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Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 11.02.2012 

Facebook-Hoax und Ketten-E-Mails: Fälle für den Löschbutton

Lästige Falschmeldungen verstopfen die Inbox


Nicht unmittelbar gefährlich, aber doch schädlich sind die sogenannten Hoaxes. Ein Hoax, auf deutsch "Jux" oder "Streich", ist eine Falschmeldung, die per E-Mail, Instant Messenger, in sozialen Netzwerken oder auf anderen elektronischen Kommunikationswegen verbreitet wird. Diese warnt zum Beispiel vor angeblich kursierenden, gefährlichen Viren oder anderen Bedrohungen im Netz, welche aber frei erfunden sind.

Weitere beliebte Varianten eines Hoax sind dramatische Spendenaufrufe für angeblich erkrankte Kinder, Rückrufaktionen für gefährliche Produkte sowie verschiedene dubiose finanzielle Angebote. Allen Falschmeldungen gemein ist, dass diese im Text dringend an den Empfänger appellieren, die Mail an möglichst alle Freunde und Bekannte weiterzuleiten - was kein guter Rat ist. Denn obwohl ein Hoax eher eine Art von mehr oder weniger schlechtem Scherz ist und es ungleich ernstere Bedrohungen im Netz gibt, ist er nicht unbedingt harmlos.

Zunächst einmal erzeugt ein Hoax unnützen Datenverkehr und verursacht der Allgemeinheit damit Kosten. Des Weiteren gab es Fälle wie den des "Teddybärenvirus" - eine Hoax-Mail berichtete von einem angeblichen Virus, der sich in einer Datei namens "JDBGMGR.EXE" verstecken sollte. Der Hoax enthielt eine Anleitung zum Auffinden und Löschen der Datei. Tatsächlich fanden Windows-Nutzer zu ihrem Schrecken im Windows-Explorer eine solche Datei mit einem Teddybären-Icon, das laut Hoax-Mail den Virus verraten sollte. In Wirklichkeit jedoch war die Datei harmlos und gehörte - samt Teddybär - zum Windows-Betriebssystem. In diesem Fall entstand durch das Löschen der harmlosen Datei auf Empfehlung der Hoax-Mail kein großer Schaden. Doch das Beispiel zeigt, welche Risiken von Falschmeldungen ausgehen können. Problematisch sind auch Ketten-E-Mails, in denen um Hilfe für erkrankte Menschen gebeten wird. Personen und Institutionen, wie zum Beispiel Krankenhäuser, deren Namen und Adressen in solchen Ketten-E-Mails genannt worden sind, werden oft über Monate und Jahre mit Unmengen von E-Mails, Faxen und Post überhäuft, die keine Hilfe sind - ob die schwer kranke Person nun existiert oder nicht.

Heutzutage hat die Flut an weitergeleiteten Hoax-E-Mails gefühlt etwas abgenommen, doch in sozialen Netzwerken wie Facebook und StudiVZ verbreiten sich solche Falschmeldungen nun noch schneller, wenn zahlreiche Nutzer unüberlegt auf den "Teilen"-Button klicken oder auf Twitter "retweeten". Hier gilt die gleiche Empfehlung wie für E-Mails: Bevor der Nutzer Meldungen weiterverbreitet, sollte er kurz per Suchmaschine recherchieren, wie es um deren Wahrheitsgehalt steht und ob es eine vertrauenswürdige Nachrichten-Quelle dafür gibt. Bei Hoax-Meldungen finden sich meistens unter den Top-Treffern gleich einige Web-Seiten, die sich auf das Aufspüren von Hoax-Meldungen spezialisiert haben.

Kettenmails sind nicht ernst zu nehmen

Hoax-Info-Seiten
Ketten-E-Mails sind grundsätzlich kein geeignetes Medium für ein ernstzunehmendes Anliegen und eine E-Mail von einem unbekanntem Absender ist niemals eine vertrauenswürdige Quelle. Auf keinen Fall sollte ein Nutzer daher in solchen E-Mails enthaltene Anweisungen oder Ratschläge befolgen, vor allem dann, wenn er dazu aufgefordert wird, Dateien zu löschen, Programme zu installieren oder E-Mails weiterzuleiten. Dies kann zu Datenverlust oder Beschädigung des PC-Systems führen und zur Belästigung und Irreführung anderer Computernutzer beitragen.

Weitere Tipps und Hinweise finden Sie in unserem Themenspecial Sicherheit im Internet.

© Pixel / fotolia.de Viren, Phishing, Spyware: Gefahren und Abwehrstrategien
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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre