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Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 28.05.2012 

Instant Messenger: So kommunizieren Sie in Echtzeit

ICQ, AIM, Yahoo, Google Talk, Microsoft Live Messenger und mehr


Instant Messaging hat sich im Internet zu einer beliebten Kommunikationsform entwickelt. Kein Wunder, ermöglichen entsprechende Dienste im Gegensatz zur E-Mail die Kommunikation in Echtzeit und müssen im Gegensatz zum Chatten über Webseiten eben nicht auf ein "Zwischenmedium" zurückgreifen.

Auf dem Markt der Instant Messenger (kurz: IM) sind dabei mehrere "große" Angebote verfügbar: das altbekannte ICQ, der AOL Instant Messenger (AIM), der Yahoo Messenger, der Windows Live Messenger, Google Talk, Skype und viele mehr. Den ersten fünf genannten Diensten ist gemein, dass sie eigene Protokolle nutzen, die Funktionsweise also nicht öffentlich ist. Google indes setzt bei seinem Dienst auf das offene Protokoll XMPP/Jabber - dazu später mehr.

Aus Anwendersicht wäre es natürlich nett, wenn die Kommunikation über die Grenzen der Dienste hinweg möglich wäre, da dies die Suche nach dem richtigen Messenger auf das Erscheinungsbild und die Nutzbarkeit reduzieren würde. Das übergreifende Kommunizieren funktioniert aber nur in Teilen der Instant-Messenger-Welt. Für diese Problematik ist indes Abhilfe mittels so genannter Multi-Messenger geschaffen worden.

Wir zeigen Ihnen im Folgenden alles rund um die Instant-Messaging-Dienste. Wenn Sie mehr zu Instant Messaging auf dem Handy erfahren wollen, können Sie auch gleich auf Seite 2 wechseln.

ICQ, AIM, Y!M, Windows Live Messenger, Google Talk, Skype und mehr

Yahoo-Messenger
Der Yahoo-Messenger
Technisch sind alle Instant-Messaging-Angebote auf der Höhe der Zeit und lösen Ihre Aufgabe weitgehend problemlos. Die Dienste sind aber nicht untereinander kompatibel - zumindest zum Teil. So können ICQ-Nutzer von Haus aus mit dem AIM kommunizieren und umgekehrt, Nutzer des Yahoo Messengers können mit Windows-Live-Nutzern untereinander in Verbindung treten. Über diese Grenzen hinweg ist die Kommunikation allerdings mit den originären Programmen der IM-Anbieter nicht möglich. Der jeweilige Instant-Messaging-Anbieter bindet also Kunden an das eigene Produkt - ist der Freundeskreis nahezu komplett bei ICQ, fällt die Entscheidung zunächst sinnvollerweise auf diesen Dienst (oder eben den AIM).

Auch wenn die Grundfunktionalität - das Chatten - bei allen Diensten problemlos möglich ist, gibt es in puncto Zusatzdienste zahlreiche Unterschiede zwischen den Angeboten: Mancher Anbieter ermöglicht zum Beispiel den Datei-Versand, andere offerieren eine VoIP- oder Videotelefonie-Funktion und vieles mehr. Skype ist zum Beispiel bekanntermaßen nicht in erster Linie ein Instant Messenger, sondern eine Telefonie-Software - doch auch das klassische Instant Messaging ist hier möglich und komfortabel nutzbar. Daneben können noch ganz andere Aspekte für oder wider einen bestimmten IM sprechen: Ein anhaltender Kritikpunkt an ICQ ist, dass sich die gleichnamige Firma die Urheberrechte für die über ihren Service versendeten Daten beansprucht - ein echtes Datenschutzproblem.

In der folgenden Übersicht zeigen wir Ihnen daher unter anderem, was die jeweilige Lösung bietet, wo Schwachstellen liegen und vieles mehr:

  ICQ AIM Yahoo Google
Talk
Windows
Live
Skype
Protokoll OSCAR, WIM OSCAR proprietär (u.a.) Jingle (XMPP-Derivat, kompatibel), SIP (geplant) MSNP proprietär
übergreifend verwendbar mit Facebook Chat, Google Talk, studiVZ, Mail.ru, AIM Facebook Chat, Google Talk (geplant) Windows Live Messenger, Facebook Chat AIM (geplant) Yahoo! Messenger Facebook Chat
spezielle Features VoIP, SMS, Dateiversand, Videotelefonie, Konferenz-
gespräche, Newsticker, Offline-Messages, Spiele, Telefonnummer
Dateiversand, Newsticker, Offline-Messages, Konferenz-
gespräche
VoIP + IM, Videotelefonie, Dateiversand, Spiele, Konferenzgespräche, Offline-Messages, Telefonnummer, Anrufweiterleitung, Anrufbeantworter, Archivierung VoIP, Konferenz-
gespräche, Dateiversand, Video-Caht/Konferenz
VoIP + IM, Videotelefonie (HD), Dateiversand, Konferenz-
gespräche, Spiele, Offline-Messages, Remote-Unterstützung, Streaming.
VoIP + IM, SMS, Videotelefonie, Offline-Messages, Dateiversand, Telefonie in Fest- und Mobilfunknetze weltweit, Konferenzgespräche, Online-Nummer in vielen Ländern + Anrufbeantworter, Anrufweiterleitung, verschlüsselte Verbindung, Spiele
aktive Nutzer-
accounts
27 Millionen k.A. 72 Millionen k.A. 4,85 Millionen 200 Millionen
Betriebs-
systeme
Windows (+ Phone, + Mobile), Linux (beta), Mac OS, iOS, iPad, Java, Flash, Android, Blackberry, Symbian, Bada Windows, MAC, iPhone, iPad, Android, Java, Blackberry Windows, MAC (englisch), Browser, iPhone, Android (englisch), Blackberry, Flash Windows, Mac OS, Linux, Android, WebOS, Blackberry, Nokia, iOS Windows (+ Mobile, + Phone), MAC, iPhone, Java, Blackberry, Nokia Windows, Mac, Linux, Android, Symbian, iPhone, iPad, iPod Touch, Windows Phone, TV-Systeme (Panasonic, Samsung, LG, Sony)

Für die Einheit: Multi-Messenger

Doch auch wenn sich die Freunde und Bekannten über die verschiedenen Dienste verteilen, muss der Anwender nicht zwingend verschiedene Clients parallel installieren und nutzen: So genannte Multi-Messenger kombinieren nämlich die verschiedenen Dienste in einer "Kommunikations-Zentrale".
Ausgewählte Multimessenger
Adium (Mac OS X)
Trillian (Windows, Mac OS X)
Pidgin (Windows, Linux)
Miranda (Windows)

Auch unter diesen Multi-Messengern gibt es eine Vielzahl von Lösungen, aus denen der Nutzer auswählen kann. Dabei ist die Unterstützung im Kern für die gängigsten Protokolle gleich, im Detail gibts dann aber Unterschiede. Diese liegen zum einen in der Unterstützung von Diensten abseits des Mainstreams, zum anderen in zahllosen Zusatzfeatures, mit denen die Lösungen aufwarten. Dabei haben sich diese Zusatzfeatures zum Teil so ausgeprägt entwickelt, dass sie quasi eine weitere Kernfunktion neben dem Instant Messaging sind.

Die meisten IM-Anbieter verbieten zwar den Zugriff via Fremd-Software, die Multi-Messenger-Anbieter setzen dies aber in ihrer Software trotzdem um. Dies ist den originären Anbietern ein Dorn im Auge: Instant Messenger sind in aller Regel kostenlos nutzbar und die Anbieter leben ausschließlich von der Werbung, die natürlich nur in ihren eigenen Anwendungen eingeblendet wird. Sie sind also wenig begeistert von der Idee, Konkurrenten ihr Protokoll zu öffnen. Entsprechend müssen die Multi-Messenger-Anbieter das Protokoll selbst "zerlegen", was gerade bei Protokoll-Änderungen zu Problemen führen kann. Trotzdem funktioniert dies im Großen und Ganzen abseits von Details in der Praxis ziemlich gut.

Auf der folgenden Seite erfahren Sie, wie Sie auch mit ihrem Handy bzw. Smartphone Instant Messaging nutzen können.

Weitere Ratgeber zu Instant Messengern

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2012-01, Erwachsene ab 14 Jahre