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Wireless Application Protokoll: Mit WAP mobil ins Internet

Was kann das Wireless Application Protokoll?

Wireless Application Protokoll: Mit WAP mobil ins Internet
Wireless Application Protokoll: Mit WAP mobil ins Internet
"Mobil ins Internet" - mit aktuellen Smartphones ist dies heute Alltag. Für Handys mit kleineren Displays gibt es dabei optimierte Mobil-Seiten, Touchscreen-Geräte mit großem Bildschirm stellen auch reguläre Webseiten in vernünftiger Weise dar. In puncto schneller Datenübertragung erreichen heutige Geräte dank UMTS und dem Turbo HSDPA Geschwindigkeiten im Bereich von mehreren MBit/s - auch dies ist also kein Hindernis mehr für das Surfen unterwegs. Dank Flatrates und auch sonst günstigen Datentarifen ist die Nutzung zudem erschwinglich.

Doch das war nicht immer so: Noch vor wenigen Jahren waren die Handy-Displays in aller Regel kleiner und zum Teil sogar monochrom. Die Daten flossen im Bereich weniger kBit/s, und vor allem war die Nutzung in der Regel sehr teuer. In dieser Zeit musste also eine spezielle Lösung für mobile Endgeräte her, und eine solche war (und ist) WAP - das Wireless Application Protocol. Initiator von WAP war das WAP Forum, das schon vor geraumer Zeit in der Open Mobile Alliance (OMA) aufgegangen ist.

Dabei ist WAP nicht gleich WAP: WAP-fähige Handys bezeichnen oft Geräte, die mit WAP in der Version 1.2 klarkommen. Als Nachfolger gibt es noch WAP 2.0. Wir zeigen Ihnen die Unterschiede und was WAP ihnen bietet.

Die Anfänge: WAP 1.x

Das klassische World Wide Web gibt es mit WAP 1.x nicht zu sehen, sondern lediglich spezielle, für WAP optimierte Seiten. Die Design-Möglichkeiten sind dabei allerdings mehr als begrenzt. Entsprechend prägt die monochrome Darstellung bei vielen Nutzern die Erinnerung an WAP.

Doch das Ganze hatte natürlich einen seinerzeit guten Grund: Ziel von WAP war es, eine möglichst geringe Datenmenge zu übertragen. Gelöst wird dies neben den reduzierten Darstellungsmöglichkeiten über eine Komprimierung durch ein WAP-Gateway, von dem aus die Daten dann an das mobile Endgeräte gesendet werden.

WAP-Seiten werden in einer Auszeichnungssprache erstellt, die WML (Wireless Markup Language) heißt. Diese hat allerdings mit der Auszeichnungssprache HTML, die für das WWW verwendet wird, wenig gemein und ist damit inkompatibel. WAP-1.x-Seiten lassen sich in aller Regel nicht mit klassischen Desktop-Browser aufrufen - eine Ausnahme unter den fünf Großen im Markt ist der Opera, der WAP-1.x-Inhalte darstellen kann. Der letzte WAP-1.x-Standard ist die Version 1.2, die um die Jahrtausend-Wende erschien - im TK-Segment also vor einer wahren Ewigkeit. Das teltarif-Logo im WAP-Style
Das teltarif-Logo im WAP-Style

Für die Nutzung von WAP benötigt es entsprechend einer speziellen Konfiguration des Handys - die Zugangsdaten für Ihr Netz können Sie unserer WAP-Konfigurationsseite entnehmen. Die meisten Anbieter berechnen dabei für die WAP-Nutzung mittlerweile die selben Kosten wie für den klassischen Internet-Zugang - informieren Sie sich aber sicherheitshalber über die genauen Konditionen Ihres Providers.

Zum WAP-Komplex gehört zudem die WAP-Push-Technik, die dem Namen entsprechend Inhalte auf das Handy bringt. Bekannteste Variante sind SMS bei Bestellung von Klingeltönen und ähnlichem Content, bei denen per SMS ein Link auf eine Seite empfangen wird, der sich dann direkt aus der SMS heraus öffnen lässt. WAP Push wird dabei öfter für den Versand von Spam verwendet: Je nach Konfiguration des Handys öffnet sich unter Umständen durch Öffnen der SMS direkt die entsprechende WAP-Seite. Findige Anbieter verknüpfen damit direkt ein Abo.

WAP 2.0

Mit WAP 2.0 wagten die WAP-Initiatoren einen Bruch, um den sich steigernden Ansprüchen an die Internet-Darstellung auf dem Handy gerecht zu werden: So ist WAP 2.0 nicht abwärtskompatibel zu WAP 1.x (wenngleich die meisten WAP-2.0-fähigen Handys auch WAP 1.x unterstützen) und auch die technische Umsetzung unterscheidet sich. Als Auszeichnungssprache kommt hier eine reduzierte XHTML-Version zum Einsatz, genannt XHTML MP (Mobile Profile). CSS kann in einer speziellen WAP-CSS-Variante verwendet werden.

Bei der Datenübertragung kann (muss aber nicht) auf ein Gateway verzichtet werden, WAP 2.0 unterstützt im Gegensatz zu WAP 1.x für die komplette Verbindung zwischen Web-Server und Endgerät das Hypertext Transfer Protocol, kurz HTTP.

Heutige Bedeutung

Viele Smartphones unterstützen sowohl WAP 1.x als auch WAP 2.0 (wenn nicht über den eigenen Browser, dann über eine Alternative wie zum Beispiel Opera Mini oder Opera Mobile) - allerdings verfügen Sie in der Regel auch über einen HTML-Browser, der das ganze World Wide Web (WWW) darstellen kann. In Zeiten sinkender Entgelte für die Datenübertragung und immer größerer Geschwindigkeiten bei der Mobilfunk-Übertragung reduziert sich entsprechend zunehmend die Bedeutung von WAP - allerdings konnte WAP nie wirklich große Erfolge feiern. Trotzdem gibt es noch die WAP-Portale bei vielen Anbieter - so auch bei teltarif. Wenn Sie einen WAP-fähigen Browser nutzen, finden Sie das Angebot unter wap.teltarif.de.

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