks bei der Stange zu halten.
Die 0137- und 0900-Nummerngassen werden derweil zum Beispiel für
Lockvogelanrufe missbraucht. Dabei findet man eine Nachricht mit der Bitte um
einen Rückruf auf dem Anrufbeantworter, der dann allerdings nichts bringt,
aber einen Euro kostet. Erhöht wird die
Bereitschaft zum Beispiel dadurch, dass man den Opfern weis macht, sie hätten
einen Preis gewonnen und müssten einen Anruf
tätigen (und dann womöglich eine Gebühr zahlen),
um diesen in Empfang zu nehmen.
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Wachsam sein, unberechtigte Forderungen nicht bezahlen
In obiger Liste finden Sie immer die neuesten Meldungen zum Thema
Telefon- und Online-Betrug, so dass Sie sich informieren können, welche Tricks
aktuell angewandt werden und wann es sich empfiehlt, besonders misstrauisch zu sein.
Internet-Suchmaschinen sind ebenfalls eine
gute Adresse, wenn etwas verdächtigt wirkt, denn die meisten Machenschaften
sind schnell dokumentiert und werden in Foren veröffentlicht. Sollten Sie
doch einmal in die Falle gehen, ist ebenfalls Information das oberste Gebot,
bevor Sie handeln. Oft zeigt sich, dass die fragwürdigen
Zahlungsaufforderungen vor Gericht keinen Bestand
haben.
Weitere Informationen und Tipps finden Sie in unserem Themenschwerpunkt
Sicherheit im Internet.
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