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Schott: Internet per Satellit mit 10 MBit/s ohne Drosselung

Neues Tarifkonzept ermöglicht Tarife mit und ohne Drosselung über KA-Sat
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Über Satellitenschüsseln wie diese bekommen die Kunden zu Hause ihr Internet-SignalÜber Satellitenschüsseln wie diese bekommen die Kunden zu Hause ihr Internet-Signal Erstmals bietet die Internetagentur Schott seinen Kunden Internetzugänge per Satellit an, die keiner Fair-Use-Policy unterliegt. Damit müssen die Nutzer keine Sorgen mehr haben, nach kurzer Zeit intensiver Nutzung nicht mehr schnell im Internet surfen zu können. Schott hat dazu sein Tarifkonzept deutlich vereinfacht.

Nur noch drei Tarife sind es, die die Internetagentur Schott ab sofort anbietet. Im Mittelpunkt steht ein Tarif, der monatlich 44,90 Euro kostet. Er ermöglicht das Surfen mit bis zu 10 MBit/s im Downstream und bis zu 2 MBit/s im Upstream. Trafficgrenzen und Limitierungen gibt es nicht mehr. Kunden, die mehr Upstream benötigen, müssen mit 74,90 Euro etwas tiefer in die Tasche greifen, können die Daten dafür aber auch mit bis zu 4 MBit/s ins All und somit ins Internet senden.

Tarif für 15,90 Euro monatlich für Wenignutzer

Wer hingegen weiß, dass sein Traffic-Bedarf nicht sehr hoch ist, der kann bei Schott weiterhin einen Tarif mit Fair Use Policy buchen, der weitaus günstiger ist, als die beiden neuen Tarife. 15,90 Euro kostet der Tarif monatlich. Er ermöglicht ebenfalls einen Internetzugang mit bis zu 10 MBit/s im Down- und 2 MBit/s im Upstream. Allerdings wird der Nutzer hier beim Download und Upload großer Datenmengen schnell in seine (Datendurchsatz-)Grenzen verwiesen. Schott selbst sprich von 2 GB im Monat, die der Kunde nutzen kann. Wer denn wieder schneller surfen will, zahlt für ein Zusatz-Gigabyte 8 Euro. Bei allen drei Tarifen ist die Telefonie via Satellit ins deutsche Festnetz kostenfrei.

Die Tarife haben eine Vertragslaufzeit von zwei Jahren. Kunden, die sich auf eine derartige Bindung nicht einlassen wollen, können die Tarife auch mit monatlicher Kündigungsmöglichkeit buchen, zahlen dann aber pro Monat 5 Euro mehr. Zudem fallen in jedem Fall einmalig 199 Euro für die benötigte Hardware an. Diese allerdings kann der Kunde nach Beendigung des Vertrages zurückgeben und bekommt dann den als Kaution eingezahlten Betrag von 199 Euro zurück. Etwas kompliziert sind die weiteren Vertragsbedingungen des Anbieters: Bei zwei Jahren Vertragslaufzeit muss der Kunde jeweils drei Monate im Voraus zahlen. Zusätzlich muss er eine Sicherheitsleistung von einem Monatsentgelt entrichten.

Die Internetzugänge basieren auf dem neuen Eutelsat-Satelliten KA-Sat, der seinen Betrieb im Mai aufgenommen hat. Der Satellit hat eine Gesamtkapazität von 70 GBit/s, die über mehrere Uplink-Stationen in ganz Europa ins Internet abgeführt wird. Eine der Stationen steht in unmittelbarer Nähe des Berliner Wannsees.

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