Breitbandatlas: 99,1 Prozent bekommen 1 MBit/s und mehr
11.03.2012 17:18
Wirtschaftsministerium veröffentlicht Ergebnisse des TÜV Rheinland
Von
 Breitbandstudie: Mehr als 99 Prozent der Deutschen bekommen 1 MBit/s und mehr
Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat erste Ergebnisse
einer Untersuchung der Breitbandversorgung in Deutschland des TÜV Rheinland vorgestellt.
Sie kommt zu dem Ergebnis,
dass die Breitbandnetze für einen besseren Internetzugang zügig
ausgebaut werden. An dem Ziel, mehr als 75 Prozent der Deutschen
bis 2014 mit mehr als 50 MBit/s versorgen zu wollen, hält die Regierung fest.
"Informations- und Kommunikationstechnologien sind für eine
moderne, wissensbasierte Gesellschaft von herausragender Bedeutung. Wichtige
Grundlage für die Anwendung der neuen Technologien ist ein hochleistungsfähiges
Internet", heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums von Minister
Philipp Rösler (FDP). "Im letzten halben Jahr ist uns ein großer Schritt zu
dieser umfassenden Versorgung gelungen. Hier werden wir in unseren
Anstrengungen nicht nachlassen."
Die jetzt vorgelegten Daten basieren auf einer Datenlieferung von mehr als 230 Breitbandanbietern.
In die Berechnung der Verfügbarkeit sind alle Technologien, also auch die
des Internet per Satellit, eingerechnet. Dabei wurde berücksichtig, dass die Satellitenanbieter
laut BMWi angeben, dass auf den Satelliten Kapazitäten für
etwa 250 000 Haushalte zur Verfügung stehen. Eine hundertprozentige Abdeckung lässt sich also
auch per Satellit nicht erreichen.
Mehr als 48 Prozent der Haushalte bekommen heute schon Übertragungsraten
von 50 MBit/s oder mehr. Hier wurde
im zweiten Halbjahr 2011 ein Zuwachs von fast acht Prozentpunkten erreicht.
Die Breitbandgrundversorgung mit mindestens 1 MBit/s ist der Erhebung nach mittlerweile für
über 99 Prozent
aller Haushalte in Deutschland gegeben. Von den rund 4,2 Millionen Haushalten
in ländlichen Regionen können seit Anfang 2012 nunmehr rund 92 Prozent mit mindestens
1 MBit/s versorgt werden.
Ostdeutsche Bundesländer mit Nachholbedarf
In den drei Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin gibt es mit einer Verfügbarkeit von 99,9 Prozent
bei Anschlüssen mit 1 MBit/s oder mehr kein Problem in der Verfügbarkeit
von Breitband-Anschlüssen. Anders sieht es hingegen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen aus.
Hier liegt die Verfügbarkeit bei unter 97 Prozent. Im Flächenland Bayern liegt der Anteil zwar bei 98,5 Prozent, dennoch
sind mehr als 100 000 Haushalte von einer Unterversorgung betroffen.
Binnen Jahresfrist wurde die Verfügbarkeit auf Bundesebene
im ländlichen Bereich von 86,7 Prozent auf nun 92,6 Prozent gesteigert. Die Gründe dürften im LTE-Ausbau,
aber auch beim neuen Breitband-Satelliten Ka-Sat zu finden sein, der im Sommer seinen Betrieb aufgenommen hat.
Vor allem in den drei oben genannten nach wie vor schwachen Bundesländern macht sich das mit einem Sprung von
drei Prozentpunkten bemerkbar. Nach Angaben der Studie können 8,5 Millionen Haushalte mit LTE versorgt werden.
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