DVB-T

DVB-T: Digitales Fernsehen kostenlos per Antenne empfangen

Digital Video Broadcasting-Terrestrial, kurz: DVB-T, hat in den letzten Jahren das analoge terrestrische Fernsehen abgelöst. Die digitale Übertragung macht eine bessere Bild- und Tonqualität sowie eine effizientere Nutzung der Funk-Frequenzbänder möglich.
Kommentare (877)
AAA

DVB-T: Digitales Fernsehen kostenlos per Antenne empfangenDVB-T: Digitales Fernsehen kostenlos per Antenne empfangen Digital Video Broadcasting - Terrestrial, kurz: DVB-T, hat in den letzten Jahren das analoge terrestrische Fernsehen abgelöst. Der digitale Rundfunk bietet einige Vorteile. So ist eine deutlich bessere Bild- und Tonqualität möglich und die Funk-Frequenzbänder werden effizienter genutzt. Auf der Bandbreite eines bisherigen analogen Kanals sind via DVB-T bis zu sechs Programme in SD- oder bis zu zwei in HD-Qualität übertragbar. Derzeit werden, je nach Region, zwischen acht und über 30 Fernseh-Programme per DVB-T ausgestrahlt. In einigen Regionen, etwa Berlin-Brandenburg, sind auch einige Radio-Sender via DVB-T empfangbar.

Der Empfang via Antenne ist auch per DVB-T kostenlos. Dazu benötigt der Zuschauer auf jeden Fall einen digitalen DVB-T-Receiver (Tuner) und im Regelfall auch eine Antenne. Nahezu alle neu verkauften Fernseher besitzen heute einen integrierten DVB-T-Tuner, auch integrierte Empfänger für den digitalen Kabel- und Satelliten-Empfang (DVB-C und DVB-S) sind üblich. DVB-T-USB-Sticks und DVB-T-Karten bringen digitales terrestrisches Fernsehen auch auf Laptop und PC.

Vor- und Nachteile der Digitalisierung

Versorgungskarte DVB-T DeutschlandDas Senderangebot via DVB-T ist regional unterschiedlich. Durch die Einführung von DVB-T war es möglich, einige Frequenzbänder im begehrten UHF-Band umzuverteilen und einer neuen Nutzung zuzuführen. Die Mobilfunk-Anbieter ersteigerten die Frequenzen der sogenannten Digitale Dividende und setzen sie ein, um schnelles Breitband-Internet mit dem neuen Datenübertragungsstandard LTE anzubieten.

Doch die Einführung von DVB-T hat auch Kritik auf sich gezogen. Zuschauer bemängeln die trotz optimistischer Versorgungsquoten der beteiligten Sendeanstalten bisweilen schlechte Empfangsqualität, die zu Verzerrungen von Bild und Ton führt. Während für den Empfang des analogen Rundfunks oft auch einfache passive Stab-Antennen ausreichten, ist für DVB-T zumeist mindestens eine aktive Zimmerantenne notwendig. Wer weiter von der nächsten Sende-Anlage entfernt wohnt, für den kann es notwendig sein, eine Außenantenne einzusetzen. Üblicherweise können Nutzer die bereits für analogen Rundfunk installierten Hausantennen auch für den Empfang von DVB-T weiterverwenden.

Neben der Empfangsqualität regt sich auch Kritik an der Programmvielfalt. So sind viele private Fernsehsender im Zuge der Digitalisierung dazu übergangen, ihr Programm terrestrisch nicht mehr oder nur noch kostenpflichtig und verschlüsselt auszustrahlen.

Die Abschaltung des analogen terrestrischen Fernsehens ist schon seit längerem in ganz Deutschland abgeschlossen. Neben dem, zumindest für öffentlich-rechtliche Sender, kostenlosen Empfang via DVB-T kann der Zuschauer alternativ auch via TV-Kabel, Satellit oder Internet fernsehen.

Auf unserer DVB-T-Hintergrundseite erfahren Sie mehr zur Technik hinter DVB-T und den empfangbaren Sendern.

Weitere Meldungen zu DVB-T

1 2 3 420 vorletzte