
D115: Hier startete der Betrieb der 115
Wenn man bei öffentlichen Behörden etwas regeln muss oder auch nur eine bestimmte
Auskunft benötigt, ist es manchmal gar nicht so leicht, den richtigen
Ansprechpartner zu finden. Und hat man zunächst den Falschen dran, weiß dieser
auch nicht unbedingt, an welche Stelle man sich wenden muss. Schließlich ist
es bei einer hohen Zahl von Bundes-, Länder- und Kommunalbehörden auch für einen Einzelnen kaum möglich,
alles zu überblicken.
Eine schnelle und kompetente Beantwortung aller Bürgeranfragen in Verwaltungsdingen
soll allerdings die einheitliche Behördenrufnummer 115 ermöglichen, die seit April 2011 in den Regelbetrieb startete.
Im Rahmen des sogenannten Projekts D115 haben Bund, Länder und Kommunen gemeinsam spezielle Servicecenter
eingerichtet, die mit geschulten Telefonisten besetzt sein sollen. Ziel ist,
eine Reihe von häufig vorkommenden Anliegen sofort zu erledigen und
die Anrufer andernfalls an die richtige Stelle weiterzuleiten.
Schnelle Beratung: Vorgaben für die 115
Zumindest die Vorgaben klingen gut:
75 Prozent der 115-Anrufe sollen innerhalb von 30 Sekunden durch einen Mitarbeiter angenommen und
65 Prozent der 115-Anrufe beim ersten Kontakt beantwortet werden. Wenn eine Anfrage weitergeleitet wird, soll der Anrufer innerhalb von 24 Stunden innerhalb der Servicezeiten eine Rückmeldung je nach Wunsch per Mail, Fax oder Rückruf erhalten.
In puncto Kosten für den Anrufer soll sich noch etwas tun: Während die 115 aktuell als Sonderrufnummer
gewertet wird und zu den in den Tabellen angegebenen Kosten abgerechnet wird, soll die 115 künftig als Ortsnetzrufnummer
gelten und somit auch im Rahmen von Flatrates abgerechnet werden - angeblich spätestens Anfang 2012.
Doch bis zur Umsetzung dieses Vorhabens
war es ein weiter Weg. Die drei
Verwaltungsebenen mussten sich stärker als zuvor vernetzen, bisherige
Abläufe auf den Prüfstand stellen und Kompromisse ausarbeiten. Ein großer Teil des
Jahres 2008 wurde daher in die Entwicklung eines 400 Seiten starken
Konzeptpapiers investiert, das die Schritte zur Einführung der einheitlichen
Behördenrufnummer im Rahmen eines Pilotbetriebs festlegte. Dieser
startete im März 2009 und dauerte bis zum jetzigen Regelbetrieb der 115 knapp über zwei Jahre.
Meldungen zur 115 
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Behördenrufnummer - 01.02.12
Behördenrufnummer 115 bis Ende 2012 in 150 weiteren Kommunen
Die bundesweit einheitliche Behördenrufnummer soll bis Ende 2012 in 150 weiteren Kommunen eingeführt werden. Darüber können Bürger einen vereinfachten Zugang zu den Verwaltungsstellen von Bund, Ländern und Gemeinden bekommen. Und auch bei der Abrechnung der 115 soll sich in diesem Jahr etwas ändern.
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