Wer mit
DSL schnell im Internet surfen möchte, benötigt
neben einem Anschluss und Zugang auch geeignete Hardware. Auf dieser Seite erklären wir,
welche verschiedenen Gerätetypen es gibt, wozu sie genutzt werden können und worauf
man beim Kauf der DSL-Hardware achten sollte.
Splitter und DSL-Modem
Für das Surfen im Internet mit DSL-Geschwindigkeit benötigt der Nutzer ein DSL-Modem. Falls zudem auch ein analoger oder ISDN-Telefonanschluss realisiert werden soll, sorgt zusätzlich ein Splitter dafür, die Signale für Telefonie und Internet zu trennen. Diese werden dann in verschiedenen Frequenzbereichen durch das Kabel geleitet. Das DSL-Modem überträgt die Daten vom PC zur Vermittlungsstelle und umgekehrt. Beide Geräte - Splitter und DSL-Modem - erhalten DSL-Einsteiger in den meisten Fällen nach der Anschluss-Beauftragung kostenlos von ihrem DSL-Provider. Üblicher sind heute oft auch Kombi-Geräte, die beide Funktionen in sich vereinen und dazu noch als WLAN-Router fungieren.
Router: Mehrere Rechner zu einem Netzwerk zusammenschließen

Die Fritz!Box Fon WLAN 7270 vereint DSL-Modem, WLAN-Router, DECT-Basisstation, VoIP-Router und USB-Host in einem Gerät
Mit einem Router mit integriertem DSL-Modem ist es auch möglich, nicht
nur einen, sondern mehrere Rechner an das Internet anzuschließen und
gleichzeitig miteinander zu vernetzen. Solche Router gibt es auch als
WLAN-Variante, das heißt die per DSL empfangenen
Daten werden drahtlos an die angeschlossenen Computer und Laptops übermittelt
und der störende Kabelsalat in der Wohnung fällt weg. Auch mit dem Smartphone oder Tablet kann der Nutzer so komfortabel zuhause im Web surfen, ohne dass Datenvolumen beim Mobilfunk-Anbieter angerechnet wird.
Ein Router vereinfacht das Surfen via DSL, indem er nach einmaliger Konfiguration die Verbindungsdaten
speichert und künftig beim Start des Internet-Browsers die DSL-Verbindung
automatisch aufbaut. Weiterer Vorteil eines Routers: Aktuelle Modelle dienen
zugleich als Firewall, indem sie unangeforderte Datenpakete von außen nicht in
das Netzwerk lassen. Oftmals bieten DSL-Provider Neukunden einen kabelgebundenen
oder einen WLAN-Router zu einem subventionierten Preis an.
Voraussetzung für den Einsatz eines WLAN-Routers ist allerdings, dass die
Rechner im Haus oder das Notebook ebenfalls über eine solche Funkschnittstelle
verfügen. Ältere Notebooks oder PCs kann man mit einem USB-WLAN-Stick, einer
PCI- oder PCIe-WLAN-Karte entsprechend aufrüsten. Wie es mit der Übertragungsrate von WLAN in der Praxis aussieht, hängt von den räumlichen Gegebenheiten ab. Wände beispielsweise mindern die WLAN-Reichweite von bis
zu 100 Metern erheblich ab. Verstärkt werden kann das Signal mit Hilfe eines
Repeaters. Achten müssen Nutzer von WLAN-Geräten auch auf die
Verschlüsselungstechnik: Hier empfiehlt sich die
Absicherung des drahtlosen Netzwerks via WPA2.
DSL-Hardware für die Internet-Telefonie (VoIP)
Für manche DSL-Nutzer interessant ist auch das Thema Voice over IP
(VoIP). Moderne Router können Sprachdaten und
-pakete an geeignete Endgeräte wie IP-Telefone weiterreichen. All-in-One-Geräte wie
die Fritz!Box Fon WLAN vereinen
ein DSL-Modem, einen Router, eine Telefonanlage und eine WLAN-Schnittstelle
in einem Gerät. Bei der Auswahl solcher VoIP-fähigen Geräte ist zu beachten, ob
sie neben den Telefonaten über das Internet auch Verbindungen über das
herkömmliche Festnetz vermitteln und zudem mehrere VoIP-Anbieter gleichzeitig
verwalten können. Weitere Auswahlkriterien sind die Anschlussmöglichkeit nicht
nur von analogen, sondern auch von ISDN-Telefonen
sowie die Zahl der LAN-Anschlüsse für die Anbindung von Computern.
Kriterien für die Kaufentscheidung
Welches DSL-Gerät am ehesten zu empfehlen ist, hängt von den häuslichen Bedingungen
und der eigenen Nutzung ab. Gerade Einsteiger sollten sich genau überlegen, wozu
sie ihren Breitbandanschluss nutzen wollen. Wer keinen Kabelsalat in seiner Wohnung wünscht, sollte einen WLAN-Router nach
Sicherheitsmerkmalen, Datentransferrate und Reichweite auswählen.
Subventionierte Hardware-Angebote sollten auch mit in die Wahl des
DSL-Providers einfließen, diese aber nicht komplett bestimmen. Zwar kann der
Einsteiger auf die Weise schon mal Anschaffungskosten von mehr als 200 Euro
sparen, doch solche Einstiegsangebote sind in der Regel mit langen
Mindestvertragslaufzeiten des DSL-Vertrags verbunden.
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