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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 21.05.2013 |
Messenger für Smartphones: WhatsApp und die AlternativenNutzerbasis und Datenschutz kritische Merkmale![]() Smartphone-Messenger wie WhatsApp liegen im Trend. Der Siegeszug des Messaging-Dienstes WhatsApp ist eng mit dem Siegeszug von Smartphones verwoben: WhatsApp ermöglicht es, anderen Nutzern kostenlose Kurznachrichten zukommen zu lassen. Die Dienste werden deswegen von vielen Smartphone-Nutzern als SMS-Ersatz genutzt. Zunächst mussten nur iOS-Nutzer einen einmaligen Betrag bezahlen - mittlerweile zahlen Nutzer aller anderen Plattformen nach einem kostenlosen Jahr rund einen Euro pro Jahr: Ein Millionen-Geschäft für den Betreiber, der allerdings keine Nutzerzahlen veröffentlicht. WhatsApp gehört in Deutschland sowohl bei iOS als auch bei Android zu den Apps, die am häufigsten heruntergeladen werden. Für viele Nutzer die interessanteste Funktion: Die Textnachrichten über WhatsApp und andere Dienste ersetzen eine SMS. Damit werden Kosten deutlich gesenkt, denn SMS kosten je 160 Zeichen einen kleinen Cent-Betrag - Flatrates ausgenommen. Auf dem Messenger-Markt gibt es aber nicht nur WhatsApp. Wir zeigen Ihnen einige alternative Dienste - eine Übersicht über die einzelnen Dienste und Features finden Sie am Ende des Artikels. Die Geschichte: Von ICQ zum Blackberry Messenger bis hin zum Smartphone-MessengerModerne Messaging-Dienste wie WhatsApp oder Viber sind auf dem Smartphone zu Hause. Die Klassiker wie ICQ oder AIM sind auf dem Desktop groß geworden und haben erst spät den Sprung auf das Handy geschafft. Selbst soziale Netzwerke, die auf ihren Webseiten recht früh auch Chat-Funktionen angeboten haben, haben erst spät mobile Clients veröffentlicht. Ein Vorreiter war der Blackberry-Hersteller Research in Motion, der mit seinem Blackberry Messenger seine Kunden untereinander verbunden hat: früher ein Verkaufsargument, das heute aber kaum mehr zieht. WhatsApp setzt zur Identifizierung seiner Nutzer auf die Telefonnummer. Von klassischen Instant Messengern setzt sich WhatsApp ab, indem es nicht auf die klassische Chateinladungen setzt, sondern seine Nutzer anhand der der Telefonnummern im Adressbuch verbindet: Dazu durchsucht WhatsApp das Adressbuch des Nutzers und lädt sämtliche (als Mobilfunknummer) gespeicherte Rufnummern auf seine Server in den USA. WhatsApp unterscheidet zwischen Nummern, die dem Netzwerk als Nutzer bekannt sind und externen, also Nummern, die keinem Benutzer zugeordnet sind. Auf den Servern werden die Nummern analysiert und die Benutzer miteinander verbunden. Ist eine Telefonnummer nicht als Nutzer von WhatsApp bekannt, soll laut den Datenschutzbestimmungen nur ein Hash der Nummer gespeichert werden. Meldet sich ein Nutzer mit einer so gespeicherten Nummer neu an, werden die entsprechenden Verbindungen zu den anderen Nutzern aktiv. Nach diesem Prinzip gehen meist auch die anderen Dienste vor. Alternativen: Viber, KakaoTalk oder TangoAuf dem Prinzip von WhatsApp basieren auch einige weitere Messaging-Dienste. Die meisten dieser Dienste unterstützen neben Textnachrichten auch das Versenden von Fotos und einige erlauben kostenlose Gespräche zwischen den Nutzern. Die Nutzung ist meist kostenlos, selbst Gebühren zum App-Download oder Jahres-Abo-Gebühren fallen meist nicht an. Alternative Messenger wie Viber, Line, KakaoTalk oder Tango verfügen je über eine Nutzerbasis, die in Deutschland bei weitem nicht an WhatsApp herankommt - allerdings sind sie in manch anderen Ländern schon weiter verbreitet. Der mit vielen Vorschusslorbeeren bedachte Dienst Hike konnte zunächst aufgrund einiger Sicherheitslücken nicht überzeugen. Kurz nach dem Start begann der Dienst jedoch, Textnachrichten verschlüsselt zu übertragen. forfone ist einer der wenigen Dienste, die in Europa heimisch sind: Der Anbieter hat seinen Stammsitz in Wien. forfone-Nutzer können auch normale Telefonnummern anrufen: Das funktioniert über einen eigenständigen VoIP-Dienst, der aber pro Gesprächsminute Kosten verursacht. Hinter ChatOn steckt der koreanische Hersteller Samsung, der seinen eigenen Dienst mit Apps auf allen verbreiteten Plattformen anbietet - und sogar eine Web-Version entwickelt hat. Diese Dienste nutzen alle die Telefonnummer als Benutzername. Daher können sich Nutzer meist nicht mit dem gleichen Account auf mehreren Geräten anmelden. Die Messenger gibt es auf den verbreiteten Smartphone-Plattformen wie Android, iOS und Windows Phone. Symbian und Blackberry werden nicht immer vollumfänglich unterstützt - gerade Sprachdienste sollen hier für Probleme sorgen. Sogar für das von Samsung entwickelte System Bada gibt es von manchen Messaging-Diensten eine eigene App. Joyn: Die Alternative der NetzbetreiberDie wegbrechenden SMS-Umsätze spüren die Netzbetreiber deutlich. Deswegen wird von ihnen zusammen mit der GSM-Association (GSMA) ein Alternativ-Dienst entwickelt: Joyn. Dieser soll die SMS ersetzen und zu WhatsApp und Co. in Konkurrenz treten. Ob dies gelingt, ist aktuell nicht abzusehen: Der Dienst befindet sich noch im Beta-Stadium und ist nur für wenige Kunden verfügbar. Allerdings soll der Dienst ebenso leicht einzurichten und zu bedienen sein. Dagegen werden Joyn-Nutzer auf neue Bezahlmodelle stoßen: Je nach genutztem Smartphone-Tarif entstehen unterschiedliche Kosten - möglicherweise werden die Netzbetreiber auch unterschiedliche Tarifierungsmodelle nutzen. Messaging und Social Networking vereintIn den sozialen Netzwerken wie Facebook, Google+ oder Xing können Nutzer sich gegenseitig Nachrichten zusenden. Mit den entsprechenden Apps finden diese den Weg auf das Smartphone. Facebook bietet einen eigenständigen Messenger, der die Chat- und Nachrichtenfunktion von der umfassenderen Facebook-App abspaltet. Mit diesen Messenger-Apps werden die Daten des Adressbuchs nicht zwangsläufig auf die Server des Betreibers geladen. Auch die Benachrichtigung erfolgt meist recht zügig. Grundsätzlich bietet sich auch die E-Mail als Kommunikationsmittel an - diese wird auf den meisten Smartphones ebenfalls als Push-Mail zugestellt. iOS-Nutzer haben auf ihren Geräten Zugriff auf iMessage und Facetime. Mit diesen Diensten können Nutzer untereinander kostenlos telefonieren und chatten. Auf anderen Plattformen sind iMessage und Facetime nicht verfügbar. Datenschutz und SicherheitDie Messaging-Dienste greifen meist auf das Adressbuch des Nutzers zu. In den Datenschutzbedingungen der meisten Anbieter wird zwar meist ein Verkauf der Daten an Dritte ausgeschlossen, aber Zweifel bleiben. Auch ist nicht immer festzustellen, wo die Daten gespeichert werden und wer überhaupt den Dienst betreibt. Insbesondere WhatsApp hatte in der Vergangenheit mit Sicherheitsproblemen zu kämpfen. Zeitweise war es möglich, dass Unbefugte Accounts von Nutzern übernehmen konnten. Der Betreiber von WhatsApp reagierte darauf nur zögerlich. Problematisch an manchen Messaging-Diensten ist, dass die Nachrichten nicht verschlüsselt übertragen werden: In unsicheren WLAN-Netzen können dann Nachrichten von anderen WLAN-Teilnehmern mitgeschnitten werden. Wünschenswert wäre die Möglichkeit, bestimmte Rufnummern nicht mit dem Dienst zu teilen - gerade berufliche Kontakte möchte nicht jeder einem Anbieter anvertrauen, der nicht auf deutsche bzw. europäische Datenschutzbestimmungen festgelegt ist. Alternativ bieten sich hier Messenger von sozialen Netzwerken oder klassische Instant Messenger an. Die Features und Nachrichtenarten der Messaging-Dienste im Überblick
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