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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 19.06.2013 |
IPv6 - Das Internet-Protokoll der nächsten GenerationMit IPv6 erhöht sich die Zahl der IP-Adressen fast ins Unendliche
Immer wieder ist von Adressknappheit im Internet die Rede. Schnell wird im selben Atemzug der Begriff IPv6 als Lösung des Problems präsentiert, da sich damit die Anzahl der Adressen erhöht. Der Begriff IPv6 setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen. IP steht für "Internet-Protokoll", v6 für "Version 6". IPv6 erhöht aber nicht nur die Anzahl der Adressen, sondern bringt auch ein paar andere Verbesserungen mit sich. Worum es sich dabei handelt und welche Ursachen die Adressknappheit hat, erläutert der folgende Text über IPv6.
IPv6 regelt Datenübertragung im Internet
IPv6: Mehr Stellen für die IP-Adressen beseitigen AdressknappheitIP-Adressen im Internet sind daher genau so wichtig wie die Postleitzahl eines Ortes: Beide erlauben es, ein Paket zuverlässig einem Adressaten zuzustellen. Was passiert, wenn die Postleitzahlen knapp werden, hat in Deutschland die Wiedervereinigung gezeigt. Bei mehr als 12 000 Gemeinden und noch mehr Postleitzahlbereichen in Deutschland hätten vier Stellen einfach nicht mehr ausgereicht. Als Lösung hat man sich dazu entschieden, die Anzahl der Postleitzahlen zu erweitern, indem sie um eine Stelle erweitert. Im Internet bahnt sich wegen des alten Protokolls IPv4 ebenfalls eine Adressknappheit an. Auch hier hat man sich als Lösung dazu entschlossen, die Adressen bezüglich der Stellen mit IPv6 zu erweitern und so ihre Anzahl zu erhöhen. Adressknappheit war in den Achtzigern nicht vorhersehbarDie Frage, ob die Adressknappheit nicht vorhersehbar war, kann man ganz klar mit "nein" beantworten. Das zur Zeit eingesetzte Internet-Protokoll in der Version 4 wurde 1981 definiert und erlaubt maximal etwa 4,3 Milliarden IP-Adressen. Damals konnte sich noch niemand vorstellen, dass das Internet irgendwann einmal mehr Adressen benötigen würde. Die wenigen Computer mit Internetzugang dieser Zeit waren teure Großrechner und standen vor allem in Universitäten, Unternehmen oder militärischen Einrichtungen, an internetfähige Heimcomputer oder Handys war noch gar nicht zu denken. Heute besitzen so viele Geräte einen Internetzugang, dass die letzten freien Adressen im Laufe des Jahres 2011 zur Verfügung gestellt und wenig später vergeben sein werden. Übergangstechnologien verhindern schnelle Einführung von IPv6Die Befürchtung, das Internet breche ohne IPv6 in absehbarer Zeit zusammen, ist allerdings unbegründet. Zur Zeit kommen verschiedene Technologien zum Einsatz, die das Problem der Adressknappheit künstlich umgehen. So teilen beispielsweise deutsche Mobilfunknetze mehreren tausend Nutzern dieselbe IP zu, da der Provider die individuelle Zuordnung intern anders regelt. Dasselbe gilt für Server im Internet, die zwar nur eine IP besitzen, über die aber verschiedene Internetseiten erreichbar sind. Unter anderem deshalb verzögert sich die Markteinführung von IPv6 bis in den Heimbereich. Datenschutzbedenken durch feste IPUm IPv6 gibt es datenschutzrechtliche Bedenken, denn durch die große Anzahl von IPv6-Adressen könnte jedem Gerät dauerhaft eine feste IP-Adresse zugewiesen werden und es so eindeutig identifizierbar machen. Genauer beleuchtet haben wir für Sie dieses Thema auf unserer Seite zum Datenschutz bei IPv6. Weitere IPv6-Ratgeber im Überblick
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