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Telekom: LTE im Flugzeug nimmt Formen an

Die ersten Sendemasten für LTE-Signale im Flugzeug werden in Großbritannien stehen. Von dort soll das Netz ausgerollt werden. 300 Standorte kombiniert mit Satellitensignalen sollen bis 2018 funktionieren.
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Netzaufbau für Internet im FliegerNetzaufbau für Internet im Flieger Vergangenes Jahr stellte die Deutsche Telekom ihre Planungen zum European Aviation Network (EAN) vor. Das Netzwerk soll dafür sorgen, dass Flugzeuge in der Luft mit Internet versorgt werden können. Nun, vier Monate nach Bekanntgabe einer Kooperation zwischen der Telekom und dem Satellitennetzbetreiber Inmarsat stehen die Standorte für die ersten LTE-Basisstationen fest. LTE soll die Bodenkomponente des nach Telekom-Angaben weltweit ersten kombinierten Highspeed-Netzes für die Luftfahrt sein. In zwei Jahren, bis Anfang 2018, soll es fertig sein und Fluggäste in Europa mit Internet versorgen.

EAN soll die Kommunikation über einen Inmarsat S-Band-Satelliten und einem speziell zu diesem Zweck in ganz Europa errichteten LTE-Netz ermöglichen. Dieses Netz wird von der Telekom über den Kontinent verteilt aufgebaut und soll über 300 Standorte verfügen. Sie haben demnach spezielle Antennen.

Erste Testflüge gegen Ende des Jahres

Im Südwesten Großbritanniens hat die Deutsche Telekom nach eigenen Angaben die ersten Standorte für LTE-Antennen ausgemacht. Von hier ausgehend soll das spezielle Mobilfunk-Netz zügig weiter ausgebaut werden. Gleichzeitig wurde der Start des Testflugprogramms terminiert: Bereits für Ende 2016 sind die ersten Flüge geplant, um das LTE-Highspeed-Netz zu testen.

Der Roll-out des Netzes ist in drei Phasen geplant. Den Testflügen Ende des Jahres folgt die kommerzielle Pilotphase ab Anfang 2017 und ein weiterer Ausbau des Netzes in Deutschland und großen Teilen Westeuropas bis Mitte 2017. Die Markteinführung ist für Anfang 2018 vorgesehen, wenn das EAN vollständig über ganz Europa zur Verfügung stehen soll. Im Flugzeug selbst soll das Datensignal übrigens per WLAN verteilt werden.

Der LTE-Netzausbau werde von den Tochtergesellschaften der Deutschen Telekom in den jeweiligen Ländern sowie von den T-Systems Geschäftseinheiten vor Ort unterstützt, heißt es von der Telekom.

Weitere technische Details haben wir hier in einer Hintergrund-Meldung zur Bekanntgabe der Planungen.

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