Alternativen

Weitere Browser-Alternativen zum Internet Explorer

Seit 2010 muss Microsoft durch EU-Auflagen zwölf Web-Browser in einem Auswahlfenster präsentieren. Dadurch erlangen auch einige hierzulande eher unbekannte Browser etwas Aufmerksamkeit.
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Seit 2010 muss Microsoft durch Auflage der Euro­päischen Union zwölf Web-Browser in einem Auswahl­fenster präsen­tieren, um Nutzern von Windows-Betriebs­systemen Alter­nativen zum Internet Explorer auf­zuzeigen. Dadurch erlangten auch einige hierzulande eher unbekannte Browser etwas Auf­merksam­keit. Ob Avant, Slimbrowser, Maxthon oder Green Browser - all diesen Browsern ist gemein, dass sie im Jahr 2010 im Auswahl­fenster auf­tauchten und die Rendering-Engine Trident des Internet Explorers nutzten. Längst sind einige aus der aktuellen Auswahl ver­schwunden, denn diese wechselt je nach den welt­weiten Nutzer­statistiken von Web-Browsern.

Microsofts Trident-Engine bei alternativen Browsern nicht mehr populär

Reine Internet-Explorer-Aufsätze finden sich heute kaum noch unter aktueller Web-Browser-Software. Die Trident-basierten Web-Browser wurden vor allem entwickelt, um Funktionen zu ermög­lichen, die in früheren Versionen des Internet Explorers fehlten, wie etwa das Tabbed Browsing oder ausführliche Einstellungs­möglich­keiten für Sicherheit und Privat­sphäre. Mittlerweile bietet der aktuelle Internet Explorer diese Funktionen aller­dings selbst. Zudem gibt es nun starke Konkurrenz durch andere Techno­logien. Die Open-Source-Engine Webkit und deren Ableger Blink wurden bei den alternativen Web-Browsern immer populärer - auch Google Chrome und Apple Safari setzen auf sie.

Alternative Web-Browser auf Basis von Gecko, Webkit oder Blink

Der Web-Browser Maxthon entstand in China als Trident-basierter Internet-Explorer-Aufsatz. Schon vor einigen Jahren sattelten die Entwickler auf Webkit und zusätzliche "Cloud-Services" um. So wirbt Maxthon heute damit, angeblich schneller als Chrome zu sein und eine einfache Synchro­nisation von Lese­zeichen und Dateien zwischen verschie­denen Geräten zu bieten. Dazu ist Maxthon nicht nur für Mac, Windows und Linux, sondern auch für Android und iOS zu haben. Auf Handys und Tablets von Herstellern wie LG, Alcatel und ZTE kommt Maxthon in einigen Regionen zudem vor­installiert.

Der Web-Browser Sleipnir startete ebenfalls als Trident-basierte Software in Asien. Der aus Japan stammende Browser unter­stützt heute nur noch Gecko oder Webkit, je nach Software-Version. Ebenso wie Maxthon versucht auch der Sleipnir-Entwickler Fenrir auf mobilen Geräten Markt­anteile zu sammeln. Sleipnir ist neben Windows und Mac OS auch für Android, iOS und Windows Phone verfügbar.

Der Web-Browser Iron der deutschen Firma SRWare ist eine Variante von Chromium, der Open-Source-Basis von Googles Chrome-Browser. Er soll auf zahlreiche Features verzichten, die Google zur Sammlung von Nutzer­daten verwenden kann. In die Kritik kam Google vor allem mit der eindeutigen NutzerID, die Google zum Start von Chrome im Jahr 2008 noch bei jeder Installation vergab. Darauf verzichtet das Unter­nehmen allerdings schon lange. Was die tatsächlich im Hinter­grund ausgeführten Funktionen angeht, muss der Nutzer SRWare vertrauen, denn quelloffen ist auch dieser Web-Browser nicht.

Detailvorstellungen anderer Web-Browser haben wir auf den folgenden Seiten für Sie bereitgestellt:

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