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Powerline: Die Standards bei Inhouse-Powerline

Powerline für die Inhouse-Versorgung setzt auf verschiedene Standards. Hier finden Sie Infos zu verfügbaren Datenraten, Sicherheit und anderen Features.
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Powerline-Standard HomePlug Powerline-Standard HomePlug Mit HomePlug, HomePlug AV und HomePlug AV2 hat die HomePlug Powerline Alliance, in der sich verschiedene Hardware- und Chip-Hersteller zusammen­geschlos­sen haben, bereits drei Standards für Powerline-­Datenübertragungen verabschiedet. Zum Schutz vor unerwünschten Lauschangriffen verwenden Powerline-Systeme, die mit einem der HomePlug-Standards konform sind, grundsätzlich eine Verschlüs­selung. Sowohl die Stärke der Verschlüs­selung als auch die maximale Daten­rate hat sich im Vergleich zum ersten HomePlug-Standard 1.0 in den letzten Jahren deutlich erhöht. Während HomePlug AV und AV2 kompatibel zueinander sind, besitzen Geräte mit diesen neueren Standards in der Regel keine Abwärts­kompatibilität zu HomePlug 1.0.

HomePlug AV verspricht Datenraten von bis zu 200 MBit/s

Der im August 2005 verabschiedete Powerline-Standard HomePlug AV ist mit theoretisch maximalen Datenraten von bis zur 200 MBit/s erheblich leistungsfähiger als der Vorgängerstandard HomePlug 1.0. Die reale Performance von HomePlug AV wird auf 70 bis 100 MBit/s geschätzt. Zur Verschlüsselung dient ein 128-Bit-AES-Verschlüsselungsalgorithmus. Zudem erlaubt der Standard auch Netzwerk­verbindungen über Koaxial- und Telefonkabel.

Nachfolger noch schneller: HomePlug AV2

Im Januar 2012 verabschiedete die HomePlug Alliance den neuesten Standard, HomePlug AV2. Dieser verspricht Brutto­datenraten von bis zu 1 GBit/s, selbst unter optimalen Bedingungen steht dem Nutzer aber nicht die volle Bandbreite zu Verfügung. HomePlug AV2 soll sich besonders gut für Multimedia-Übertragungen von Audio- und Video­streams im Heimnetzwerk eignen.

AVM Fritz!Powerline 500E und 520EAuch AVM bietet mittlerweile Powerline-Adapter. Einige Powerline-Adapter im freien Handel setzen aber noch auf den Vorgänger HomePlug AV und versprechen dabei Brutto­datenraten von bis zu 500 MBit/s. Auch hier liegt die Nutz­datenrate natürlich wieder deutlich geringer, da Bandbreite für die physikalische Übertragung und die verwendeten Protokolle benötigt wird. Ein Anhaltspunkt für die erzielbaren maximalen Geschwindigkeiten für Powerline-Adapter ist, dass in einigen Modellen ohnehin nur Fast Ethernet für die kabel­gebundene Schnitt­stelle zum Router oder PC verbaut ist, das eine maximale Daten­übertragungsrate von 100 MBit/s bietet.

Um möglichst hohe Geschwindig­keiten zu erreichen, sollte der Nutzer nicht auf den Standard allein vertrauen, sondern alle Adapter möglichst aus der gleichen Modellreihe eines Herstellers wählen, um die größtmögliche Kompati­bilität zu erreichen.

Deutlich veraltet: HomePlug 1.0

Powerline-Adapter nach dem HomePlug-Standard 1.0 versprechen eine theoretische Bandbreite von 14 MBit/s. Mit eigenen Entwicklungen abseits vom Standard versprechen die Hersteller sogar bis zu 85 MBit/s. In der Praxis werden solche Datenraten allerdings nicht erreicht.

Wo in Neubauten Datendurchsatzraten von über 10 MBit/s erreicht werden, kann in Altbauten oder Gebäuden mit heterogener Verkabelung die Datenrate leicht unter 5 MBit/s fallen oder im schlechtesten Fall das System gar nicht erst funktionsfähig sein. Proportional zur Qualität der Verkabelung ist auch die Distanz, die Powerline-Verbindungen fähig sind zu überbrücken. Bei neueren Kabel­strukturen sind bis zu 200 Meter möglich, während auf maroden Leitungen nur ein Bruchteil dieser Distanz erreicht wird. Da ein deutlich zuver­lässigerer und schnellerer Standard bereits seit Längerem verfügbar ist, ist heute vom Einsatz von HomePlug-1.0-Geräten abzuraten. Auch die 56-Bit-DES-Verschlüsselung von HomePlug 1.0 ist heute nicht mehr zeitgemäß.

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