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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 14.02.2012 |
Was ist DSL und wie funktioniert es?Schnelles Internet: DSL-Technik im Überblick
Ein normales Modem an einer normalen analogen
Telefonleitung schafft eine Datenübertragungsrate von maximal 56 Kilobit pro Sekunde
(kBit/s), ein ISDN-Zugang 64 kBit/s
oder mit Kanalbündelung 128 kBit/s. Das Tempolimit von 56 kBit/s für
Analoganschlüsse ist jedoch nicht die wirkliche Grenze der analogen Technik. Vielmehr
werden die Signale in der
Vermittlungsstelle ebenfalls
in 64-kBit-ISDN umgesetzt - und diese Umsetzer geben die maximale Datenrate vor. Verwendet
man bessere Umsetzer, lassen sich auch deutlich mehr Bits pro Sekunde über das gute alte
Kupferkabel jagen. Das Stichwort heißt DSL.
DSL-Technik nutzt höhere FrequenzbereicheDSL steht für "Digital Subscriber Line" und benötigt zwei Modems, eines in der Vermittlungsstelle des Anbieters und eins beim Kunden. Die DSL-Technik nutzt die Tatsache, dass der herkömmliche analoge Telefonverkehr im Kupferkabel nur Frequenzen bis 4 kHz belegt, obwohl dort auch weitaus höhere Frequenzen möglich sind. Durch Aufsplitten der Bandbreite in unterschiedliche Kanäle, z.B. für Sprach- und Dateninformationen, und die Nutzung der bislang "toten" höheren Frequenzbereiche, bringen heutige DSL-Technologien das Kupferkabel auf Übertragungsraten von bis zu 52 MBit/s - abhängig von der eingesetzten DSL-Variante. In der Praxis werden aber meist nur reduzierte Transferraten benutzt, da dann die gegenseitigen Störungen in den Kabelsträngen geringer ausfallen. Wenn mehrere Arbeitsplätze am gleichen DSL-Modem hängen, kommt noch ein weiteres Gerät hinzu, ein so genannter Router. Er sorgt dafür, dass die von einzelnen Rechnern verschickten oder angeforderten Datenpakete den richtigen Weg nehmen, also die richtige "Route" beschreiten. Die verschiedenen DSL-VariantenDSL ist keine neue Technologie. Erste Varianten wurden bereits Ende der 80er Jahre in den USA entwickelt. Inzwischen gibt es Dutzende DSL-Varianten. Die wichtigsten im Überblick:
ADSL versus SDSLDie am weitesten verbreiteten DSL-Varianten sind ADSL und SDSL, wobei A für "asymmetrisch" steht. Asymmetrisch deswegen, weil die Geschwindigkeit des Datenstroms zum ADSL-Nutzer hin deutlich höher ist als andersherum - Downloads gehen schneller als Uploads. Bei symmetrischen Anschlüssen wie HDSL und SDSL sind Up- und Downstream hingegen gleich flott. Werden mehr Daten aus dem Internet angefordert als ins Internet abgegeben, reicht also ADSL. Eine Firma könnte aber den Bedarf haben, große Datenmengen ins Netz zu schicken, z.B. Bau- oder Konstruktionspläne, digitale Fotos oder ähnliches. In diesem Fall könnte sich ein SDSL-Anschluss lohnen.
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