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Was ist Paging und welche Pager-Dienste gibt es?

Funkruf (englisch "Paging") bedeutet, dass Nachrichten über ein Funknetz an kleine Empfänger (Pager) ausgestrahlt werden. Es handelt sich hierbei um von Mobilfunktelefonen unabhängige Funknetze,
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Was ist Paging und welche Pager-Dienste gibt es?Was ist Paging und welche Pager-Dienste gibt es? Funkruf (englisch "Paging") bedeutet, dass Nachrichten über ein Funknetz an kleine Empfänger (Pager) ausgestrahlt werden. Es handelt sich hierbei um von Mobilfunktelefonen unabhängige Funknetze, welche auf einer niedrigeren Frequenz arbeiten und somit einen stabileren Empfang auch innerhalb von Gebäuden und in entlegenden Gebieten gewährleisten.

Beim Paging unterscheidet man zwischen alphanumerischen Nachrichten (Text-Nachrichten), numerischen Nachrichten (Nachrichten, welche ausschließlich Ziffern enthalten) und Ton-Nachrichten, also Aussendungen eines speziellen Tonsignals, dessen Bedeutung vorher vereinbart werden muss.

Paging genoss eine gewisse Popularität in Deutschland während der Jahre 1995 bis 1998. Manch einer erinnert sich vielleicht noch an Markennamen wie Quix, Telmi oder Scall. Mit zunehmender Verbreitung der mobilen Telefonie, insbesondere mit Einführung von Prepaidkarten, wurde Paging immer unattraktiver. Hauptgrund war, dass der Versand einer Pager-Nachricht damals sehr teuer war. Das Prinzip war einfach: der Nutzer zahlte keine Grundgebühr - somit war aber der Nachrichtenversand sehr teuer. Diese Kalkulation rechnete sich nicht.

In vielen Ländern wurden Paging-Netze abgeschaltet, in anderen Ländern wurden neue Firmen gegründet, welche die Vorteile von Paging herausarbeiten und die Dienste weiterführen. In Deutschland und Frankreich wird das Paging-Netz von der e*Message Wireless Information Services Europe GmbH weitergeführt und ausgebaut. Übrigens der einzige Mobilfunkanbieter in diesen beiden Ländern, welcher schwarze Zahlen schreibt.

Welche Kosten entstehen, welche Pager-Dienste gibt es?

Für den Besitzer eines Pagers entstehen außer einer monatlichen oder jährlichen Grundgebühr keine Kosten. Möchte man eine Nachricht an einen Pager senden oder soll eine Nachricht an einen Pager gesendet werden (zum Beispiel von einem automatisierten System), kann der Versand in den meisten Fällen kostenlos erfolgen. Es muss also nicht für jede Nachricht einzeln bezahlt werden.

Beim Paging unterscheidet man heute zwischen "Personal Paging" und "Data Broadcast". "Personal Paging" bezeichnet die klassische Form, mit einem kleinen Empfänger persönliche Nachrichten zu erhalten. "Data Broadcast" bezeichnet die Möglichkeit, allgemeine Informationen, zum Beispiel Börsenkurse, auf einem kleinen Endgerät zu empfangen. Auch beim "Data Broadcast" entstehen über eine monatliche oder jährliche Pauschale hinaus keine nutzungsabhängigen Gebühren. In Deutschland bietet der Dienst e*Cityruf (www.cityruf.de) die Möglichkeit, persönliche Pager-Nachrichten empfangen zu können. "Data Broadcast" wird in Deutschland von zwei verschiedenen Diensten realisiert:

  • Der Dienst e*Skyper (www.skyper.de) bietet die Möglichkeit, aus einem großen Pool von Informationen die Rubriken auszuwählen, welchen einen interessieren und zu welcher man fortan Informationen auf einem kleinen Endgerät (Pager) empfangen möchte. Das Spektrum der Rubriken reicht von Politik, Wirtschaft, Börse, über Sport Live-Berichterstattung bis hin zu lokalen Kultur-, Restaurants- und Szene-Tipps.
  • Der Dienst e*Broker (www.ebroker.de) hat sich auf Börseninformationen spezialisiert. Alle 90 Sekunden empfängt der Pager über 1 000 aktuelle Börsenkurse. Das entspricht 11 Millionen Zeichen im Monat oder 70 000 SMS.
  • Sowohl bei e*Skyper als auch bei e*Broker sind die Informationen jederzeit am Gerät abrufbar und müssen nicht umständlich und kostenpflichtig geholt oder angefordert werden.
  • Egal, wie oft man die Informationen erhält oder liest - es entstehen außer einer monatlichen oder jährlichen Grundgebühr keine nutzungs- oder volumenabhängigen Kosten.

Einsatzmöglichkeiten für Pager

Pager sind (in Deutschland) so konzipiert, dass sie keine Nachrichten versenden, sondern nur empfangen können. Das könnte auf den ersten Blick als Nachteil aufgefasst werden - beim genaueren Hinsehen jedoch ergeben sich dadurch jedoch zahlreiche Vorteile: Pager geben keine hochfrequente Störstrahlung ab und dürfen daher auch in sensiblen Umgebungen eingeschaltet bleiben, wo das Mobiltelefon aus Knigge- oder aus Sicherheitsgründen ausschaltet werden muss: in Krankenhäusern oder Arztpraxen, in Serverräumen oder Rechenzentren, im Kino oder in der Oper, in Flugzeugen, in explosionsgefährdeten Umgebungen oder in Sicherheitsbereichen allgemein.

Pager eignen sich optimal zur E-Mail Benachrichtigung. Egal wie viele E-Mails benachrichtigt und angezeigt werden, es entstehen keine nutzungsabhängigen Kosten. Auch kann der Pager benutzt werden, um neue Anrufe auf dem Mobiltelefon zu melden.

Die Mobiltelefonnetze bieten Features, welche ermöglichen, eingehende Anrufe während das Handy ausgeschaltet ist, zu registrieren und diese bei erneuten Einschalten des Handys per SMS zu melden. Hierfür würde sich ein Pager besser eignen: da dieser immer eingeschaltet ist und man ihn immer bei sich haben kann, würde man auch dann zeitnah über Anrufe informiert, wenn das Mobiltelefon einmal ausgeschaltet sein sollte. So bleibt man auch dann für dringende Fälle erreichbar, wenn man nicht gestört werden möchte und das Telefon ausschaltet oder nicht dabei haben sollte.

Pager können als "zentrales Benachrichtigungstool" verwendet werden, auf welchem alle Fäden zusammenlaufen: Man wird über Sprach- und Faxanrufe informiert, welche auf dem heimischen Festnetzanschluss auflaufen, man wird über neue Anrufe im Büro benachrichtigt, über Anrufe auf dem Mobiltelefon sowie über Sprach- und Faxnachrichten in der Mobilbox. Auch können alle geschäftlichen und privaten E-Mails auf dem Pager notifiziert werden.

Im geschäftlichen Einsatz eignen sich Pager, Informationen an einzelne oder an eine große Gruppe von Personen zu senden. Soll zum Beispiel ein Server Störmeldungen automatisiert an einen Empfänger senden, eignet sich hierfür der Pager, da dieser nie ausgeschaltet wird und immer erreichbar ist (auch in sensibler Umgebung, zum Beispiel wenn der Bereitschaft habenden Techniker im Kino sein sollte).

Soll eine große Gruppe von Mitarbeitern mit nur einem Knopfdruck erreicht werden, kann dieses mit Paging sehr kostengünstig realisiert werden. Die Nachricht wird nur einmal ausgestrahlt, erreicht jedoch alle angeschlossenen Teilnehmer gleichzeitig.

Welche Möglichkeiten die Pager-Netze bietet, hat Ende 2012 der TK-Experte Professort Torsten Gerpott im Auftrag von e*Message vorgestellt.

Paging über Satellit

Einen besonderen Stellenwert nimmt der Dienst e*Cityruf Global (www.ecityruf-global.de) ein. Unter diesem Produktnamen werden in Deutschland Iridium-Pager vermarktet. Dieser Pager empfängt seine Nachrichten direkt von einem der 66 Iridium-Satelliten, welche die Erde umkreisen. Der Dienst funktioniert somit überall auf der Erdoberfläche. Egal, ob man sich in kargen Wüstenregionen, in tropischen Regenwäldern oder in den Metropolen dieses Planeten aufhält - e*Cityruf Global ist bereits dort, bevor man hinreist.

Anbieter und Dienste für Pager

Paging-Dienste werden in Deutschland und Frankreich von der e*Message Wireless Information Europe GmbH angeboten. Folgende Services sind in Deutschland verfügbar:

Pager Kosten monatlich Kosten jährlich
e*Cityuf Regional 12,50 125,00
National 17,70 177,00
e*Broker Börsenkurse 35,85 -
Stand: November 2013, Preise in Euro.

Über die beim Anruf einer Paging-Nummer aus dem Festnetz entstehenden Kosten informieren wir Sie auf einer weiteren Infoseite. Für Anrufe vom Mobilfunk gelten abweichende Tarife. Diese erfahren Sie in unseren Infoseiten zu Sonderrufnummernkosten für Vertragskunden und Prepaid-Kunden.

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