Vorgelegt

Breitbandatlas: 99,1 Prozent bekommen 1 MBit/s und mehr

Wirtschaftsministerium veröffentlicht Ergebnisse des TÜV Rheinland
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Breitbandstudie: Mehr als 99 Prozent der Deutschen bekommen 1 MBit/s und mehrBreitbandstudie: Mehr als 99 Prozent der Deutschen bekommen 1 MBit/s und mehr Das Bundes­wirtschafts­ministerium (BMWi) hat erste Ergebnisse einer Untersuchung der Breitband­versorgung in Deutschland des TÜV Rheinland vorgestellt. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die Breitbandnetze für einen besseren Interne­tzugang zügig ausgebaut werden. An dem Ziel, mehr als 75 Prozent der Deutschen bis 2014 mit mehr als 50 MBit/s versorgen zu wollen, hält die Regierung fest.

"Informations- und Kom­munikations­technolo­gien sind für eine moderne, wissensbasierte Gesellschaft von herausragender Bedeutung. Wichtige Grundlage für die Anwendung der neuen Technologien ist ein hochleistungs­fähiges Internet", heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums von Minister Philipp Rösler (FDP). "Im letzten halben Jahr ist uns ein großer Schritt zu dieser umfassenden Versorgung gelungen. Hier werden wir in unseren Anstrengungen nicht nachlassen."

Die jetzt vorgelegten Daten basieren auf einer Datenlieferung von mehr als 230 Breitbandanbietern. In die Berechnung der Verfügbarkeit sind alle Technologien, also auch die des Internet per Satellit, eingerechnet. Dabei wurde berücksichtig, dass die Satellitenanbieter laut BMWi angeben, dass auf den Satelliten Kapazitäten für etwa 250 000 Haushalte zur Verfügung stehen. Eine hundert­prozentige Abdeckung lässt sich also auch per Satellit nicht erreichen.

Mehr als 48 Prozent der Haushalte bekommen heute schon Übertragungsraten von 50 MBit/s oder mehr. Hier wurde im zweiten Halbjahr 2011 ein Zuwachs von fast acht Prozentpunkten erreicht. Die Breitbandgrundversorgung mit mindestens 1 MBit/s ist der Erhebung nach mittlerweile für über 99 Prozent aller Haushalte in Deutschland gegeben. Von den rund 4,2 Millionen Haushalten in ländlichen Regionen können seit Anfang 2012 nunmehr rund 92 Prozent mit mindestens 1 MBit/s versorgt werden.

Ostdeutsche Bundesländer mit Nachholbedarf

In den drei Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin gibt es mit einer Verfügbarkeit von 99,9 Prozent bei Anschlüssen mit 1 MBit/s oder mehr kein Problem in der Verfügbarkeit von Breitband-Anschlüssen. Anders sieht es hingegen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen aus. Hier liegt die Verfügbarkeit bei unter 97 Prozent. Im Flächenland Bayern liegt der Anteil zwar bei 98,5 Prozent, dennoch sind mehr als 100 000 Haushalte von einer Unterversorgung betroffen.

Binnen Jahresfrist wurde die Verfügbarkeit auf Bundesebene im ländlichen Bereich von 86,7 Prozent auf nun 92,6 Prozent gesteigert. Die Gründe dürften im LTE-Ausbau, aber auch beim neuen Breitband-Satelliten Ka-Sat zu finden sein, der im Sommer seinen Betrieb aufgenommen hat. Vor allem in den drei oben genannten nach wie vor schwachen Bundesländern macht sich das mit einem Sprung von drei Prozentpunkten bemerkbar. Nach Angaben der Studie können 8,5 Millionen Haushalte mit LTE versorgt werden.

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