Lange Zeit erfreuten sich so genannte
lokale Einwahlnummern großer Beliebtheit.
Der Grund dafür: Mit dem Tarif
xxl sunday
der
Telekom konnten sich Kunden
mit ihrem Modem oder ihrer
ISDN-Karte kostenlos ins Internet
einwählen. Doch diese Möglichkeit gibt es nicht mehr. Wer jetzt die
Pauschaltarife der
Telekom zu Einwahl
ins Internet über die lokalen Einwahlnummern
nutzt, wird je nach Tarif mit bis zu
4,1 Cent pro Minute zur Kasse gebeten. Bei einer Stunde
Online-Zeit können so fast 2,50 Euro anfallen.
Doch nach wie vor gibt es Szenarien, in denen die lokalen Einwahlnummern sinnvoll sein
können, wenngleich kostenloses Surfen nicht mehr möglich ist. Welche Szenarien es gibt
und mit welchen Einwahlnummern Sie sich noch einloggen können, zeigen wir Ihnen auf
dieser Seite.
Einwahl aus dem Hotel
Für alle, die unterwegs sind, aber keine günstigen Datentarife für ihr Handy gebucht
haben, kann es interessant sein, die Einwahlnummern zu nutzen.
Denn viele Hotels sperren alle Sondernummern
inklusive 0800 und
019xy für abgehende Telefonate. Damit werden aber
auch die Wege ins Internet versperrt, wenn man sich mit Laptop und
Modem vom Hotelzimmer aus einwählen will. Keine Probleme bereitet
hingegen die Anwahl der lokalen Einwahlnummern.
In Hotels ist das zwar meist kein billiges Vergnügen, aber immerhin funktioniert
es.
Backup für den DSL-Zugang beim Vollanschlussanbieter
Viele Kunden haben ihren Festnetzanschluss mittlerweile bei alternativen
Vollanschlussanbietern. Diese liefern in der Regel auch einen
DSL-Anschluss mit.
Problematisch wird es, wenn dieser Anschluss einmal nicht funktioniert.
Denn dann steht der Kunde in aller Regel ohne Internet da. Schließlich
sind klassische
Internet-by-Call-Angebote genauso wie
Call-by-Call-Nummern von alternativen
Anbietern aus nicht nutzbar. Hier kann also die lokale Einwahlnummer
eine Backup-Möglichkeit darstellen, um überhaupt noch ins Internet zu kommen
und die wichtigsten Dinge zu erledigen. Aber Vorsicht: Wer eine Sprachflatrate hat,
muss Einwahlen zu diesen Festnetznummern in der Regel trotzdem zahlen.
Sparen vom Mobilfunk aus
Vom Mobilfunk kann man die angegebenen Nummern ebenfalls nutzen,
um zum Beispiel mit dem Laptop mobil ins Internet zu gelangen oder
preiswerter per WAP zu surfen.
Insbesondere bei älteren Verträgen, die noch eine City-Option enthalten,
kann gespart werden. Hier kostet die Einwahl je nach Betreiber im jeweils
entsprechenden Ortsbereich 7 bis 9 Cent pro Minute. In diesen Verträgen
sind zumeist auch noch die Gesprächspreise am Wochenende recht günstig.
Auch mit den Discount-Anbietern
lassen sich auf diesem Weg die teilweise sehr
hohen GPRS-Kosten
umgehen, wenn man nur kurz online muss. Allerdings: Die
Geschwindigkeit dieser Handy-Onlineverbindungen sind mit
9,6 kBit/s sehr langsam. Auch funktionieren nicht alle Einwahlnummern
von allen Handynetzen aus. Vor einem Regeleinsatz sollte die Einwahl also
getestet werden. Keinesfalls kostenlos sind hingegen Verbindungen mit
dem Handyflatrate Base. Da es sich um eine
Datenverbindung handelt,
berechnet der Netzbetreiber E-Plus hier
Minutenpreise zwischen 10 und 20 Cent.
Das gilt für alle Karten im E-Plus-Netz.
Notzugang aus dem Ausland
Wie man am günstigen auch im Ausland
ins Internet kommt, haben wir einem
Ratgebertext zusammengefasst.
Allerdings kann es auch hier zu unerwarteten
Problemen kommen, so dass ein Backup-Zugang durchaus sinnvoll ist. Hier
empfiehlt sich dann ebenfalls die Einwahl zu einer deutschen lokalen Einwahlnummer.
Allerdings: Ganz billig ist der Spaß nicht. Denn es fallen die normalen
Gesprächskosten nach Deutschland an. Im Roaming sind das zumeist
Minutenpreise jenseits der 60 Cent, lediglich innerhalb der EU sind die Preise
reguliert. Mit lokalen Prepaid-Karten
kann der Minutenpreis allerdings günstiger sein. Auch hierzu haben
wir einige Tipps für Sie zusammengestellt.
Vorsicht: Sprachflatrates sind keine Datenflatrates
Viele Anbieter im Pre-Selection- und
Vollanschlussbereich bieten mittlerweile
Sprachflatrates an, mit denen alle Festnetznummern im Rahmen der
Grundkosten kostenlos angerufen werden
können. Allerdings handelt es sich dabei wirklich um Sprachflatrates, die Anbieter
wollen also den Traffic zu den lokalen Einwahlnummern aus Kostengründen nicht
zum Flatratepreis abrechnen. Daher wird bei den meisten Anbietern entweder
die Verbindung zu den lokalen Einwahlnummern unterbunden oder trotz
Flatrate berechnet. Vor einer Einwahl über die lokalen Einwahlnummern im
Glauben, sie sei kostenlos, kann also nur gewarnt werden.
Eine Auswahl der noch funktionierenden Einwahlnummern haben wir für Sie auf einer
gesonderten Infoseite zusammengestellt.