teltarif.de MOBIL · DIENSTE · RSS
Größtes deutschsprachiges Telekommunikations-Magazin *
Newsletter für: 
Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. Meldung Meinung Service teltarif.de 22.03.2010 


Hinweis: Ihr Browser beachtet anscheinend keine Style Sheets, deswegen kann diese Seite seltsam aussehen.

  teltarif.de       Internet       Infoseite: Stromsurfen

Powerline - Das Internet aus der Steckdose

http://www.teltarif.de/powerline

Vom Hoffnungsträger zur Inhouse-Lösung


Filiago DSL via Satellit
Powerline, die Technologie, die dafür sorgt, dass nicht nur 230-Volt Strom, sondern auch das Internet und Telefonie aus der Steckdose kommen, galt bei Experten schon vor dem Marktstart im Juli 2001 als Flop. Powerline, so wurde orakelt, habe keinerlei Chance auf dem hart umkämpften Zukunftsmarkt der breitbandigen Zugangstechnologien gegen die Konkurrenztechnologien DSL, TV-Kabel und WLAN. Die Skeptiker sollten Recht behalten: Powerline, kurz auch PLC (Powerline Communications) genannt, war bislang alles andere als ein Markterfolg. Allerdings: tot ist Powerline noch nicht.

Powerline-Access und Inhouse-Netzwerke


Und Vorsicht, Powerline ist nicht gleich Powerline. Es muss grundsätzlich zwischen zwei Disziplinen unterschieden werden: Die erste, der so genannte 'Access', ist die Domäne der Energieversorger. Hier wird die Distanz zwischen dem Telekommunikationsbackbone und dem Endkunden über das Stomnetz überbrückt. Diese Internetzugänge haben den Pluspunkt, dass sie immer online sind; die Abrechnung erfolgt nach übertragenem Datenvolumen. Internet via Powerline-Access gibt es in Deutschland bis dato in fünf Städten: Dresden, Ellwangen, Hameln, Haßfurt, Mannheim und in der Gemeinde Hatzenbühl in Rheinland-Pfalz.
     Bei der zweiten Form, dem so genannten 'Inhouse-Netzwerk', gelangen die Datenströme auf herkömmliche Weise über das Telefonnetz zum Kunden. Dieser kann dann innerhalb einer Wohnung, eines Hauses oder Gebäudes hausinterne Netzwerke konfigurieren, bei denen eine jede beliebige Steckdose ein Zugang zum Netzwerk ist.

"Letzte Meile" und "funkende Kabel"

Die Idee, die hinter Powerline steckt, hat auf den ersten Blick durchaus ihren Reiz. Warum nicht das flächendeckend verbreitete Stromnetz mit einem zweiten Nutzen versehen und es zum Kommunikationsnetz machen? Zu Zeiten des Telekom-Monopols war dieser Gedanke zwar noch müßig, weil schlichtweg nicht erlaubt. Mit der Deregulierung des telekommunikativen Marktes im Jahr 1998 änderte sich die Situation schlagartig. Was einst verboten, war jetzt erlaubt. Energieversorgungsunternehmen und Technologiefirmen stürzten sich mit Enthusiasmus in die Aufgabe, funktionstüchtige Powerline-Systeme zu entwickeln. Vollmundig wurde angekündigt, das Telekom-Monopol auf der "letzten Meile", werde nun einen ernsthaften Konkurrenten bekommen.
     Dummerweise tauchten alsbald massive Probleme auf. Der technische Trick bei Powerline ist, einen hochfrequenten Datenkanal auf die niederfrequente Stromleitung aufzumodellieren. Während die Elektrizität auf der standardisierten Frequenz von 50 Hz durch die Kupferadern rauscht, benötigt die Datenübertragung mit Powerline wesentlich höhere Trägerfrequenzen im Megahertz-Bereich. Das bringt aber einen äußerst unangenehmen Nebeneffekt mit sich: Die Stromleitungen werden zu Sendeantennen, deren Störfelder anderen Funkdiensten - Polizei-, Militär- und Amateurfunk - in die Quere kommen können.
     Im Lager der Amateurfunker hat Powerline deshalb erbitterte Feinde gefunden, die die "umweltverschmutzende" Technologie am liebsten verboten sähen: Nachzulesen auf der Website des Deutschen Amateur-Radio-Club e.V. (DARC).
     Die Störfeld-Problematik führte dazu, dass der Bundesrat erst im Frühjahr 2001 die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die kommerzielle Nutzung der Powerline-Technologie festschrieb. Wichtigste Voraussetzung: Andere Funkdienste dürfen nicht gestört werden. Frei nach dem Motto 'Das Kabel darf nicht funken!' definierte die damalige Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP), seit 2005 Bundesnetzagentur (BNetzA) genannt, strikte Grenzwerte für erlaubte Störfeldstärken in der ab Juli 2001 gültigen Nutzungsbestimmung 30 (NB 30) und machte damit den Weg für Powerline frei.
     Ein langes Leben sollte der NB 30 aber nicht beschieden sein. Eine EU-Kommission urteilte, die Grenzwerte seien im europaweiten Vergleich viel zu streng, hebelte NB 30 aus und forderte Nachbesserung - seitdem ist die Rechtslage 'schwebend'.
 

1 2 3 4>>
 
nächste Seite: Powerline-Access: Die Aussteiger und der weltweite Spitzenreiter

Ihre Meinungen und Erfahrungen:

Betreff Autor Datum
Lustiges Video zu Netzwerk-Technologien tvjunkie 29.07.09 23:12
85 Mbit/s kreitschie 13.04.09 05:57
RE: Kann ich nicht bestätigen Mattes 29.03.09 18:01
RE: Kann ich nicht bestätigen MGrotegut 29.03.09 17:36
Beitrags-Index ]  [ Thread-Index ]  Ihre Meinung schreiben ]

Sie haben bei unserem Online-Forum die Möglichkeit, Ihre eigenen Kommentare und Meinungen zu den von uns veröffentlichten Artikeln und Anbieterseiten abzugeben oder die Meinungen anderer teltarif-Leser abzufragen. Probieren Sie es doch einfach mal aus!
DSL
10 Jahre DSL
Die Technik
Kosten für Privatkunden
Aktuelle Tipps
Letzte Meldungen zum Thema
Meinung und Diskussion
Themen-Forum: Rund um DSL
Frei Sprechen: Thema DSL
Werbung

Hier klickenClick Here


Filiago - DSL via Sat

DSL-Tarifrechner
Ihre Ortsvorwahl: (optional)
Ihr jetziger Telefonanschluss:
Anschlusswechsel akzeptabel?
Nutzungsprofil:
Minimaler Downstream:
DSL-Alternativen
Die Techniken
Angebote im Überblick
Aktuelle Tipps
Meinung und Diskussion
Diskussions-Foren zu den Themen:
Kabel-Internet, WiMAX, Powerline
Frei Sprechen: Mobil online
Internet
Internet via TV-Kabel
Hintergrund
Letzte Meldungen zum Thema
Meinung und Diskussion
Themen-Forum: Kabel-Internet
Frei Sprechen: Kabel-Internet

 
Alle Texte und Tabellen © 1997 - 2010 teltarif.de Onlineverlag GmbH
[Homepage] · [Unternehmen] · [Impressum] · [Feedback] · [Mediadaten] · [Partnerprogramm] · [Presse] · [Jobs]
*) teltarif.de registrierte zuletzt 600 000 Unique User pro durchschnittl. Monat
Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2009-IV, Erwachsene ab 14 Jahre