Für die deutschen Radiomacher ist das
Internet derzeit
der erfolgverspechenste Übertragungsweg. Das geht aus dem im
Vistas-Verlag erschienenen
ALM-Jahrbuch 2008 der
Landesmedienanstalten hervor. Demzufolge hat sich die Zahl
der Webradio-Angebote mit über 1 600 Sendern gegenüber dem Vorjahr
annähernd verdreifacht. Dagegen ist die Zahl der über UKW angebotenen Privatradios
mit 159 nur leicht um vier Sender gestiegen. Die Zahl der privaten
Radiosender, die über DAB/Digital Radio ausgestrahlt werden, ist deutlich von
54 auf 27 zurückgegangen. Im UKW-Bereich ist diese Entwicklung darauf
zurück zu führen, dass kaum noch freie Frequenzen für neue Sender verfügbar sind.
Bei DAB ist der Rückgang ebenfalls verständlich, da das bisherige terrestrische
Digital Radio-System in Deutschland als gescheitert gilt und ein Neustart der
Technologie mehr als
fraglich ist. Im Internet
dagegen gibt es unbegrenzten Spielraum für diverse Radio-Projekte.
Stark gestiegen ist aus ähnlichem Grund auch die Zahl der Web-TV-Angebote -
von rund 700 im Jahr
2007 auf über 850 im Januar
2009. Hier fällt die wachsende Bedeutung der Mediennutzung über das Internet
jedoch geringer aus, weil es im Vergleich zu
WLAN-Internetradios
noch kaum Möglichkeiten gibt, Web-Streaming-Angebote aus dem Netz auch außerhalb
des Computers - etwa am TV-Gerät im Wohnzimmer - anzuschauen.
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