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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 25.05.2013 |
Kampf der Systeme: Das offene Internet drängt auf den Fernseher05.09.2011
16:31 Noch versuchen die Hersteller eigene Lösungen, aber nicht mehr langeInhaltsverzeichnis:1. Allianz für mehr offenes Internet auf dem Fernseher2. Achtung Verbraucher: Smart-TV ist nicht gleich Smart-TV
Von Martin Müller
![]() Größere Verbreitung: Fernseher mit Internet-Anschluss "Das Internet kommt ins Wohnzimmer" - so oder ähnlich lauteten auch schon in den Vorjahren die Schlagzeilen auf der Hightech-Messe IFA in Berlin. Internet auf dem Fernsehern der aktuellen Generation macht schon deshalb Sinn, denn schließlich bieten Full-HD-LCD/LED- oder Plasma-Fernseher mit 1920 mal 1080 Pixel ausreichend Auflösung und in der Regel auch eine deutlich größere Bildschirmfläche als ein PC-Monitor. Bisher bedeutete Internet auf dem Fernseher aber, dass das TV-Gerät eine durch den Hersteller vorgegebene Auswahl an "Internet-Funktionen" aufweist, die Teile des Internets durch Apps oder Bild-in-Bild-Anwendungen auf den Fernseher bringen. Die Auswahl bzw. Möglichkeiten für den Nutzer waren durch den Hersteller vorgegeben, Änderungen oder Erweiterungen in der Auswahl gibt es teilweise durch Firmware-Updates - sofern der Hersteller sich ausreichend lang um Kunden eines Geräts kümmert. Seit diesem Jahr gibt es Bestrebungen der Hersteller, das Internet standardisiert und Herstellerübergreifend in die TV-Geräte zu bringen. Dafür arbeiten die TV-Hersteller nun in größeren Allianzen zusammen. Smart-TV: Allianz soll dem offenen Internet den Weg auf den Wohnzimmer-Fernseher bahnen
LG, Loewe,
Philips und Sharp
vereinbarten zur IFA in Berlin die Smart-TV-Allianz und wollen dabei die
Entwicklung und Verbreitung von Fernsehern mit Internet-Anschluss,
die sie "Smart-TV" nennen, vorantreiben. Vorteil für Endkunden und
Entwickler: Eine gemeinsame Programmierumgebung für Fernseher
mit Internetzanschluss soll Programmvielfalt und -reichweite
sichern. Auf einem Gerät der "Smart-TV-Allianz" kann nicht nur das
laufende Fernsehprogramm empfangen werden - auch Inhalte aus dem
Internet wie YouTube-Filme oder Mediatheken der verschiedenen
Sender können abgespielt werden. Auch ein Internet-Browser, der
auf dem Opera-Browser aufbaut, wird an Bord sein und dem
Kunden auf Knopfdruck den Zugang zum offenen Internet wie am PC,
Notebook oder Tablet-PC eröffnen. Erste Geräte der Smart-TV-Allianz
wurden zur IFA bereits vorgestellt und sollen in den kommenden Monaten
zu Preisen beginnend bei 1 000 Euro in den Handel kommen.
Weiter lassen sich mit einem Smart-TV auch Musik, Fotos und Videos von einem Tablet Computer, Smartphone oder Notebook/Netbook streamen und TV-Sendungen auf einer externen Festplatte aufzeichnen. Häufig wird hierfür auf den DLNA-Standard zurückgegriffen. Die Smart-TV-Allianz setzt nach Herstellerangaben auf offene Standards wie HTML5, CE-HTML und HbbTV und wollen in Kürze ein gemeinsames Software Development Kit (SDK) vorstellen. Diese Programmierumgebung soll die Entwicklung von Anwendungen für Smart-TVs effizienter machen. Endkunden erwartet ein durchdachtes System, schon deshalb weil nicht mehr nur versucht wird, die Nutzung des Internets vom Computer auf den Fernseher zu kopieren. Vielmehr nehmen Entwickler Anregungen aus der Welt der Smartphones und Tablets auf. So werden die einzelnen Angebote oft als anklickbare Kacheln oder Icons auf dem TV-Bildschirm angezeigt. Aktuelle Idee ist, Online-Angebote möglichst nahtlos mit dem gewöhnlichen Fernsehen zu verknüpfen. Man schaut zum Beispiel seine Lieblingsserie - und kann gleich danach mit wenigen Klicks auf der Fernbedienung eine andere Folge aus einer Online-Videothek abrufen oder mit Freunden auf Facebook oder anderen sozialen Netzwerken über die Fernsehsendung diskutieren. Außerdem können auf einen vernetzten Fernseher Musik, Fotos oder Videos von Handy, Tablet oder Computer übertragen werden oder häufig der Fernseher mit Handy oder Tablet über spezielle Apps gesteuert werden. Ebenso bieten alle Fernseh-Hersteller spezielle Fernbedienungen an, häufig mit voller QWERTY-Tastatur. Warum Smart-TV aber nicht gleich Smart-TV ist und wie es um das Fernsehprojekt des Suchmaschinen-Riesen Google hierzulande bestellt ist, lesen Sie auf einer zweiten Seite.
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