Satellit und WiMAX

DSL-Alternativen: Schnelles Internet via Satellit und WiMAX

Nicht überall ist DSL verfügbar - gerade für solche Regionen ist möglicherweise ein Internet-Zugang per Satellit interessant, da er quasi an jedem Ort nutzbar ist.
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Breitband auch an abgelegensten Orten dank Internet via SatellitBreitband auch an abgelegensten Orten dank Internet via Satellit An manchem Ort in Deutschland stehen für den Breit­band-Zugang weder DSL noch Alternativen wie Kabel oder Alternativen wie Mobilfunk zur Ver­fügung. Wir wollen Ihnen daher zeigen, wie Sie an nahezu jedem Ort per Satellit in den Genuss schnellen Internets kommen.

Zudem zeigen wir Ihnen, was aus WiMAX wurde - die Funkt­echnik sollte einst Gegenden ohne DSL-Ausbau mit Breit­band versorgen.

Internet via Satellit: Quasi immer verfügbar

Der Internet­zugang per Satellit ist die einzige Lösung, die tatsächlich quasi überall funk­tioniert. Einzige Aus­nahme: Es gibt keine freie Sicht zum Satelliten. Neben der Wetter-Abhängig­keit der Übertragungs­qualität sind die hohen Kosten ein weiterer Nach­teil dieser Anschluss-Technik.

Hohe Anschlusskosten und Fair-Use-Policy

Vor- und Nachteile
  • + überall verfügbar
  • + schnelles Internet: bis zu 20 MBit/s
  • + günstige Grundpreise möglich
  • – wetterabhängig
  • – hohe Einstiegskosten
  • – Drosselung / Fair-Use-Policy
  • – großes Highspeed-Volumen teuer
Es gibt zwar Tarife für Satelliten-Internet, deren monat­liche Grund­kosten mit denen eines DSL- oder TV-Kabel-Tarifs vergleich­bar sind, jedoch steht dem Kunden bei diesen nur ein geringes High­speed-Volumen zwischen 2 und 10 GB zur Verfügung. Ähnlich wie bei Handy-Tarifen wird auch bei Internet-Flat­rates über Satellit die Geschwindig­keit nach einem gewissen monat­lichen über­tragenen Daten­volumen gedros­selt. Wie genau die Drosselung umgesetzt wird, unter­scheidet sich aber zwischen den Anbietern: Einige setzen eine feste Ober­grenze, andere geben eine vage "Fair-Use-Policy" vor. Die Geschwindig­keiten, auf welche gedrosselt wird, unter­scheiden sich ebenfalls je nach Anbieter von 56 bis zu 384 kBit/s.

Ebenfalls relativ hoch sind die Einstiegs­kosten für Hardware und Instal­lation. Jeder Anbieter stellt dem Kunden seine eigene Hard­ware zur Ver­fügung, dazu gehören eine Satel­liten-Schüs­sel und ein speziel­les Modem. Dafür zahlt der Kunde einen Anschluss­preis zwischen 80 und knapp 500 Euro. Darin ist häufig auch die Montage der Satel­liten-Schlüs­sel enthalten. Eine Über­sicht der aktuellen Angebote finden Sie in unserem Rat­geber zu Tarifen für Internet via Satellit und mit dem Internet-Tarifrechner.

Rückkanal via Satellit sorgt für schnellen Upstream

Positiv ist die Ent­wick­lung, dass heute die meisten Anbieter auch den Rück­kanal via Satellit reali­sieren, so dass auch im Up­stream Daten­raten von mehreren MBit/s möglich sind. Zuvor kam haupt­sächlich die Telefon­leitung für den Rück­kanal zum Ein­satz, wodurch nur Modem- oder ISDN-Geschwindig­keit für den Up­stream zur Verfügung steht und zudem zusätz­liche Kosten verur­sacht werden.

Betrachtet man alle Vor- und Nach­teile, ist Internet via Satellit nicht kon­kurrenz­fähig zu DSL- und Kabel-Angeboten und somit eine Nischen­lösung für Nutzer, die keine andere Breit­band-Technik ein­setzen können. Mehr Infos rund um Satel­liten-Lösungen und die Technik finden Sie in unserem Ratgeber zu Internet via Satellit.

WiMAX als Technik für Internet-Anschlüsse gescheitert

Auch WiMAX versprach eine Breit­band-Versorgung via Funk. Frequenzen für die WiMAX-Nutzung wurden in Deutsch­land im Jahr 2006 versteigert, doch zu einem spür­baren WiMAX-Ausbau kam es hier­zulande nicht. So war Internet über WiMAX in wenigen Gegenden verfüg­bar. Dies ist nicht zuletzt auf die harte Konkur­renz durch den klas­sischen Mobil­funk zurück­zuführen.

Mit LTE stand bereits eine neue Mobil­funk-Gene­ration in den Start­löchern als die WiMAX-Frequenzen in Deutschland versteigert wurden. LTE versprach dabei nicht nur hohe Daten­raten, sondern gleichzeitig auch Fall­back-Möglich­keiten: Ist LTE nicht vor­handen, kann UMTS genutzt werden, ist dieses eben­falls nicht verfügbar, steht GSM bereit - und bei den beiden letzten Varian­ten kann auf hoch­aus­gebaute Netze zurück­ge­griffen werden. WiMAX kam also nie richtig auf die Beine - und mehrere WiMAX-Anbieter haben sich mittler­weile wieder aus dem Geschäft zurück­gezogen.

Ratgeber zu DSL-Alternativen