Suchen, suchen, suchen...

Google: Mehr als nur klassische Suchmaschine

Google ist die Suchmaschine Nummer Eins - sowohl in Deutschland als auch weltweit. Wir zeigen Ihnen, was das Unternehmen abseits der klassischen Suche sonst noch an Diensten für Surfer bietet.
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Google ist vor allem eins: der Inbegriff für die Suche im Internet. Trotz Konkurrenz durch Bing, Yahoo und einige Klein- und Kleinstanbieter hält sich das Unternehmen seit Jahren konstant als mit Abstand wichtigster Anbieter, wenn es um das Finden von Inhalten im Netz geht. Dabei hat Google (genau wie die Konkurrenten) einiges mehr als die ursprüngliche Suchfunktion zu bieten - wenngleich die spartanische Start-Seite mit Eingabebox als Markenzeichen geblieben ist. Wir zeigen Ihnen, was mit Google alles möglich ist - und worauf der Nutzer bei der Suche achten sollte.

Die klassische Suchmaschine: Freund und Leid der Universal Search

Google StartseiteGoogle Startseite: heute (oben) und historisch (unten) Wer die klassische, einfache Google-Suche verwendet, wird in den vergangenen Jahren eine schrittweise Veränderung der Ergebnisseiten bemerkt haben: Statt jeweils die 10 passendsten Antworten aus dem Google-Index zu erhalten, liefert Google eine Ergebnisübersicht, die klassische Such-Treffer mit Ergebnissen aus verschiedenen anderen Google-Diensten verknüpft. Google nennt das ganze Universal Search - ein Konzept, das übrigens nicht nur Google fährt, sondern zum Beispiel auch bei Bing zu finden ist.

Das Ganze hat für den Nutzer Vor- und Nachteile: Wer zum Beispiel nach einem bestimmten Produkt sucht, findet auch direkt passende Bilder oder Videos und muss sich hierfür nicht durch die verschiedenen Reiter klicken. Zudem gibt es unter Umständen einen automatischen Preisvergleicher - auf den ersten Blick praktisch.

Doch ganz so vorteilhaft, wie es zunächst erscheint, ist die Universal Search nicht immer. Das Problem ist nämlich: Die neutrale Ordnung nach einheitlichen Relevanz-Kriterien wird verfälscht. Der Nutzer findet nicht zwingend den "besten" Treffer ganz oben, sondern zum Beispiel durch die Google-News-Einbindung möglicherweise einfach das letzte Medium, das bei einem Thema noch hinterherhinkte - und gerade schnelle Medien mit gutem Content werden unter Umständen abgestraft. Nach welchen Kriterien die einzelnen Elemente auf der Start-Seite sortiert werden, ist für den gemeinen Nutzer ebenfalls nicht nachvollziehbar - und ob die Shopping-Tipps in einer klassischen Ergebnisliste etwas zu suchen haben, sei dahingestellt.

Alles in allem gilt: Die Ergebnisse der Universal Search können einen Mehrwert bieten - wer aber wirklich nach Relevanz geordnete Ergebnisse wünscht, sollte die Ergebnisseite mit Vorsicht genießen. Sie bildet nicht das gesamte Internet gleichwertig ab, sondern liefert einen gewichteten Ausschnitt.

Google Maps

Google MapsGoogle Maps Neben der klassische Suchfunktion haben sich diverse Dienste bei Google etabliert. Einer der bekanntesten ist Google Maps, der Kartendienst des Suchmaschinenanbieters. Dieser ermöglicht nicht nur die Kartendarstellung (auf Wunsch als Satelliten-Aufnahme), sondern auch die Routenplanung, verschiedene "Layer" zum Beispiel für öffentliche Verkehrsmittel, von Usern geschossene Fotos sowie aufgenommene Videos und mehr.

Doch auch die Angebote der Konkurrenz sind in puncto Karten nicht zu unterschätzen: Allen voran Bing hat eine (je nach Einsatzzweck) brauchbare Alternative namens Bing Maps. Auch bei Microsoft ist eine kontinuierliche Ausweitung des Angebotes erkennbar.

Street View

Google Street ViewGoogle Street View Google Street View erhitzte hierzulande die Gemüter: Der Dienst bietet quasi als Ergänzung zum Maps-Angebot die Möglichkeit, sich Straßenzüge aus der Nähe anzusehen und in diesen zu navigieren. Hierzu fährt Google die Straßenzüge per Autos ab und fotografiert die Umgebung - und genau dies ist manchem Anwohner aus Datenschutzgründen ein Dorn im Auge. Somit bleibt der Spagat zwischen durchaus ernstzunehmenden Bedenken und den vorhandenen Vorzügen: Wer vor der Buchung eines Urlaubs sehen will, ob die Umgebung hält, was sie verspricht, findet hier unter Umständen genauso Anhaltspunkte wie der Nutzer, der dem Urlauber in der Zeit der Abwesenheit das Haus ausräumen will.

Google News

Google NewsGoogle News Der Suchmaschinenriese präsentiert im Rahmen von Google News ausgewählte Themen aus verschiedenen Themenblöcken, bei denen er jeweils die Beiträge verschiedener, ausgewählter Medien auf der Startseite zusammenfasst. Zudem kann im News-Fundus aus diesen Nachrichtenquellen gesucht werden.

Auf dem Sektor der schnellen Newssuche ist Google zumindest auf dem deutschen Markt ohne echte Konkurrenz: Zu früheren Zeiten war zum Beispiel paperball.de hier ein ernstzunehmender Anbieter, der aber mittlerweile diverse Besitzer- und Technologiewechsel hinter sich hat und mit Google News nicht mehr mithalten kann. Die News-Suche von Bing wurde zunächst in der englischen Variante ordentlich ausgebaut, mittlerweile legt sich Microsoft hier auch für Deutschland mächtig ins Zeug.

Bilder und Videos: Mediensuche mit Google

Google Bilder-SucheGoogle Bilder-Suche Nicht nur Texte werden mit Google gesucht, sondern auch alle anderen Arten von Medien. Entsprechend gibt es die bekannte Google Bilder-Suche (bei der sich Google mit dem auf diesem Gebiet sehr starken Konkurrenten Bing auseinandersetzen muss).

Statt der Video-Suche hat Google jetzt die Verknüpfung zu Youtube prominent auf der Homepage plaziert. Doch ein Blick auf die Google-Video-Suche lohnt sich unter Umständen trotzdem: Auf YouTube sind zum Beispiel etliche Musikvideos auf Grund der urheberrechtlichen Problematik gesperrt, die Google-Video-Suche findet aber passende Konkurrenzangebote. In Video-Bereich kann Bing übrigens ebenfalls punkten, und zwar mit einem kleinen Feature: Hier startet das "Überfahren" eines Videos mit der Maus den Film als Vorschau im jeweiligen Rahmen - schick.

Google Übersetzer

Früher gab es vornehmlich den Babelfish - ein in Altavista integriertes Feature, das die Übersetzung von Texten zwischen verschiedenen Sprachen ermöglicht. Mittlerweile bietet auch Google einen entsprechenden Service, der im Deutschen simpel Google Übersetzer heißt. Der zu übersetzende Text wird dabei einfach in das entsprechende Feld eingetragen. Wie bei solchen Übersetzungs-Diensten üblich, lässt sich das Ergebnis nicht 1:1 übernehmen - soweit ist die Technik noch nicht. Trotzdem wird in der Regel verständlich, worum es inhaltlich geht - unter Umständen also ein guter Ansatz für das weitere Vorgehen. Google bietet dabei die Cross-Übersetzung von und in zahlreiche Sprachen. Das Bing-Pendant zum Übersetzen von Texten heißt Bing Translator und ist vergleichbar mit dem Google-Dienst.

Wer keinen einzelnen Text übersetzen, sondern eine ganze Webseite eindeutschen will, kann hierfür bei Google den Button "[Diese Seite übersetzen]" nutzen, der bei anderssprachigen Webseiten neben dem Suchergebnis erscheint. Bing bietet ein entsprechendes Feature für Suchergebnisse übrigens auch.

Weitere Google-Dienste

Die bisherige Übersicht liefert nur einen Ausschnitt der verfügbaren Google-Dienste - der Suchmaschinen-Anbieter führt aber eine Übersicht seiner Angebote, die einen Blick wert ist.

Suchmaschinen: Die Google-Konkurrenz

Auch wenn die Konkurrenz in Deutschland in puncto Marktanteil vergleichsweise schwach ist: Mit Bing, Yahoo und weiteren Anbietern stehen Alternativen zu Google bereit. Was diese bieten und wie Sie mit allen Suchmaschinen Ihre Suche optimieren können, erfahren Sie in unserem Suchmaschinen-Ratgeber.

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