Eine weit verbreitete Gefährdung der Privatsphäre im Internet stellt so genannte Spyware
dar. Durch sie werden ohne Wissen des Internetnutzers Informationen über sein
Surfverhalten und seine Systemeinstellungen oder schlimmstenfalls wichtige Daten wie
Passwörter ausgespäht. Meistens wird solche
Software zu Werbezwecken eingesetzt ("Adware"). Um sich davor zu schützen, sollten Nutzer sparsam
und vor allem mit Bedacht Software installieren und bei Downloads auf die
Vertrauenswürdigkeit der Quelle achten.
Da es praktisch kaum möglich ist, jeden Download und jede besuchte Webseite auf Herz und Nieren zu prüfen, lässt sich
nicht immer ganz vermeiden, dass Adware und Spyware ihren Weg auf den Rechner finden.
Dies ist auch nicht unbedingt illegal - es kann durchaus Teil der Lizenzvereinbarung
einer Software sein, dass gewisse Daten gesammelt und ausgewertet werden oder dass sich
der Nutzer zum Empfang von Werbung bereit erklärt. Insbesondere bei kostenloser Software
von kommerziellen Anbietern ist dies öfter der Fall.
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Ad- und Spyware entfernen: |
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Neben der Möglichkeit, das System nach Spionen zu durchsuchen und diese zu entfernen,
bieten manche Anti-Ad- und Spyware-Lösungen die Möglichkeit,
Schädlinge am Einnisten auf dem Rechner direkt zu hindern.
Eine Personal Firewall stoppt unerwünschten Datenverkehr

Internetspuren löschen
im Internet Explorer 10
Schließlich kann auch eine Personal Firewall hilfreich
sein. Auf Windows-PCs ist diese Software heutzutage nahezu selbstverständlich. Sie überwacht den ein- und ausgehenden Datenverkehr eines ans
Netz angeschlossenen Rechners und unterbindet die Verbindung gegebenenfalls für verdächtige oder unerwünschte Programme. Welche
Anwendung mit dem Netz kommunizieren darf und welche nicht, entscheidet jeweils der Nutzer. Eine Personal Firewall bietet zwar keinen 100-prozentigen Schutz gegen unerwünschte Datenübertragungen, ist aber zur Erhöhung des Sicherheitsniveaus durchaus empfehlenswert.
Ab Windows Vista kann der Nutzer durchaus auf die integrierte Firewall vertrauen. Über die Firewall bei Windows XP gibt es geteilte Meinungen. Im Windows-Sicherheitscenter gibt es die Möglichkeit, die Windows-eigene Firewall nach Wunsch zu aktivieren oder deaktivieren.
Die Surfgewohnheiten eines Users verraten auch Cookies, kleine Textdateien,
die beim Aufruf einer Website, die Cookies verwendet, auf die lokale Festplatte des
PC des Besuchers gelangen. Diese können durchaus hilfreich für den Benutzer sein,
indem sie Internet-Einstellungen für bestimmte Online-Dienste speichern und bei
erneutem Besuch die Eingabe von Passwörtern überflüssig machen oder den aktuellen
Inhalt des Warenkorbs in einem Online-Shop zwischenspeichern. Doch sie können auch
dazu genutzt werden, Informationen über Nutzer zu sammeln und Profile von ihnen zu
erstellen.
Beispielsweise über Werbebanner können auch Cookies gesetzt werden, die nicht vom Server der aufgerufenen Webseite stammen und somit
eine Sitzung des Nutzers über mehrere Webseiten hinweg verfolgen können
("Tracking Cookies"). Auf diese Weise können ggf. Informationen über die Interessen,
Gewohnheiten, Neigungen, Freizeitgestaltung usw. des Nutzers gewonnen und
gesammelt werden. Dies ist durchaus ein Risiko für den Datenschutz, obwohl
Cookies nur Textdateien sind, die von sich aus in keiner Weise aktiv werden
können.
Umgang mit Cookies und Surfspuren
Manche Cookies sind nur für die Dauer der Surfsession auf einer Seite
gültig und verfallen danach, andere bleiben Tage, Wochen oder auch Monate gültig.
Bei entsprechender Einstellung des Internet-Browsers wird der Nutzer vorab
informiert, wenn ein Cookie abgelegt werden soll. So kann er im Einzelfall
selbst entscheiden, ob ein Cookie angenommen oder abgelehnt werden soll - was allerdings recht unpraktisch ist, da Cookies so häufig zum Einsatz kommen, dass das permanente Wegklicken der
Cookie-Hinweise des Browsers schnell nervtötend wird.
Auch ein generelles Ablehnen von Cookies ist keine gute Lösung, da sich der Nutzer damit das Websurfen unnötig schwer
macht - in manchen Online-Shops zum Beispiel kann er gar nicht einkaufen,
wenn er keine Cookies zulässt. Eine bessere Lösung ist es, Cookies gelegentlich zu
löschen. Hierfür gibt es kostenlose Tools, aber auch die
Browser selbst bieten entsprechende Funktionen, mit denen nicht nur Cookies, sondern
auch andere temporäre Internet-Dateien gelöscht werden können. Dazu gehören vor allem:
- Gespeicherte Passwörter: Nutzt ein Anwender den Rechner allein, ist es sehr bequem, den
Browser die Passwörter einfach speichern zu lassen, die er zum Einloggen auf
diversen Webseiten benötigt. Auf gemeinsam genutzten PCs wird es dagegen problematisch,
und im Internet-Cafe ist es sogar gefährlich, wenn ein Browser Passwörter speichert.
Hier sollte der Nutzer alle temporären Internet-Dateien inklusive Passwörter in jedem
Fall nach Benutzung des Rechners löschen.
- Cache: Hier werden Internet-Dateien wie z.B. Grafiken zwischengespeichert, was u.a.
Ladezeit spart. Je nachdem, wie sicher der PC ist und wie viele Personen ihn eventuell nutzen,
empfiehlt sich auch hier ein gelegentliches Löschen.
- Verlauf: Hier sind die Adressen aller Webseiten gespeichert, die mit diesem Browser
und Nutzerprofil besucht wurden, wobei die Aufzeichnungen immer bis zur erstmaligen
Nutzung der Browserinstallation oder zur letzten Löschung zurückreichen. Auch dies
ist möglicherweise bedenklich, wenn mehrere Personen den Rechner nutzen.
So finden Sie die Browserfunktionen zum Löschen von Surfspuren:
| Browser |
Browserfunktionen zum Löschen von Cookies und anderen Surfspuren |
| Internet Explorer |
Menü "Extras" oder Befehlsleiste "Sicherheit", Auswahl "Browserverlauf löschen", hier mit Häkchen auswählen, was gelöscht werden soll |
| Firefox |
Menü "Extras", Auswahl "Neueste Chronik löschen", ein Klick auf den Pfeil neben "Details" öffnet eine Liste, in der ausgewählt werden kann, welche Daten (z.B. Cookies und Download-Chronik) gelöscht werden sollen, dann Klick auf "Jetzt löschen" |
| Opera |
Menü "Einstellungen", Auswahl "Internetspuren löschen", Klick auf "Individuelle Auswahl", Häkchen setzen und Button "Löschen" klicken |
| Safari |
Zahnrad-Symbol in der Befehlsleiste anklicken, Klick auf "Safari zurücksetzen" öffnet eine Liste, in der ausgewählt werden kann, welche Daten gelöscht werden sollen, dann Klick auf "Zurücksetzen" |
| Chrome |
Werkzeug-Symbol, Auswahl "Optionen", Tab "Details", Klick auf "Internetdaten löschen" öffnet eine Liste, in der ausgewählt werden kann, welche Daten (z.B. Cookies und Download-Chronik) gelöscht werden sollen, dann Klick auf "Internetdaten löschen" |
Internet Explorer,
Firefox,
Chrome und
Opera können Sie so einstellen, dass Internetdateien beim Schließen des Browsers automatisch gelöscht werden (unter "Einstellungen", bzw. "Internetoptionen" im Menü "Extras").
Viele Browser bieten mittlerweile auch einen Modus an, bei dem keine Daten für nachfolgende Nutzer hinterlassen werden.
So finden Sie die Browserfunktionen zum privaten Surfen
| Browser |
Browserfunktionen zum privaten Surfen |
| Internet Explorer |
Werkzeugleiste "Sicherheit", "InPrivate-Browsen" auswählen |
| Firefox |
Menüleiste "Extras, "Privaten Modus starten" |
| Opera |
Menüleiste "Datei", "Neuer privater Tab" auswählen |
| Safari |
Zahnrad-Symbol in der Befehlsleiste anklicken, Klick auf "privates Surfen", dann bestätigen mit OK |
| Chrome |
Werkzeug-Symbol anklicken, "Neues Inkognito-Fenster" |
Ist der private Modus aktiviert, so sind nach dem Surfen keine Informationen mehr über die Aktivitäten, die der Nutzer "privat" ausgeführt hat, zu finden. Sowohl aus Browserverlauf, temporären Internetdateien, Formulardaten und Cookies als auch gespeicherten Benutzernamen und Kennwörtern lassen sich keine Rückschlüsse auf zuvor ausgeführte Suchen oder besuchte Webseiten ziehen.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Themenspecial zur
Sicherheit im Internet.
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