Behördenruf 115

Behördenrufnummer 115: Kosten und Hintergründe

Unter der 115 ist die bundesweit einheitliche Behördenrufnummer geschaltet. Welchen Service Verbraucher unter dieser Nummer erwarten können und welche Kosten dafür aus dem Festnetz und den Mobilfunknetzen anfallen, verrät Ihnen unsere Infoseite.
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Behördenrufnummer 115: Kosten und HintergründeBehördenrufnummer 115: Kosten und Hintergründe Wenn man bei Ämtern und Behörden etwas regeln muss oder eine bestimmte Auskunft benötigt, ist es manchmal gar nicht so leicht, den richtigen Ansprechpartner zu finden. Und hat man zunächst den Falschen dran, weiß dieser auch nicht unbedingt, an welche Stelle man sich wenden muss.

Eine schnelle und kompetente Beantwortung aller Bürgeranfragen in Verwaltungsdingen soll die einheitliche Behördenrufnummer 115 ermöglichen, die seit April 2011 im Regelbetrieb ist. Im Rahmen des sogenannten Projekts D115 haben Bund, Länder und Kommunen spezielle Servicecenter eingerichtet, die mit geschulten Telefonisten besetzt sein sollen. Ziel ist, eine Reihe von häufig vorkommenden Anliegen sofort zu erledigen und die Anrufer andernfalls an die richtige Stelle weiterzuleiten.

Was kostet ein Gespräch zur 115?

Anbieter
(Festnetz)
Ortstarif Minuten-
preis
1&1 ja 2,9
Arcor /
Vodafone
Mo-Fr 7-18 ja 3,5
sonst ja 2
BITEL ja 2,9
bn:t Mo-Fr 8-18 ja 2,9
sonst ja 1,9
Deutsche Telekom ja 2,9
Dokom Mo-Fr 9-18 ja 3,65 1)
Mo-Fr 18-9
Sa-So 21-5
ja 1,37 2)
Sa-So 5-21 ja 2,19 3)
EWE.TEL ja 3
Freenet ja 2,9
o2/Alice ja 22
HEAG MediaNet nein 7
htp Mo-Fr 8-18 ja 3,5
sonst ja 1,5
Kabel Deutschland ja 2,9
Kabel BW Mo-Fr 9-18 ja 2,9
sonst ja 1,0
KielNET nein 7
M-net ja 2,9
NetAachen ja 2,5
NetCologne ja 2,5
osnatel ja 3
QSC nein 5,9
Tele2 ja 3,9
Tele Columbus ja 1,9
Versatel ja 7
Unitymedia ja 2,5
Stand: Juni 2013, Preise in Cent.
 1) Abrechnung im 90-Sekunden-Takt.
 2) Abrechnung im 240-Sekunden-Takt.
 3) Abrechnung im 150-Sekunden-Takt.
Anfangs hatte der Gesetzgeber den Netz­betreibern und Providern keinen festen Tarif für die Berechnung von Gesprächen zur 115 vorgegeben. Im Frühjahr 2012 konnte sich allerdings das Bundes­innen­ministerium mit seiner Forderung durchsetzen, dass die 115 zum Preis eines Orts­netz­gesprächs abgerechnet werden soll. Welche Festnetz­provider diesem Wunsch bereits nachgekommen sind, sehen Sie in der Tabelle. Von dieser Regelung profitieren insbesondere die Nutzer einer Festnetz-Flatrate. Hat der Provider auf die Abrechnung zum Ortstarif umgestellt, sind die Verbindungs­kosten zur 115 in der Flatrate eingeschlossen.

Nutzt man keine Festnetz-Flatrate oder hat der eigene Provider die Abrechnung noch nicht umgestellt, fallen die auf­gelisteten Minutenpreise an. Momentan sind die Verbindungs­preise für Gespräche werktags zwischen 18 Uhr und 8 Uhr und am Wochenende eine rein theoretische Angabe, da die Behörden­rufnummer in dieser Zeit (noch) nicht erreichbar ist.

Vorgaben für die 115: Schnelle Beratung und Vermittlung

Zumindest die Vorgaben klingen gut: 75 Prozent der 115-Anrufe sollen innerhalb von 30 Sekunden durch einen Mitarbeiter angenommen und 65 Prozent der 115-Anrufe beim ersten Kontakt beantwortet werden. Wenn eine Anfrage weitergeleitet wird, soll der Anrufer innerhalb von 24 Stunden innerhalb der Service­zeiten eine Rückmeldung je nach Wunsch per Mail, Fax oder Rückruf erhalten. Die Behörden­ruf­nummer ist in den teilnehmenden Regionen montags bis freitags von 8 Uhr bis 18 Uhr erreichbar.

Das kostet ein Anruf bei der 115 vom Handy

Anbieter
(Mobilfunk)
Preis
Vertrag
Preis
Prepaid
BILDmobil - 9
Blau 17 17
callmobile - 50
congstar 20 20
E-Plus 17 17
Fonic - 9
maxxim 15 1) 8-29 1)
o2 9-29 1) 9-29 1)
simply 15 1) 19
simyo 9 9
T-Mobile 29 1) 9-29 1)
Tchibo 9-19 1) 9-19 1)
Vodafone 9-29 1) 9
Stand: Juni 2013, Preise in Cent.
 1) je nach Tarif im Tarifvolumen inbegriffen.
Für Mobilfunk­anbieter gibt es noch keine Vorgabe für einen Ortsnetz­tarif bislang noch nicht. Einige Provider behandeln Anrufe bei der 115 jedoch wie Festnetz­gespräche. Daher berechnen die Mobilfunk­anbieter hier je nach Tarif recht unterschiedliche Minutenpreise, die Sie der Tabelle entnehmen können.

Jede Kommune, die den Service der Behörden­ruf­nummer anbieten möchte, muss Informationen zu den 100 am meisten nachgefragten Leistungen bereitstellen können. Dazu gehören Informationen zur Beantragung von Personal­ausweis und Reisepass, Melde­register­aus­künfte und Wohn­sitz­meldungen, Dienst­leistungen rund um Ehe­schließung, KFZ und Wohngeld sowie Gewerbe-Anmeldungen. Die Dienststellen auf Landes- und Bundesebene legen die vorgeschriebenen Top-Leistungen selbst fest.

Ratgeber zum Thema Sonderrufnummern

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