Sicherheit

Spyware, Viren, Phishing: Sicherheit im Internet

Wer im Internet surft, sollte einige Regeln beachten, um zu vermeiden, dass er ungewollt persönliche Daten preisgibt oder gar einen finanziellen Schaden erleidet. Wir geben Ihnen Tipps und Ratschläge zum sicheren Surfen im Netz.
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Sicherheit im Internet (Symbolbild)Mehr Sicherheit im Internet Das Internet ist kein sicherer Ort - Computer sind im Netz zahlreichen Risiken ausgesetzt. Betroffenen droht unter Umständen hoher finanzieller Schaden; verlorene persönliche Daten können oft überhaupt nicht ersetzt werden. Und nicht nur auf dem PC, sondern auch auf Smartphones macht sich Schadsoftware breit. Wir erklären Ihnen an dieser Stelle, was die größten Gefahren sind, die auf den Nutzer lauern, und was Sie für mehr Sicherheit im Internet tun können.

Spyware, Viren, Phishing: Risiken der Internetnutzung

Hoax- und Spam-E-Mails sowie elektronische Kettenbriefe sind für den Einzelnen eher Belästigung als Bedrohung. Ein echtes Risiko stellt jedoch Malware dar: Viren, Würmer, Trojanische Pferde können schwere Schäden anrichten. Sie befallen das PC-System, was einen unwiederbringlichen Verlust von Daten mit sich bringen und zu Softwareschäden führen kann. Im besten Fall kostet die Schadsoftware den Nutzer nur Zeit und Nerven, um Dateien und System wiederherzustellen, im schlimmsten Fall sind wichtige Daten gelöscht oder können von Dritten missbraucht werden, wie etwa Adress-, Girokonto- und Kreditkarten-Daten.

Tückisch sind Phishing-Attacken. Mit legitim aussehenden E-Mails versuchen Betrüger, Sie auf nachgebildete Websites zu locken, die Portalen für Online-Banking oder bekannten Auktionsplattformen ähneln. Geben Sie auf einer solchen gefälschten Seite ihre Zugangsdaten und Kontoinformationen ein, so geraten diese in die Hände der Fälscher.

Zugenommen haben in den letzten Jahren Attacken durch sogenannte "Scareware" und "Ransomware". Diese Malware verbreitet sich als Wurm oder Trojaner und versperrt dem Nutzer nach der Infektion den Zugriff auf Dateien oder Systemfunktionen seines PCs - oder gibt dies zumindest vor. Für das Aufheben der Sperrung verlangen die Angreifer einen Geldbetrag, etwa zum Kauf einer vermeintlichen Antiviren-Software oder - wie beim BKA-Trojaner - als vorgebliche Buße für einen Rechtsverstoß.

Privatsphäre und Spuren im Internet

Eine Lücke für Datenschutz und Privatsphäre kann sich auch dort auftun, wo eigentlich alles ordnungsgemäß funktioniert, nämlich weil im Webbrowser Cookies, temporäre Dateien, Verlauf und Passwörter gespeichert sind. Wer Zugriff auf diese Internetspuren eines Nutzers hat, kann eine Menge über ihn erfahren. In den Internetspuren schnüffeln kann sowohl ein neugieriges Familienmitglied als auch Ad- und Spyware, die auch manchmal an kostenlose Software gekoppelt ist.

Datenschutz und Sicherheit auch bei Smartphones ein Thema

Heutzutage gibt der Nutzer seine Daten jedoch häufig ganz freiwillig an viele Dienste, zum Beispiel in sozialen Netzwerken oder Smartphone-Apps, die mit Lokalisierungsfunktionen arbeiten oder Zugriff auf das Adressbuch verlangen. Wer erfahren will, was genau der Online-Dienst oder App-Hersteller eigentlich mit den Daten macht, braucht meistens etwas Hartnäckigkeit um - etwa auf der Webseite von Dienst oder App - die entsprechenden Informationen in AGB, einer Datenschutzrichtlinie oder Privacy Policy zu finden. Hier muss jeder Nutzer selbst abwägen, ob ihm der Nutzen der Anwendung die entsprechende Preisgabe von Daten Wert ist.

Neben (eigentlich) seriösen Apps mit einem zu großen Datenhunger gibt es aber auch bösartige Apps, die sich zum Beispiel als populäres Spiel tarnen. Einmal installiert missbrauchen sie das Handy-Adressbuch für den Spam-Versand oder nutzen selbständig Premium-SMS oder andere Mehrwertdienste - quasi eine Smartphone-Version des Dialers.

Aktuelle Meldungen rund um Sicherheit im Internet

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Risiken lassen sich mit wenig Aufwand erheblich mindern

Viele Bedrohungen im Internet wären weniger akut, wenn alle Nutzer ein notwendiges Minimum an Maßnahmen für ihre Sicherheit treffen und sich vorsichtiger verhalten würden. Beispielhaft sind hier die Viren, die sich in Form von E-Mail-Anhängen ausbreiten. Dies ist nur möglich, da genügend Nutzer unbedacht Dateianhänge öffnen, ohne zu wissen, worum es sich handelt - was man keinesfalls tun sollte.

Auch über USB-Sticks können sich Viren und Trojaner ausbreiten, weswegen es sinnvoll ist, diese vor dem Zugriff auf Dateien mit einem Antiviren-Programm zu überprüfen. Download von Daten oder Anwendungen aus zweifelhaften Quellen oder das Surfen mit veralteter Software sind weitere Beispiele für Gefahrenquellen, die sich in der Regel leicht umgehen lassen, ohne dass man dazu ein Computerexperte sein müsste. Doch auch bei einem Nutzer, der sich vorsichtig verhält, kann sich Schadsoftware unbemerkt auf dem Rechner einnisten. Diese sogenannten "Drive-by-Downloads" sind durch Sicherheitslücken im Browser möglich.

Nicht nur bei PC-Software, sondern auch bei Apps fürs Smartphone ist es sinnvoll, sich an seriöse Quellen zu halten. Doch gelegentlich schlüpft auch in den großen Appstores wie Apples AppStore oder Google Play eine bösartige App durch die Prüfungen. Vorsichtige Nutzer beschränken sich daher lieber auf Apps, die von einem namhaften Hersteller kommen oder im Appstore über einen längeren Zeitraum eine große Anzahl von Downloads und gute Bewertungen erhalten.

Weitere Tipps und Ratschläge zum sicheren Surfen im Netz finden Sie auf unseren Ratgeber-Seiten zum Thema Sicherheit im Internet. Unsere Artikel informieren Sie über einige mögliche Gefahren und zeigen auf, wie Sie sich bestmöglich absichern können:

Ratgeber zu Sicherheit im Internet bei teltarif.de