Werbemüll

Spam: Digitaler Werbemüll im E-Mail-Postfach

Das größte Ärgernis für jeden Nutzer des Kommunikationsmediums E-Mail ist mittlerweile wohl das Phänomen Spam. Die moderne Variante der Postwurfsendung überflutet Mailboxen mit Angeboten für Produkte und Dienstleistungen, die niemand braucht oder verlangt hat.
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Das größte Ärgernis für jeden Nutzer des Kommunikationsmediums E-Mail ist mittlerweile wohl das Phänomen Spam. Die moderne Variante der Postwurfsendung überflutet Mailboxen mit Angeboten für Produkte und Dienstleistungen, die niemand braucht oder verlangt hat. Werden solche Werbe-Mails wahllos und in großen Mengen verschickt, spricht man von "Spamming", die Absender werden entsprechend "Spammer" genannt.

Spamming betrifft nicht nur das Medium E-Mail. Ebenso bekannt sind Belästigungen via SMS und Fax oder in Web-Foren. Nachfolgende Informationen sind allerdings auf die bekannteste Form des Werbemülls beschränkt - das E-Mail-Spamming.

Unerwünschtes Dosenfleisch

SPAMDosenfleisch: Namensgeber einer Internetplage Die Verwendung des Wortes "Spam" für digitalen Werbemüll geht wahrscheinlich auf das in den USA bekannte Frühstücksfleisch in Dosen zurück, das durch einen Monty-Python-Sketch berühmt wurde. Spam wird meist von unseriösen Geschäftsleuten versandt, die fragwürdige und manchmal schlicht illegale Waren, Geschäfte oder Inhalte anbieten. Beispiele für solche ungebetenen E-Mail-Werbesendungen sind Reklame für Pyramidenspiele oder Schneeballsysteme, "get-rich-quick"-Angebote sowie Anzeigen zum Beispiel für Viagra und weitere Medikamente, gefälschte Markenprodukte, Billig-Aktien oder schlicht Porno-Seiten.

Spamming verstopft die E-Mail-Systeme, die absolute Mehrzahl aller Mails ist heutzutage Spam. Auch für die Wirtschaft sind Spam-Mails mittlerweile ein ernsthaftes Problem. Die Kosten für Unternehmen durch Herunterladen, Aussortieren und Löschen der unverlangten Mails liegen im Milliarden-Bereich.

Selbstschutz in Sachen Spam: Prävention

Um unerwünschte Werbe-Mails versenden zu können, muss der Spammer zunächst die E-Mail-Adresse seines Opfers herausfinden. Unter Beachtung einiger leichter Regeln kann jeder E-Mail-Nutzer dafür sorgen, dass seine Adresse nicht so schnell in die Hände von Spammern fällt.

So schützen Sie Ihre E-Mail-Adresse
  • Nie auf Spam antworten
  • Nie unbedacht Links anklicken
  • Mit der E-Mail-Adresse sorgfältig umgehen
  • HTML-Mails meiden
  • Vorsicht bei Robinson-Listen
Die einfachste und wichtigste Maßnahme gegen Spam ist es, nie Antworten an den Absender oder an die im Mail-Text angegebenen Adressen zurückschicken. Vorsicht, wenn in der E-Mail Internetadressen angegeben werden. Wird auf den Link geklickt, könnte dies der Verifizierung von E-Mail-Adressen dienen. Der Nutzer sollte auch nie Links anklicken, mit denen er sich angeblich aus einer Empfängerliste entfernen kann. Der Spam-Versender kann auf diese Weise eine Bestätigung für die Existenz des betreffenden E-Mail-Kontos erhalten.

E-Mail-Adressen sollte der Nutzer nur an vertrauenswürdige Personen und Institutionen weitergegeben werden. Nach Möglichkeit sollte er das Anzeigen der Adresse in für jedenmann einsehbaren Web-Foren, Online, Profilen, etc. so weit wie möglich vermeiden werden. Auch sollte er E-Mail-Adressen nur in Formulare vertrauenswürdiger Firmen eintragen. Es kann sich lohnen, mehrere E-Mail-Adressen abgestuft nach Wichtigkeit und Einsatzzweck anzulegen und bei Bedarf eine von diesen als ständige öffentliche E-Mail-Adresse zu nutzen. Für wichtige Korrespondenz sollte der Nutzer dann natürlich eine andere Adresse verwenden. Wer E-Mails in einem gesonderten E-Mail-Programm statt auf der Webseite seines E-Mail-Anbieters liest, für den ist es sicherer, die HTML-Ansicht auszuschalten. Vermehrt enthalten Spam-Mails im HTML-Text ein Bild. Wenn man dieses Bild lädt, wird eine Verbindung zum Versender aufgebaut, der so die Richtigkeit der E-Mail-Adresse bestätigt bekommt.

Manchmal wird dazu geraten, sich in so genannte Robinson-Listen einzutragen. Wer seine E-Mail-Adresse dort hinterlegt, sollte keinen Werbemüll von denjenigen Personen oder Unternehmen erhalten, die sich dort registriert haben. Häufig zeigt der Eintrag jedoch gar keinen Effekt, im schlimmsten Fall wird bei unseriösen Anbietern dadurch die Adresse weiteren Adresshändlern zur Verfügung gestellt.

Auf den weiteren Seiten zum Thema Spam lesen Sie, wie Sie mithilfe von Spam-Filtern lästige Arbeit vermeiden können und auf welche Art und Weise Spammer technisch vorgehen, um den E-Mail-Versand zu organisieren.

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