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Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 15.02.2012 

So schützen Sie sich vor Dialern im Internet

Und: Was zu tun ist, wenn Sie sich einen Dialer eingefangen haben


Eine angepasste Gesetzeslage und die heutige Dominanz von Breitbandverbindungen gegenüber Internet by Call über Modem und ISDN hat den Dialer-Betreibern in Deutschland das Leben etwas schwerer gemacht - nur noch die schmale 0900-9-Gasse (oder, etwa schwerer zu erkennen, 09009 geschrieben) ist für Dialer geöffnet, und im DSL- oder Kabel-Netz funktionieren sie überhaupt nicht.

Für klassische Modem- bzw- ISDN-Nutzer ist die Gefahr trotz neuer Gasse dennoch nicht vollkommen gebannt, und wer sich absichern möchte, kann über den Einsatz von Schutzsoftware nachdenken. Solche Programme sind mittlerweile spärlich, aber nach wie vor in aktuellen Versionen verfügbar. Auch die Microsoft-eigene Lösung "Windows Defender" für Windows-Systeme findet Dialer, zudem sind weitere Anti-Spyware-Programme verfügbar, die diesen Funktionsumfang mit abdecken.

Anbieter von Dialer-Schutztools:

Direkter Dialer-Schutz bei trojaner-info.de
Anti-Spyware-Übersicht auf heise.de

Windows ist wie bei anderen Sicherheitsproblemen auch nicht zuletzt auf Grund der hohen Verbreitung das System, auf das sich Dialer-Programmierer fast ausschließlich fokussieren. Wer ein neueres Windows nutzt, wird durch ein ausgeklügelteres Rechtesystem und Rückfragen besser gegen Dialer geschützt. Nützlich ist auch, die Sicherheitseinstellungen im benutzten Browser auszuschöpfen: So empfiehlt es sich, keine automatischen Downloads zuzulassen - heutzutage eine Standardeinstellung. Seit längerem sind auch schon Programme auf dem Markt, die es erlauben, über die ISDN-Hardware gezielt Rufnummern zu sperren. Für das äußerst seltene Szenario, das trotz Breitband ein zusätzlich ein Modem oder eine ISDN-Karte betrieben wird, lohnt sich bei Breitband-Nutzung im Zweifel die Trennung vom Telefonanschluss.

DFÜ-Netzwerk regelmäßig kontrollieren

Doch abseits dieser Vorkehrungen lohnt es sich, auf weitere Details zu achten: Eine regelmäßige Kontrolle der DFÜ-Netzwerk-Einstellungen und ein kurzer Check bei jeder Einwahl, welcher Anbieter gewählt wird, sollten selbstverständlich sein. Hat sich im Ordner DFÜ-Netzwerk eine neue Verbindung installiert, von der man nicht weiß, woher sie stammt, sollte man sie besser löschen. Allerdings sollte vorher bedacht werden, dass man durch die Löschaktion auch Beweise für ein eventuelles Vorgehen gegen den Dialer-Betrüger vernichtet.

Bei manchem Link im Internet können zudem die Warnleuchten im eigenen Gehirn anspringen: Es gibt einfach Seiten, bei denen die Chance, sich einen Dialer einzufangen, signifikant erhöht ist - die entsprechenden Themenbereiche sind allgemein bekannt und gesunder Menschenverstand sowie eine gewisse Portion Vorsicht helfen hier weiter. Auch die gründliche Durchsicht der monatlichen Telefonrechnung kann hilfreich sein - wer ohnehin hohe Rechnungen hat, bemerkt den einen oder anderen kleineren Dialerbetrug am Ende gar nicht. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, für den Telefonanschluss einen Einzelverbindungsnachweis (EVN) zu beauftragen. Ihr Telefonanbieter muss einen solchen EVN in ungekürzter Standardform kostenlos zur Verfügung stellen. Erfahrungsgemäß stellen sich die Anbieter immer ein bisschen an, wenn man einen solchen Nachweis nachträglich verlangt, dass heißt nachdem ein möglicher Betrug aufgefallen ist. In diesem Fall darf der Anbieter für den Aufwand auch ein Entgelt berechnen. Wenn von Anbieterseite kein Nachweis über die Verbindung mehr möglich ist, muss der strittige Betrag unter bestimmten Umständen nicht gezahlt werden - dies gilt aber natürlich zum Beispiel nicht, wenn der Nutzer auf die direkte Löschung von Verbindungsdaten bestanden hat.

Dialer: Was Sie tun können, wenn es Sie erwischt hat

Das Wichtigste ist, dass Sie beweissichere Unterlagen sicherstellen und sammeln. Dazu gehören die Telefonrechnung und Einzelverbindungsnachweise. Wenn Sie wissen, auf welcher Seite Sie sich den Dialer "gefangen" haben könnten, notieren Sie sich die Seite oder speichern Sie, wenn möglich, Screenshots. Das sind "Schnappschüsse" von den aktuellen Internetseiten, die Sie gerade auf dem Bildschirm sehen, die Sie mit der entsprechenden Funktionstaste auf Ihrer Computertastatur ("Druck") herstellen, per Einfügen-Befehl in ein Grafikprogramm übertragen und dann als Dateien auf Ihrem Rechner speichern können.

Angebote der Bundesnetzagentur
Anbietersuche zu Dialer-Nummern
Weitere Informationen
Erheben Sie dann Einspruch gegen die Telefonrechnung bei Ihrem Netzbetreiber. Um ungewollte Mahnungen und negative Konsequenzen zu vermeiden, bezahlen Sie die nicht fraglichen Beträge auf der Rechnung, die beanstandeten Rechnungsposten behalten Sie ein. Mit Hilfe einer von der Bundesnetzagentur eingerichteten Datenbank können Sie den Inhaber der Rufnummer ermitteln, jedoch nicht den derzeitigen Betreiber. Sie können dann direkt beim Betreiber der 0900-Rufnummer Einspruch erheben.

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Betreff Autor Datum
RE: vision communication Maugsch 23.10.11 03:43
RE: vision communication freiburg99 22.10.11 15:34
RE: vision communication taylorrr 21.10.11 17:23
RE: vision communication madetk 15.11.10 13:44
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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre