Windows 8 und mehr

IFA 2012: Die nächste Tablet-Welle rollt heran

Nicht alle Modelle werden für die Messebesucher zu sehen sein
Von mit Material von dpa
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Tablet schlägt Ultrabook: Die Produktsuche der Elektronikmesse IFA zeigt für die flachen Lifestyle-Geräte mehr als zehn Mal so viele Treffer an wie für den schlanken und schnellen Windows-Laptop mit Intel-Prozessor. Dabei werden die besonders spannenden Tablets unterm Funkturm noch gar nicht offiziell präsentiert: Erste Hersteller zeigen ihre Tablet-Computer mit Windows 8 zunächst nur im kleinen Kreis.

Tablets auf der IFATablets auf der IFA Zu ihnen gehört das taiwanesische Unternehmen Asus, das zwei dieser Geräte auf der IFA zum ersten Mal in Europa vorstellen wird - nach der Premiere auf der Computex in Taiwan. Das Tablet 810 läuft mit dem "normalen" Windows 8 und einem Intel-Prozessor, das Tablet 600 mit der neuen, spzeiell für Prozessoren der ARM-Plattform entwickelten speziellen RT-Version von Windows.

In diesem Fall kommt der bekannte Nvidia-Prozessor Tegra 3 mit vier Rechenkernen zum Einsatz. Beide Geräte folgen dem Transformer-Konzept von Asus: Hier kann eine physische Tastatur an das Tablet angesteckt werden. "Es gibt viele Anwender, die das Tablet nicht nur fürs Konsumieren von Inhalten, sondern auch fürs produktive Arbeiten nutzen wollen", erklärt dazu Asus-Produktmanager Jörg Wissing.

Windows 8 sei ein Betriebssystem, das der großen Mehrheit der Anwender bereits sehr vertraut sei. Aber auch für Unternehmenskunden sei das ein großes Thema. "Weil die meisten bisherigen Tablets nicht so einfach in die Systemlandschaft der Unternehmen einzubinden sind, erwarten wir mit Windows 8 einen großen Nachfrageschub für diese Geräte­kategorie."

Das iPad dominiert den Markt noch immer

Der Markt wird bislang ganz vom iPad dominiert, das nach dem Erscheinen der ersten Generation 2010 die zuvor auf eine winzige Nische beschränkte Gerätekategorie in den Massenmarkt gehievt hat. Im zweiten Quartal dieses Jahres hatte Apple nach einer Erhebung des Marktforschers IDC einen weltweiten Anteil von 68,2 Prozent, gefolgt von den Android-Tablets des koreanischen Herstellers Samsung mit 9,6 Prozent und dem in Deutschland noch nicht verfügbaren Kindle Fire des Online-Händlers Amazon. Die weiteren Plätze nehmen Asus aus Taiwan (3,4 Prozent) und der südkoreanische Hersteller Acer (1,5 Prozent) ein.

"Die große spannende Frage ist, ob Microsoft das mit Windows 8 ändern kann", sagt der unabhängige Tablet-Experte Stefen Niemeyer in Berlin. "Microsoft hat sich Zeit gelassen und sehr genau angeschaut, wie iOS (das Apple-System) funktioniert, wie Android funktioniert." Mit der gleichzeitigen Unterstützung sowohl der Intel-Plattform als auch der Geräte mit ARM-Prozessor biete Microsoft den Software-Entwicklern einen großen Vorteil.

Auf der zweiten Seite erfahren Sie unter anderem, wie die Hersteller auf die eigenen Tablets von Microsoft reagieren.

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