E-Commerce

Wichtige Hinweise zum Online-Shopping

Viele Verbraucher schätzen das Einkaufen übers Internet. Damit sie beim virtuellen Einkaufsbummel keine böse Überraschung erleben, sollten sie einige Vorsichtsmaßnahmen beachten. Wir verraten Ihnen die wichtigsten Tipps und Tricks fürs Online-Shopping.
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Wichtige Hinweise zum Online-ShoppingWichtige Hinweise zum Online-Shopping Ob Handy, PC, weitere Elektronik-Artikel oder auch fast alle anderen Waren, die der Markt so zu bieten hat: Für den Kunden, der keinen persönlichen Beratungsbedarf hat, ist es durchaus bequem, vom heimischen Schreibtisch aus via Internet einzukaufen - der Besuch voller Geschäfte entfällt, zudem gibt es viele Waren online billiger als im klassischen Einzelhandel. Damit die Käufer aber beim Einkaufsbummel im Internet keine böse Überraschung erleben, sollten sie einige Vorsichtsmaßnahmen beachten. Wir verraten Ihnen die wichtigsten Tipps und Tricks für das Online-Shopping. Allgemein empfiehlt es sich immer, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Online-Shops zusammen mit dem Kaufdatum auf dem eigenen Rechner zu speichern bzw. auszudrucken, um die Kaufvertragsregelungen im Fall einer späteren Reklamation schwarz auf weiß zu haben.

Preise vergleichen

Vor dem Online-Shopping ist es sinnvoll, so viele Informationen wie möglich über ein Produkt und den Preis einzuholen, denn die Preisschwankungen sind groß und nicht immer ist der Preis im Internet am günstigsten. Dabei sollte der Kunde vor allem auf unabhängige Beratungs-Angebote, Preisdatenbanken oder Meinungsforen im Internet zurückgreifen. Bei einem Preisvergleich sollte nicht nur der Kaufpreis betrachtet werden, auch Folgekosten wie beispielsweise Versandkosten, anfallende Gebühren oder die Langlebigkeit eines Produkts sind wichtige Faktoren. Versandkosten gehören nicht ins Kleingedruckte. Angaben zu Umsatzsteuer und Versandkosten im Internethandel müssen in unmittelbarer Nähe zum beworbenen Produkt oder zum Preis mit all seinen Bestandteilen angeführt werden.

Besondere Vorsicht sollten die Verbraucher bei sehr günstigen Angeboten im Internet walten lassen. Auch ein reißerisch als Schnäppchen angepriesenes Angebot muss nicht immer das günstigste sein oder kann irgendeinen Haken haben. Beispielsweise könnte es sich hier um einen Fall von Produktpiraterie oder um ein Auslaufmodell handeln, für das kein Service mehr angeboten wird. Gerade bei technischen Geräten kann es von Bedeutung für die Folgekosten sein, ob ein Online-Shop einen lokalen oder regionalen Wartungs-, Reparatur- oder Abholservice anbietet.

Rechtzeitig bestellen

Rechtzeitiges Bestellen ist wichtig, damit der Artikel auch zum Wunschtermin geliefert wird. Vorsicht bei Online-Shops im Ausland: Die Bestellung außerhalb Deutschlands kann mehrere Nachteile mit sich bringen, etwa höhere Versandkosten oder längere Lieferzeiten. Deshalb sollten die Kunden sich genau darüber informieren, wie viel der Artikel insgesamt kostet und wie lange darauf gewartet werden muss.

Anbieter müssen Datenschutz gewährleisten

Datenschutz ist beim Online-Shopping ein weiteres Muss. Anbieter müssen gewährleisten, dass Kundendaten nicht weitergegeben werden. Ein Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zeigt, ob der Anbieter diese Garantie gibt. Sind diese unverständlich, sollte der Käufer überlegen, ob er nicht lieber anderswo einkauft. Wer sich für ein Produkt entscheidet, sollte nur kaufen, wenn seine Daten verschlüsselt übertragen werden. Ein Standardverfahren ist etwa die SSL-Verschlüsselung (Secure Socket Layer), die fast unmöglich zu knacken ist. Bei SSL signalisiert ein kleines Schloss oder ähnliches Symbol in der Statusleiste des Internet-Browsers, dass die Daten verschlüsselt übertragen werden, und die Adresse beginnt mit https (das "s" steht für "secure", also "sicher").

Bezahlen per Rechnung ist am sichersten

Ganz so einfach gestaltet sich die Lieferung von Online-Bestellungen leider nicht immer
Bild: stefo - Fotolia.com
Die Zahlungsbedingungen müssen unmissverständlich angegeben werden. Bezahlen ist per Kreditkarte oder Lastschrift vielleicht am einfachsten, aber nicht wirklich sicher: Die Bankdaten können im Internet abgefangen werden, wenn z.B. der Browser ein Sicherheitsleck hat. Bietet ein Online-Händler keine geschützte Datenübertragung an, sollten Kreditkarten- oder Bankdaten gar nicht preisgegeben werden.

Sicherer ist der Kauf per Nachnahme. Hier wird erst bei Erhalt der Ware gezahlt. Allerdings gibt es zwei Haken: Erstens kommen Nachnahmegebühren hinzu und zweitens bekommt der Kunde das Produkt in der Regel erst nach dem Bezahlen vom Postboten ausgehändigt. So kann es sein, dass er nach dem Bezahlen ein beschädigtes oder ein anderes Produkt erhält. Deswegen ist es ratsam, das Paket noch in Gegenwart des Postboten zu öffnen, so dass dieser in Schadensfällen oder bei falscher Lieferung als Zeuge bei der Reklamation dienen kann. Sollte die Ware in beschädigtem Zustand ankommen, haftet in der Regel der Versender und muss deshalb für ordnungsgemäßen Ersatz sorgen.

Absolut sicher ist dagegen die Zahlung per Rechnung, die der Ware beiliegt. Aber nicht alle Online-Shops bieten diese Zahlungsart an. Bezahlen per Vorkasse bei unbekannten Verkäufern ist nur empfehlenswert, wenn die Zahlung durch einen Drittanbieter abgesichert ist, beispielsweise durch eine seriöse Treuhandstelle oder eine Geld-zurück-Garantie eines Gütesiegel-Verleihers.

Für den Internet-Handel gelten gesetzliche Regelungen zum Fernabsatz

Wie bei allen Verbraucherverträgen gilt auch beim Einkaufen über das Internet das Recht des Staats, in dem der Anbieter seine Leistung erbringt bzw. in dem der Käufer wohnt. In Deutschland wohnende Online-Kunden können also etwaige Ansprüche vor einem deutschen Gericht klären lassen, auch wenn der Anbieter im Ausland sitzt. Auf der relativ sicheren Seite ist der Käufer außerdem bei Anbietern aus Mitgliedstaaten der EU, denn auch hier können die Entscheidungen deutscher Gerichte durchgesetzt werden.

Nach den Vorschriften für den Fernabsatz können die Kunden die erworbene Ware innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen an den Anbieter zurückgeben. Wenn der Händler die Belehrung über das Widerrufsrecht richtig gestaltet, gilt die 14-Tage-Frist auch im Online-Handel - und nicht länger.

Der Vertrag sollte im Zweifel schriftlich widerrufen werden - die Aussendung des Widerrufschreibens per Einschreiben reicht aus, damit die Frist gewahrt wird. Hat der Anbieter nicht ausdrücklich auf das Widerrufsrecht aufmerksam gemacht, verlängert sich die Frist übrigens auf sechs Monate. Die Rücksende-Kosten können die Versandhandels-Unternehmen unter bestimmten Umständen auch den Verbrauchern auferlegen - zum Beispiel, wenn der Warenwert unter 40 Euro liegt oder wenn, bei einem Preis über dieser Grenze, die Ware noch nicht bezahlt ist.

Daran erkennen Sie einen seriösen Online-Händler

Eine professionelle Homepage im Internet bedeutet nicht, dass dahinter auch ein seriöser Anbieter steht. Es bedarf schon einiger Erfahrung, um Einzelheiten wie den Sitz des Unternehmens, seine Größe, seine Seriosität sowie sein Vertragsverhalten herauszufinden. Wer sich jedoch im Vorfeld des Online-Kaufs nur unzureichend über den Online-Händler informiert hat, hat später schlechte Karten, wenn es zu Streitigkeiten mit oder um Regress-Ansprüche an den Anbieter geht. Wir zeigen Ihnen auf einer weiteren Infoseite, woran Sie in der Regel einen seriösen Anbieter erkennen.

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